Podcast-Interview

DroneShield-CEO gibt Einblicke in Soft-Kill-Ansatz & Marktpotenzial - So reagiert die Aktie

12.02.26 19:58 Uhr

DroneShield-CEO packt aus: So gefährlich sind Drohnen wirklich - DroneShield-Aktie weiter volatil | finanzen.net

Das Drohnenabwehrunternehmen DroneShield hat am Markt für großes Aufsehen gesorgt. Der CEO sieht sein Unternehmen an einem Wendepunkt.

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• Wachsender Bedarf an Drohnenabwehr durch Konflikte und zivile Risiken
• Technologie-Fokus auf "Soft Kill" und smarte Sensorik ohne physische Zerstörung
• Persönliche Risiken und internationale Bedeutung des Geschäftsmodells

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In einem Podcast mit "The Motley Fool" hat Oleg Vornik, CEO von Droneshield, über Drohnenabwehrsysteme, den zivilen und militärischen Markt sowie über Führungskompetenzen gesprochen.

Vom Nischenprodukt zum lebenswichtigen Schutzschild

DroneShield wurde 2014 gegründet - eine Zeit, in der Drohnen noch als harmloses Spielzeug galten. Inspiriert durch Sicherheitslücken bei Großereignissen wie dem Boston-Marathon, erkannten die Gründer früh das Gefahrenpotenzial. Heute hat sich das Blatt gewendet: Drohnen sind ein zentrales Element moderner Kriegsführung und terroristischer Bedrohungen.

Vornik betont, dass der erste große kommerzielle Durchbruch 2018 erfolgte, als Saudi-Arabien nach Angriffen der Huthi-Rebellen auf Ölanlagen nach Lösungen suchte. Seither ist der Bedarf explodiert, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine. DroneShield liefert hunderte Systeme an die Ukraine, wobei Vornik einen oft übersehenen Punkt hervorhob: "Wir erhalten viel Feedback von Ukrainern, dass es ihnen neben der Rettung von Leben auch eine Menge psychologisches Vertrauen gibt." Das bloße Geräusch einer Drohne sei für Soldaten mittlerweile hochgradig traumatisierend.

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Technologie: "Soft Kill" statt harter Geschosse

Das technologische Alleinstellungsmerkmal von DroneShield liegt in der Vermeidung von physischer Zerstörung ("Non-Kinetic"). Anstatt Drohnen mit Kugeln oder Lasern abzuschießen, nutzt das Unternehmen einen mehrstufigen Ansatz: Sensoren hören den Funkverkehr ab (Radiofrequenz) oder nutzen Radar und KI-gestützte Kameras, um die Drohnen zu identifizieren. In einem zweiten Schritt, den Vornik "Smart Jamming" nennt, wird die Verbindung zwischen Drohne und Pilot sowie zum GPS-Satelliten unterbrochen und die Gefahr damit neutralisiert. Die Drohne wird so zur Landung oder zum Absturz gezwungen, ohne dass in zivilen Bereichen gefährliche Trümmerteile entstehen.

Persönliche Risiken und geopolitische Tragweite

Auch über den persönlichen Impakt, den der Erfolg von DroneShield hat, spricht der Firmenchef, denn dieser hat seinen Preis. Vornik steht auf der Sanktionsliste der russischen Regierung und wurde von Wladimir Putin zum Staatsfeind erklärt. Im Interview äußerte er sich gelassen, aber wachsam: Er vermeide es, seinen Standort in sozialen Medien in Echtzeit preiszugeben, da er zwar keine Angst habe, solange er sich Australien aufhalte, aber auf Reisen in Gebiete mit hoher russischer Präsenz vorsichtiger sei.

Wirtschaftlicher Ausblick

Das Unternehmen profitiert von einem massiven Wachstum bei Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen. Mit über 300 Ingenieuren arbeitet DroneShield daran, der technologischen Entwicklung der Drohnenhersteller immer einen Schritt voraus zu sein. Für Investoren bleibt das Unternehmen spannend, da es laut Vornik eine einzigartige Position im Markt für Verteidigungstechnologie einnimmt, die sowohl militärische als auch zivile Sektoren (Flughäfen, Regierungsgebäude) abdeckt.

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Bedeutung von DroneShield spiegelt sich auch auf Anlegerseite wider

Vornik sieht DroneShield nicht nur als Rüstungsunternehmen, sondern als Anbieter von Sicherheit in einer Zeit, in der kostengünstige Drohnen das globale Sicherheitsgefüge dauerhaft verändert haben.

Dieses Potenzial nehmen offenbar auch Anleger wahr, wie ein Blick auf die Kursentwicklung der DroneShield-Aktie zeigt: In den letzten drei Monaten ging es an der Börse in Australien um rund 36 Prozent nach oben, auf Sicht der letzten zwölf Monate beträgt das Kursplus sogar satte 391 Prozent.

Einen linearen Aufwärtstrend verfolgte die Aktie dabei aber nicht, immer wieder kam es zu Kursrückschlägen und hohe Volatilität. So auch am Donnerstag: 6,67 Prozent verlor die Aktie und schloss bei 3.070 AUD. Damit bleibt sie deutlich unterhalb ihres Höchstkurses, der bei 6,7 AUD liegt, allerdings auch deutlich oberhalb des 52-Wochen-Tiefs von 0,600 AUD

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Droneshield

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