28.12.2020 16:34

Delivery Hero-Aktie springt auf Rekordhoch: Auflagen für Kauf der südkoreanischen Woowa zugestimmt

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Der Essensauslieferer Delivery Hero nimmt die Auflagen für die geplante Übernahme des Konkurrenten Woowa hin.
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So muss das deutsche Unternehmen zuerst seine Südkorea-Tochter Yogiyo verkaufen, wie die südkoreanische Kartellbehörde KFTC am Montag mitteilte. Die Entscheidung steht im Einklang mit einer Empfehlung der zuständigen Abteilung vom November. Eigentlich wollte Delivery-Hero-Gründer Niklas Östberg den Yogiyo Verkauf vermeiden, stimmt dem nun aber zu. "Die Genehmigung für unsere Partnerschaft mit Woowa ist eine großartige Nachricht für unsere beiden Unternehmen und die gesamte Branche", sagte der Konzernchef laut Mitteilung.

Die Regulierungsbehörde KFTC begründete ihre Entscheidung damit, dass Yogiyo und Woowa mit der Marke "Baedal Minjok" zusammen auf einen Marktanteil von 99,2 Prozent kommen würden. Dies könne zu höheren Gebühren für Restaurants führen und auch den Kunden schaden. Zudem bestehe die Gefahr, dass andere Marktteilnehmer aufgrund der starken Marktmacht und des Informationsvorsprungs an einem Markteintritt gehindert werden.

Delivery Hero hatte den Woowa-Kauf vor einem Jahr angekündigt. Damals hatten die Unternehmen sich auf einen Preis von 3,6 Milliarden Euro geeinigt. Davon sollten circa 1,7 Milliarden Euro bar fließen, der Rest wird mit Delivery-Hero-Aktien bezahlt. Der Dax-Konzern erwartet den Abschluss des Deals nun im ersten Quartal 2021. Experten halten den Schritt für sinnvoll. Woowa verfügt mit der Marke Baedal Minjok über den größten Online-Essenslieferservices in Südkorea. Auch in Vietnam ist das koreanische Unternehmen aktiv.

Delivery Hero-Aktie auf Rekordhoch

Die Aktien von Delivery Hero haben am Montag ihre Rekordrally fortgesetzt. Die Papiere des Essenslieferdienstes schnellten zeitweise um mehr als elf Prozent nach oben auf ein neues Hoch bei 132,10 Euro, am frühen Nachmittag notierten sie zuletzt noch um 9,29 Prozent fester bei 129,45 Euro an der DAX-Spitze. Wie erwartet genehmigte die koreanischen Kartellbehörde KFTC den Zusammenschluss mit dem dortigen Unternehmen Woowa Brothers nur unter Auflagen. Die Behörde verlangt unter anderem den Verkauf der Südkorea-Tochter Yogiyo. Delivery Hero fügt sich.

Die nun offiziell gewordene Forderung stand im Einklang mit einem ersten Bericht eines Überprüfungsteams der Behörde, der im November bei Anlegern auf Enttäuschung gestoßen war. Zwar wollte Delivery Hero die Regulierer vom Behalten der Tochter überzeugen, was nicht gelang, doch erwartet Delivery Hero dennoch den Abschluss der strategischen Partnerschaft für das erste Quartal 2021 und stimmt damit der Forderung der Kartellwächter im Grunde zu.

Jefferies-Analyst Giles Thorne bekräftigte unterdessen in einer Reaktion auf die Nachrichten seine Kaufempfehlung für die Delivery-Hero-Papiere. Sein Kursziel beließ er bei 130 Euro. Der Experte zeigte sich vom grünen Licht der KFTC wenig überrascht, da die Zustimmung bereits am vergangenen Freitag durchgesickert sei. Das Ende der Hängepartie um die Übernahme dürfte positiv für den Kurs sein.

Delivery Hero ist seit Monaten ein großer Gewinner der Corona-Einschränkungen, die weltweit in vielen Ländern zu Restaurantschließungen führten und den Bedarf nach Essensauslieferungen antrieben. Bislang hat die Aktie ihren Wert in diesem Jahr um mehr als drei Viertel gesteigert und damit im DAX die stärkste Entwicklung genommen.

Möglich also, dass nun zum Jahresende auch "Window Dressing" nochmals für zusätzliche Nachfrage nach den Aktien sorgt. Dabei versuchen Fondsmanager kurz vor Jahresschluss, das optische Erscheinungsbild ihres Fonds zu verbessern. Dazu erwerben sie für gewöhnlich Papiere, die in der abgelaufenen Periode besonders deutlich zugelegt haben.

/mne/tih/mis/stk

BERLIN/SEOUL (dpa-AFX)

Bildquellen: Delivery Hero

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