finanzen.net
22.05.2019 22:07

Übernahme noch aktuell? Apple wollte angeblich mehr für Tesla zahlen als die Aktie heute kostet

Neue Spekulationen: Übernahme noch aktuell? Apple wollte angeblich mehr für Tesla zahlen als die Aktie heute kostet | Nachricht | finanzen.net
Neue Spekulationen
Folgen
Der Elektroautobauer Tesla durchlebt derzeit eine der schwersten Krisen des Konzerns. Anleger und Analysten verlieren zunehmend das Vertrauen in den Konzern. Der Aktienkurs ist unter 200 US-Dollar gerutscht - und könnte einen alten Bekannten wieder auf den Plan rufen.
Werbung
Tesla ist trotz der jüngsten milliardenschweren Kapitalerhöhung in großen finanziellen Schwierigkeiten. Hohe Kosten und eine offenbar geringer als erwartete Nachfrage nach Fahrzeugen des Unternehmens haben im abgelaufenen Quartal für einen Verlust von mehr als 700 Millionen US-Dollar gesorgt. Auch bei Firmenchef Elon Musk scheint das vermeintlich unerschütterliche Vertrauen in die Zukunft des Konzerns zumindest ins Wanken geraten zu sein. In einer Mail an die Belegschaft, aus der die Nachrichtenagentur Reuters zitiert, spricht er eine eindringliche Warnung an die Tesla-Belegschaft aus. "Alle Ausgaben jeder Art, einschließlich Teile, Gehalt, Reisekosten, Miete, wirklich jede Zahlung, die unser Bankkonto verlässt", müssten überprüft werden, sonst könne Tesla in diesem Jahr nicht mehr profitabel werden. Die Barmittel des Konzerns würden noch zehn Monate reichen, heißt es weiter.

Tesla-Aktie stürzt ab

Keine guten Aussichten für ein Unternehmen, das angetreten war, den Markt für Elektroautos von hinten aufzurollen. Das spiegelt sich auch in der Aktienkursentwicklung wider: Seit Januar ist die Tesla-Aktie um rund 40 Prozent eingebrochen, allein im Mai ging es bislang 17 Prozent abwärts. Am Dienstag hat der Anteilsschein bei 195,25 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Tief erreicht.

Apple mit Tesla-Kaufinteresse?

Was für Tesla-Anhänger schlechte Nachrichten sind, könnte in Cupertino unterdessen für gute Laune sorgen. Denn die Spekulationen darüber, dass der IT-Riese Apple seit geraumer Zeit mit seinem Projekt "Titan" an einem eigenen Apple Car arbeiten soll, reißen nicht ab. Immer wieder hatten Analysten in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass Tesla für die vermeintlichen Apple-Pläne eine durchaus lukrative Ergänzung sein dürfte.

Nun hat ein Experte öffentlich gemacht, dass es offenbar bereits ernsthafte Gespräche zwischen beiden Parteien gegeben haben soll. Craig Irwin, Analyst von Roth Capital Partners, erklärte gegenüber CNBC, dass Tesla vor rund sechs Jahren ins Visier von Apple geraten sein soll. Der iPhone-Hersteller habe sogar eine "ernsthafte Offerte" für Tesla abgegeben, die bei 240 US-Dollar je Aktie gelegen haben soll. Damit wäre Apple dem Vernehmen nach bereit gewesen, mehr zu zahlen, als Tesla zum aktuellen Zeitpunkt wert ist. Derzeit kostet die Tesla-Aktie rund 35 US-Dollar weniger.

Unklar ist, wie weit die Verhandlungen zum damaligen Zeitpunkt fortgeschritten waren, über mögliche Verträge könne er nichts sagen, dass die Angaben stimmen, davon sei er aber überzeugt, so Irwin weiter.

Schlägt Apple jetzt bei Tesla zu?

Sollte das Interesse von Apple an Tesla auch sechs Jahre später noch aktuell sein, könnte sich der iPhone-Hersteller den Elektroautobauer zum jetzigen Zeitpunkt deutlich günstiger einverleiben. Die Marktkapitalisierung von Tesla ist auf 36,8 Milliarden US-Dollar gesunken. Apple verfügt über Barreserven von rund 160 Milliarden US-Dollar und könnte sich Tesla - selbst mit Aufschlägen auf den aktuellen Aktienwert - locker leisten.

