07.06.2022 22:33

HP-Aktie profitiert von starken Quartalszahlen: So schätzen die Analysten das neue Buffett-Investment ein

Nach Berkshire-Einstieg: HP-Aktie profitiert von starken Quartalszahlen: So schätzen die Analysten das neue Buffett-Investment ein | Nachricht | finanzen.net
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Erst kürzlich kaufte Warren Buffetts Investmentunternehmen Berkshire Hathaway HP-Aktien im Milliardenwert zu. Nun blickte der Hersteller von Computern und Druckern auf ein erfolgreiches Quartal zurück. Doch was sagen die Analysten zum neuen Buffett-Liebling?
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• Buffett kauft HP-Aktienpaket
• Starke Quartalsergebnisse
• Lob für Kurs-Gewinn-Verhältnis

Warren Buffett kauft HP-Aktien im Milliardenwert

Im April wurde bekannt, dass Berkshire Hathaway, die Investmentgesellschaft von Börsenlegende Warren Buffett 121 Millionen Aktien des PC- und Druckerherstellers HP kaufte. Knapp 104 Milliarden Papiere wurden im ersten Quartal 2022 zugekauft und tauchen dementsprechend auch im 13F-Formular auf, welches institutionelle Investoren, die Anlagen über einem Wert von 100 Millionen US-Dollar halten, vierteljährlich bei der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) einreichen müssen. Die restlichen Anteilsscheine folgten dann anschließend und dürften sich erst in der Portfolioübersicht für das derzeit laufende Quartal zeigen.

Buffett löst sich wohl von Skepsis gegenüber Tech-Konzernen

Der milliardenschwere Deal dürfte Beobachter des "Orakels von Omaha" überrascht haben, galt Buffett doch lange Zeit nicht gerade als Fan von Tech-Unternehmen. So schrieb die Marktgröße 2014 in einem Brief an die Aktionäre, dass Berkshire Hathaway "einfache Unternehmen" präferiere. "Wenn es viel Technologie gibt, werden wir sie nicht verstehen", gestand sich Buffett damals ein. Seit dem Einstieg in Apple-Aktien 2016 scheint sich Buffett von diesem Grundsatz aber vermehrt entfernt zu haben, wie weitere Positionen an Tech-Titeln wie Activision Blizzard, Amazon und Snowflake vermuten lassen. Darüber hinaus saß Berkshire Ende 2021 auf einem Bargeldbestand von mehr als 146 Milliarden US-Dollar, der auch durch die Tatsache, dass Buffett zuletzt verhältnismäßig wenige neue Investitionen tätigte, nicht abnahm. Nun scheint die Börsenlegende allerdings Chancen am Markt ausgemacht zu haben, wie neben dem HP-Zukauf auch kürzliche Investitionen in Occidental Petroleum und Alleghany zeigten.

HP kann mit Gewinn- und Umsatzplus überzeugen

Zwar kann HP mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt 41,93 Milliarden US-Dollar nicht mit Tech-Gigant Apple mithalten, dennoch lief es für das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Palo Alto zuletzt äußerst gut. Erst kürzlich legte der Konzern seine Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2022 vor, das sich von Anfang Februar bis Ende April erstreckte. Beim bereinigten Nettogewinn je Aktie konnte der Druckerhersteller einen Wert von jeweils 1,08 US-Dollar vorweisen, womit man sich am oberen Ende der Prognose von 1,02 bis 1,08 US-Dollar befindet. Im zweiten Quartal 2021 betrug dieser 0,93 US-Dollar je HP-Anteilsschein. Darüber hinaus legte das Tech-Unternehmen beim Nettoumsatz um 3,9 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar zu. Im Vorjahreszeitraum betrug dieser noch 15,9 Milliarden US-Dollar. "Wir haben ein solides Quartal mit Umsatz- und Non-GAAP-EPS-Wachstum hingelegt und gleichzeitig erhebliches Kapital an die Aktionäre zurückgegeben", zeigte sich auch HP-CEO Enrique Lores in einer Pressemitteilung zufrieden. "Unsere wichtigsten Wachstumsbereiche sind insgesamt zweistellig gewachsen und haben in der ersten Jahreshälfte einen Umsatz von 5,6 Milliarden US-Dollar erzielt. Unsere konsistente Leistung angesichts eines volatilen makroökonomischen Umfelds gibt uns Vertrauen in unsere Pläne, ein stärkeres HP aufzubauen."

