Marc O. Schmidt-Kolumne

Johnson & Johnson: Starke Pipeline

19.02.26 06:29 Uhr

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Johnson & Johnson: Starke Pipeline | finanzen.net
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Aktien

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Im aktuellen, von Unsicherheiten geprägten Börsenumfeld schauen sich Anleger nach Aktien von Unternehmen aus sogenannten defensiven Bereichen um. Pharma und Konsumgüter gehören dazu. Dies ist aber nur ein Grund, warum die Aktie von Johnson & Johnson (WKN: 853260 / ISIN: US4781601046) seit Jahresbeginn 2026 rund 18 Prozent an Wert zulegen und auf neue Rekordstände klettern konnte.

Johnson & Johnson trotz Sondereffekten

In der Pharmabranche herrscht ein ständiger Kampf darum, die Umsatz- und Gewinnbeiträge von Medikamenten zu ersetzen, wenn deren Patente auslaufen. Derzeit befindet sich Johnson & Johnson in der komfortablen Situation, dass die Produktpipeline des Unternehmens von Marktteilnehmern offenbar als sehr stark eingeschätzt wird. Einige Übernahmen und die jüngsten Quartalsergebnisse haben dieses Bild verstärkt.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag zwischen Oktober und Dezember 2025 mit 2,46 US-Dollar knapp über den Konsensschätzungen von 2,44 US-Dollar. Auch lagen die Erlöse mit 24,5 Mrd. US-Dollar über den Erwartungen. Überzeugend fällt zudem die Erlösschätzung für 2026 aus. Hier rechnet das Management mit 99,5 bis 100,5 Mrd. US-Dollar, gegenüber den vorherigen Konsensschätzungen von 98,9 Mrd. US-Dollar.

Das 2026er-Jahres-EPS sieht Johnson & Johnson bei 11,43 bis 11,63 US-Dollar, gegenüber durchschnittlichen Analystenschätzungen von 11,45 US-Dollar – und dies trotz der Berücksichtigung einer Belastung von „Hunderten Millionen US-Dollar“ durch die Vereinbarung zur Arzneimittelpreisgestaltung, die das Unternehmen mit der Trump-Regierung unterzeichnet hat.

Stelara-Effekte werden aufgefangen

Die positive Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit zunehmendem Wettbewerb für sein umsatzstarkes Schuppenflechte-Medikament Stelara durch Biosimilars kämpft. Die Umsätze mit Stelara gingen zuletzt stärker zurück als von Analysten prognostiziert. Entsprechend positiv gestaltete sich die Entwicklung des restlichen Portfolios. CFO Joseph Wolk sagte gegenüber CNBC: „Ist es nicht bemerkenswert, dass Stelara so stark zurückgegangen ist – vielleicht sogar stärker, als Analysten erwartet hatten – und wir trotzdem weiter wachsen? Wenn man Stelara aus dieser Gleichung herausnimmt, wächst dieses Portfolio um 14, 15 Prozent. Auf diese Produkte werden wir uns in den kommenden Jahren und für den Rest dieses Jahrzehnts stützen.“

Positiv fiel daher auch weitgehend das Urteil der Analysten aus. Der Morgan-Stanley-Analyst Terence Flynn hatte Johnson & Johnson nach Bekanntgabe der Ergebnisse von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 200,00 auf 262,00 US-Dollar angehoben. Der Experte begründete die Hochstufung mit höheren Schätzungen aufgrund neuer Produkte des Unternehmens sowie mit einem höheren Bewertungsmultiplikator. J&J sei auf dem Weg zu Gewinnsteigerungen aus einer Reihe neuer Produktzyklen. Der Analyst sagt, dass Johnson & Johnson eines der robustesten Angebote an neuen Produktzyklen im Bereich Biopharma biete. Die Schätzungen für Tremfya, Icotyde, Tecvayli und Darzalex würden angehoben.

Der Goldman-Sachs-Analyst Asad Haider hatte seinerseits das Kursziel für Johnson & Johnson von 240,00 auf 250,00 US-Dollar angehoben und seine „Buy“-Einschätzung für die Aktie des Pharmakonzerns beibehalten. Die Voraussetzungen für ein weiteres starkes Jahr seien gut, da die Bereiche Innovative Medicine und MedTech weiterhin eine positive Dynamik aufweisen würden. Beide Bereiche verzeichneten im vierten Quartal eine über den Erwartungen liegende Entwicklung und profitierten laut Haider von günstigen Rahmenbedingungen für 2026, da sich mehrere neue Produktzyklen weiter entfalteten.

Mein Fazit

Die Aktie von Johnson & Johnson profitiert derzeit nicht nur vom defensiven Charakter der Pharmabranche in einem unsicheren Marktumfeld, sondern vor allem von unternehmensspezifischer Stärke. Solide Quartalszahlen, eine optimistische Prognose für 2026 sowie eine überzeugende Produktpipeline sorgen für Vertrauen bei Investoren und Analysten. Trotz Belastungen durch Preisvereinbarungen und rückläufiger Umsätze beim Blockbuster-Medikament Stelara gelingt es dem Konzern, durch neue Wachstumsimpulse und starke Zuwächse im übrigen Portfolio weiterhin dynamisch zu wachsen.

Als Alternative zu einem Direktinvestment in Johnson & Johnson könnten Anleger einen Blick auf das Indexzertifikat auf den „Aktien für immer Index“ (WKN: DA0ABP / ISIN: DE000DA0ABP0) werfen. In diesem sind Aktien zu finden, sich über einen besonders langen Zeitraum bewährt haben und auch mit Blick auf einen langen Anlagehorizont das Potenzial mitbringen, positiv zu performen. Neben Johnson & Johnson gehören zu diesen Titeln Linde, Microsoft oder Danaher.

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DatumRatingAnalyst
01.06.2021JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
13.10.2020JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
27.08.2019JohnsonJohnson kaufenGoldman Sachs Group Inc.
27.08.2019JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
16.07.2019JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
DatumRatingAnalyst
01.06.2021JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
13.10.2020JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
27.08.2019JohnsonJohnson kaufenGoldman Sachs Group Inc.
27.08.2019JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
16.07.2019JohnsonJohnson OutperformCredit Suisse Group
DatumRatingAnalyst
23.01.2019JohnsonJohnson Equal WeightBarclays Capital
21.07.2016JohnsonJohnson HoldDeutsche Bank AG
13.06.2016JohnsonJohnson NeutralGoldman Sachs Group Inc.
27.01.2016JohnsonJohnson HaltenIndependent Research GmbH
21.01.2016JohnsonJohnson HaltenIndependent Research GmbH
DatumRatingAnalyst
17.04.2018JohnsonJohnson SellGoldman Sachs Group Inc.
21.07.2017JohnsonJohnson SellBTIG Research
20.05.2016JohnsonJohnson SellStandpoint Research
17.10.2012JohnsonJohnson verkaufenIndependent Research GmbH
10.10.2012JohnsonJohnson sellGoldman Sachs Group Inc.

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