Die Frage ist, welches Ziel Apple mit seinem Geheimprojekt Titan verfolgt. Arbeitet der IT-Konzern nur daran, Apple-Technik in Fahrzeugen unterzubringen oder will das Unternehmen den Markt mit einem eigenen Fahrzeug aufrollen? Was gegen die Entwicklung eines Apple Cars spricht, ist die Tatsache, dass dem Unternehmen dafür die nötige Plattform fehlt. Dafür könnte aber Tesla sorgen und die dringend notwendigen Innovationen gleich mitliefern - während Apple seinerseits Hilfestellung bei operativen Problemen von Tesla leisten könnte.

Unklar ist vor diesem Hintergrund, wie Elon Musk in ein solches Szenario passen würde. Denn der Tesla-Chef gilt als Visionär und Aushängeschild des Unternehmens, schwer vorstellbar, dass er sich in eine andere operative Rolle drängen lassen würde. Auf der anderen Seite stehen die Zeichen auf Sturm - 2019 noch die Profitabilität zu erreichen, sei für Tesla eine "Herkulesaufgabe", betonte Wedbush-Analyst Dan Ives in dieser Woche, der bei dem Elektroautobauer den "Code Red" ausgerufen hat. Und auch Morgan Stanley malt ein düsteres Bild für die Tesla-Zukunft und hält es im Worst Case-Szenario für möglich, dass die Tesla-Aktie bis auf 10 Dollar fallen könnte.

Zumindest für Apple wäre dies eine gute Nachricht. Günstiger dürfte der Model 3-Hersteller nicht zu haben sein.

Die Tesla-Aktie verlor am Mittwoch an der NASDAQ 6,02 Prozent auf 192,73 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: WaitForLight / Shutterstock.com, VCG/VCG via Getty Images

Nachrichten zu Tesla

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Hohe Nachfrage
Wedbush-Analyst: Teslas Cybertruck soll bereits 650.000 Vorbestellungen erhalten haben
Teslas Cybertruck polarisiert mit seinem futuristischen Design. Nichtsdestotrotz schätzt der Analyst Dan Ives von Wedbush Securities, dass bereits mehr als eine halbe Million Interessenten den Cybertruck vorbestellt haben.
03.07.20

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Tesla

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
30.06.2020Tesla NeutralUBS AG
18.06.2020Tesla buyJefferies & Company Inc.
12.06.2020Tesla UnderweightMorgan Stanley
12.06.2020Tesla NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.05.2020Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
18.06.2020Tesla buyJefferies & Company Inc.
28.05.2020Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
30.04.2020Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
15.04.2020Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
06.04.2020Tesla buyJefferies & Company Inc.
30.06.2020Tesla NeutralUBS AG
12.06.2020Tesla NeutralGoldman Sachs Group Inc.
14.04.2020Tesla NeutralCredit Suisse Group
03.04.2020Tesla HoldJefferies & Company Inc.
24.03.2020Tesla NeutralUBS AG
12.06.2020Tesla UnderweightMorgan Stanley
30.04.2020Tesla VerkaufenDZ BANK
30.04.2020Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.
30.04.2020Tesla UnderperformRBC Capital Markets
03.04.2020Tesla UnderperformRBC Capital Markets

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Tesla nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen im Feiertag -- Chefwechsel bei Commerzbank voraus -- Deutsche Bank: Interesse an Wirecard-Teilen -- QIAGEN, Rolls-Royce, Lufthansa, Vonovia im Fokus

UBI will sich nicht von Intesa kaufen lassen. Delivery Hero verdoppelt Bestellzahlen inmitten der Pandemie. Sanofi bricht Medikamentenstudie zur Behandlung von COVID-19 ab. Mercedes-Benz muss dreistellige Millionensumme abschreiben. Airbus-Chef: Könnten mit Hilfe des Bundes 2.000 Stellen retten. Gilead Sciences: Arznei Remdesivir erhält europäische Zulassung für COVID-19.

Umfrage

Wie gehen Sie angesichts der ausgesprochen volatilen Börsen in diesem Sommer mit Ihrem Depot um?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
NEL ASAA0B733
TeslaA1CX3T
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
Lufthansa AG823212
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
Amazon906866
TUITUAG00
BASFBASF11
BayerBAY001
CommerzbankCBK100