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14.01.2020 16:42
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Credit Suisse sieht Coca-Cola-Aktie vor kräftigem Kurssprung - jedoch nicht dank klassischer Cola

Strategie zahlt sich aus: Credit Suisse sieht Coca-Cola-Aktie vor kräftigem Kurssprung - jedoch nicht dank klassischer Cola | Nachricht | finanzen.net
Strategie zahlt sich aus
Coca-Cola ist längst mehr als nur die braune Zuckerbrause. Der Konzern hat mittlerweile nach eigenen Angaben weltweit über 4.300 Produkte verschiedenster Art im Angebot - und trifft damit offenbar den Geschmack von Kunden und Analysten.
• Coca-Cola mit immer mehr Getränken ohne Zucker oder ohne Kohlensäure
• Analyst: Unternehmen ist besser als je zuvor
• Weiteres Wachstum erwartet

Der Limonadenkonzern Coca-Cola hat in den vergangenen Jahren kräftig an seinem Image geschraubt. Statt auf zuckrige Brausen setzt der US-Konzern nun verstärkt auf neue, kalorienarme Versionen von Cola, Fanta, Sprite und Co.. Allein 2018 seien mehr als 250 neue Produkte auf den Markt gebracht worden, die wenig oder keinen Zucker enthielten, schrieb Unternehmenschef James Qunicey in einem Brief, der im April 2019 im Rahmen des "Business & Sustainability Report 2018" veröffentlicht wurde. Auch bei den Getränken ohne Kohlensäure ist Coca-Cola in der jüngsten Vergangenheit in die Offensive gegangen und brachte 2018 laut Quincey mehr als 400 Produkte in dieser Kategorie auf den Markt, darunter Säfte, (Eis-)Tees und verschiedene Wasservarianten.

Die neue Ausrichtung des Konzerns zahlt sich offenbar aus: Allein im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres stieg der Umsatz von Coca-Cola um acht Prozent auf 9,5 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn legte um 38 Prozent auf 2,6 Milliarden US-Dollar zu - und übertraf damit die Erwartungen am Markt. Allein bei Coke Zero Sugar habe der Absatz im dritten Quartal ein zweistelliges prozentuales Wachstum verzeichnet, berichtet "Market Realist". An der Börse legte die Coca-Cola-Aktie - angetrieben von der positiven Geschäftsentwicklung - im vergangenen Jahr um rund 17 Prozent zu. Analysten bescheinigen dem Getränkekonzern jedoch auch für die Zukunft noch großes Potenzial.

Analyst feiert Neuausrichtung und Preispolitik von Coca-Cola

In der vergangenen Woche zeigte sich Analyst Kaumil Gajrawala von der Schweizer Großbank Credit Suisse voll des Lobes für Coca-Cola. Der Konzern habe sich zu einem besseren Unternehmen gewandelt, das schneller wachse und mehr Geld zur Verfügung habe als jemals zuvor, so die Einschätzung des Analysten. Gajrawala lobte laut dem US-Nachrichtenportal "CNBC" die strukturellen Änderungen bei Coca-Cola, die auch von den Geschäftspartnern des Konzerns gut aufgenommen worden seien, was deren positiven Effekte verstärken würde. Außerdem werde die Preisstrategie des Sodaherstellers ihm noch für Jahre die Preissetzungsmacht sichern, ist sich der Credit-Suisse-Analyst sicher. Coca-Cola hatte zum 1. November 2019 die Preise für Cola, Fanta, Apollinaris und weitere Getränke angehoben, andere Produkte des Konzerns, etwa die Eistees von Fuze und HonestT, blieben von der Preiserhöhung jedoch verschont.

Coca-Cola-Chef James Quincey, der erst seit Mai 2017 an der Spitze des Konzerns steht, habe es geschafft, das Wachstum in Geschäftsbereichen anzukurbeln, die in der Vergangenheit kein oder nur geringes Wachstum geliefert hätten, so Gajrawala weiter. Der Analyst nannte dabei laut "Market Realist" vor allem auch das Geschäft mit den sprudelnden Getränken wie Cola oder Fanta, die viele Menschen als erstes mit dem Konzern assoziieren dürften. Diesem Geschäftsbereich hatte vor allem die Nachfrage nach der umgestalteten Coke Zero Sugar im dritten Quartal zu einem kleinen Wachstum verholfen, aber auch Innovationen wie Coke Energy, das bereits in 25 Regionen verfügbar ist, sorgten für mehr Umsatz. Die stärkere Konzentration auf Segmente mit schnellerem Wachstum innerhalb des Soft-Drink-Bereichs verbessere die Wachstumschancen für Unternehmen und Aktie, so der Experte laut "Seeking Alpha".

Credit Suisse hebt Coca-Cola-Kursziel deutlich an

Kaumil Gajrawala hob das Kursziel für die Coca-Cola-Aktie daher von 54 US-Dollar auf 64 US-Dollar an - das entspricht einem Kurspotenzial von rund 15 Prozent verglichen mit dem NYSE-Schlusskurs vom Freitag - und erhöhte auch sein Rating von "Neutral" auf "Overweight". Er folgte damit mit etwas Verspätung anderen Analysten, die bereits direkt nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen ihre Ratings für Coca-Cola angepasst hatten. So hatte etwa die ebenfalls in der Schweiz ansässige Investmentbank UBS den Getränkekonzern bereits im Oktober von "Neutral" auf "Kaufen" heraufgestuft und das Kursziel auf 63 US-Dollar angehoben. Auch hier sahen die Experten laut "Market Realist" große Wachstumschancen durch Preiserhöhungen und innovative Produkte, sowie Zukäufe und neue Bestrebungen im Franchising-Bereich.

Die Credit Suisse erwartet für Coca-Cola nun auch in den kommenden Jahren weiteres Wachstum bei Umsatz, Marge, Gewinn und Cash-Flow, das die allgemeinen Markterwartungen übertreffen werde. Der Konzern selbst rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem organischen Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Luciano Mortula / Shutterstock.com, Katherine Welles / Shutterstock.com

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24.04.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
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15.02.2019Coca-Cola OutperformRBC Capital Markets
13.02.2019Coca-Cola OutperformRBC Capital Markets
19.11.2018Coca-Cola OutperformRBC Capital Markets
18.10.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
24.07.2019Coca-Cola HoldHSBC
24.04.2019Coca-Cola NeutralUBS AG
24.04.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
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