HP belohnt Aktionäre mit Ausschüttungen im Milliardenumfang

Darüber hinaus habe man Aktionären in Form von Aktienrückkäufen und Dividendenzahlungen insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar ausschütten können. Davon wurde eine Milliarde US-Dollar für den Rückkauf von ungefähr 27,4 Millionen Stammaktien verwendet, wie HP im Quartalsbericht aufzeigt, die restlichen knapp 300 Millionen US-Dollar wurden durch die Zahlung einer Dividende über 0,25 US-Dollar je Aktie abgedeckt. "HP beendete das Quartal mit einem Bruttobarmittelbestand von 4,5 Milliarden US-Dollar, der Barmittel und Barmitteläquivalente sowie kurzfristige Investitionen in Höhe von 5 Millionen US-Dollar umfasst", heißt es im Rahmen der Zahlenverkündung weiter.

Große Hoffnungen in Poly-Übernahme gesetzt

Ein weiteres Thema, das im Fokus der HP-Aktionäre stehen dürfte, ist die im Frühjahr angekündigte Übernahme des Herstellers von Konferenzgeräten Poly. So einigte man sich Ende März auf eine 3,3 Milliarden US-Dollar schwere Akquisition. Demnach bekommt der "weltweit führende Anbieter von Lösungen für die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz" von HP 40 US-Dollar je Aktie bezahlt, wie es in einer gemeinsamen Erklärung heißt. Damit will der PC- und Drucker-Hersteller sein Angebot wachstumsorientierter ausrichten sowie vom Trend um hybrides Arbeiten profitieren. "Das Aufkommen des Hybridbüros bietet eine einmalige Gelegenheit, die Art und Weise, wie Arbeit erledigt wird, neu zu definieren", kommentierte Lores den Kauf im März. "Durch den Zusammenschluss von HP und Poly entsteht ein führendes Portfolio von Lösungen für hybrides Arbeiten in großen und wachsenden Märkten." Wie HP bei der jüngsten Bilanzvorlage betonte, rechnet man durch die Poly-Übernahme mit einem schnelleren und stärkeren Wachstum im Peripheriebereich.

HP-Aktie widersetzt sich "schwierigem makroökonomischen Umfeld"

Die soliden Zahlen und die geglückte Übernahme trieben den Kurs der HP-Aktie zwar jüngst an, in ungeahnte Höhen dringt der Aktienpreis aber dennoch nicht vor. Seit Jahresbeginn stieg das Papier um 4,86 Prozent auf zuletzt 38,84 US-Dollar (Schlusskurs vom 6. Juni 2022). Wer Buffetts Investitionsstrategie verfolgt, dürfte sich über die ausbleibende Rallye der HP-Aktie aber dennoch nicht wundern, meint Jing Pan vom Finanzportal "MoneyWise". So begrüße der Marktexperte günstige Bewertungen bei Aktien. Auch liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 5,57 deutlich unter dem des marktbreiten S&P 500 von mehr als 21.

Auch von Analystenseite wird der Buffett-Einstieg positiv bewertet. "Wir betrachten den Kauf von HPQ-Aktien durch Berkshire als positiv und als Bestätigung der HPQ-Strategie/des tiefen Werts", begrüßt etwa Evercore ISI-Analyst Amit Daryanani den Zukauf, wie aus einer Kundennotiz, die MoneyWise vorliegt, hervorgeht. Lobende Worte für den Tech-Konzern findet auch Stratege Daniel Newman von Futurum Research gegenüber "MarketWatch". "Trotz eines unglaublich schwierigen makroökonomischen Umfelds und vieler Befürchtungen, dass sich die Nachfrage verlangsamen könnte, konnte HP ein Wachstumsquartal verzeichnen, das von einer anhaltend starken Nachfrage nach hybriden Produkten im kommerziellen Bereich getragen wurde", erklärt der Experte.

Auf der Analyse-Plattform "TipRanks" rät der Großteil der Strategen dazu, die HP-Aktie zu halten. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von 36,31 US-Dollar bleibt die Einschätzung der Analysten jedoch unter dem aktuellen Aktienwert zurück. Weitere Impulse für die HP-Aktie könnten im August kommen. Dann steht die Zahlenvorlage für das dritte Geschäftsquartal an.

Redaktion finanzen.net

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