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18.01.2019 18:34
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US-Shutdown sorgt für Nervosität am IPO-Markt

Börsengänge gefährdet: US-Shutdown sorgt für Nervosität am IPO-Markt | Nachricht | finanzen.net
Börsengänge gefährdet
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Der derzeitige Shutdown in den USA ist bereits der längste in der US-Geschichte. Dies könnte gravierende Folgen für die in 2019 geplanten Börsengänge haben.
Weil sich die Demokraten weigern, Geld für die von US-Präsident Trump geforderte Mauer an der Grenze zu Mexiko zu genehmigen, zieht sich der Budgetstreit in den USA hin. Deshalb mangelt es nun dem ganzen Land an Haushaltsgeldern. Die Folge: Die Regierungsgeschäfte stehen teilweise still, weil zahlreiche Staatsangestellte in den Zwangsurlaub geschickt oder unbezahlt freigestellt werden mussten. Am Samstag brachen Trump und der Kongress sogar den bisherigen Rekord des 21 Tage währenden Shutdowns von 1995/1996.

SEC im Notstandsmodus

Hiervon betroffen ist auch die SEC, die Anträge für geplante Börsengänge bearbeitet. Die Börsenaufsicht wurde am 27. Dezember geschlossen und arbeitet seither nur mit einer Notbesetzung. Laut eigenen Angaben sind nur 285 von 4.436 Beschäftigten bei der Arbeit - das sind gerade einmal rund 6 Prozent. Da sich diese Mitarbeiter allerdings überwiegend um Notfallsituationen wie den Anlegerschutz kümmern und das Tagesgeschäft am Laufen halten, liegen Börsengänge zunächst auf Eis.

Zwar können Unternehmen weiterhin online Informationen und Anträge einreichen, jedoch ist bei der SEC niemand da, der diese dann auch bearbeitet und genehmigt. So entsteht ein riesiger Rückstau, der aufgearbeitet werden muss, sobald der Shutdown endet - und das kann Monate dauern.

Große Namen wie Uber oder Lyft betroffen

Ärgerlich ist dies unter anderem für die Fahrdienstleister Uber und Lyft. Beide liefern sich derzeit ein Wettrennen, wer es zuerst an die Börse schafft und sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Konkurrenten verschaffen kann. Dabei könnte Uber auf eine Bewertung von 120 Milliarden Dollar kommen und Lyft auf 15 Milliarden Dollar.

Mit Vorbereitungen für einen IPO haben außerdem der Datenriese Palantir mit einer Bewertung von 41 Milliarden Dollar, die digitale Pinnwand Pinterest mit 12 Milliarden Dollar und der Bürokommunikations-Dienst Slack begonnen. Auch der Unterkunfts-Vermittler Airbnb, dessen Wert von Finanzinvestoren auf rund 31 Milliarden Dollar geschätzt wird, könnte 2019 den Gang aus Parkett wagen.

Dabei können solche großen Konzerne einen Aufschub in der Regel noch leichter verkraften. Schwieriger haben es hingegen kleinere Startups, die auf das frische Geld aus dem IPO angewiesen sind. Für sie kann eine Verzögerung von mehreren Monaten existenzbedrohend werden.

Ernüchterung am IPO-Markt

Der Shutdown kommt für börsenwillige Unternehmen zur Unzeit. Aufgrund der volatilen Entwicklung des Aktienmarktes im vierten Quartal 2018 hatten einige von ihnen ihren IPO ohnehin schon hinausgezögert, um auf ein besseres Marktumfeld zu warten. Nachdem sich der Aktienmarkt nun zu Beginn des neuen Jahres stabil zeigt, scheint dieses nun gekommen. Dafür spricht auch, dass der IPO-ETF - eine Zusammenstellung von rund 60 der letzten IPOs - in diesem Monat bereits 10 Prozent zugelegt hat und damit den S&P 500-Index klar geschlagen hat. Dies ist ein Signal dafür, dass die Investoren wieder Appetit auf IPOs haben. Doch der Shutdown macht ihnen nun einen Strich durch die Rechnung.

Wie "CNBC" unter Berufung auf Argus berichtet, haben bereits 160 Unternehmen die Dokumente für einen Börsengang eingereicht. Doch sie alle müssen nun mit Verzögerungen rechnen.

Auch das "Wall Street Journal" war im Oktober 2018 noch von einem bevorstehenden Rekordjahr ausgegangen. Die Wirtschaftszeitung hatte prognostiziert, dass Börsengänge in 2019 über 150 Milliarden Dollar in den Markt spülen könnten. Inzwischen ist diese Euphorie am IPO-Markt jedoch abgeklungen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kritchanut / Shutterstock.com, MaximP / Shutterstock.com

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