Umsatz gestiegen

Telefonica-Aktie wenig verändert: Operativ mehr verdient - Deutschland-Tochter O2 schwächelt

24.02.26 11:59 Uhr

Telefonica-Aktie stabil: Operatives Ergebnis steigt - O2 Deutschland schwächelt | finanzen.net

Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat Umsatz und operativen Gewinn im Schlussquartal gesteigert.

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Der Konzern profitierte dabei vom Wachstum in Spanien und Brasilien. An der Börse trat die Aktie wenig verändert bei 3,65 Euro auf der Stelle.

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Der Umsatz stieg im vierten Quartal im Jahresvergleich um 0,7 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde ein Anstieg um zwei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro verbucht, was im Rahmen der Markterwartungen lag. Nicht enthalten sind darin Umstrukturierungskosten aufgrund von Personalabbau in Höhe von 2,1 Milliarden Euro.

Auf Jahressicht fielen Erlös und operativer Gewinn leicht. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe von Unternehmensteilen - sowie die Kapriolen in Venezuela außer Acht gelassen - wären allerdings beide Kennziffern gestiegen.

Der freie Barmittelfluss erreichte im Gesamtjahr rund 2,07 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr soll er nun auf drei Milliarden Euro steigen. Für 2026 erwartet Telefonica auf vergleichbarer Basis ein Wachstum bei Umsatz und operativen Gewinn von 1,5 bis 2,5 Prozent.

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Im Geschäft in Deutschland machte dem Telekomkonzern im vergangenen Jahr indessen der Wegfall seines größten Kunden schwer zu schaffen. So sank der Umsatz im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Euro, wie die Deutschland-Tochter O2 Telefónica in München mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sackte um 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro ab.

Jahrelang hatte sich Konkurrent 1&1 auf dem O2-Netz eingemietet und seine Kunden mit den O2-Antennen verbunden, dafür zahlte 1&1 viel Geld an den etablierten Netzbetreiber. Doch inzwischen ist 1&1 zu Vodafone (Vodafone Group) gewechselt und hat rund zwölf Millionen Kunden auf dessen Netz umgebucht - dadurch bekommt O2 deutlich weniger Geld in die Kasse. O2 hat zwar neue Partner gewonnen, mit denen die große Lücke aber nicht geschlossen werden konnte.

Neben dem 1&1-Effekt begründete O2 die negative Entwicklung mit der Kaufzurückhaltung der Verbraucher, was auch zu schwächeren Geschäften beim Verkauf neuer Smartphones führte. Die Kunden warten länger, bis sie sich ein neues Gerät kaufen.

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Zuversichtlich stimmt O2, dass die Nachfrage im Kerngeschäft - also dem Geschäft mit eigenen Mobilfunk-Kunden - steigt. Im vierten Quartal nahm die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden den Angaben zufolge um 192.000 auf 18 Millionen zu.

"Unser Kundenwachstum unterstreicht ein robustes Kerngeschäft in einem wettbewerbsintensiven Markt", sagte Finanzvorstand Markus Rolle mit Blick auf die Gesamtzahlen. "Die aktuelle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis ist derzeit beeinflusst von temporären Effekten, die wir im späteren Jahresverlauf zunehmend überwinden werden."

Der langjährige O2-Chef Markus Haas musste 2025 seinen Hut nehmen. Vom spanischen Telekommunikationsunternehmen Cellnex wechselte der Deutsch-Spanier Santiago Argelich Hesse zu Jahresbeginn zu O2, der 56 Jahre alte Manager hatte zuletzt bei der polnischen Tochterfirma von Cellnex das Sagen.

/err/wdw/men/jha/

MADRID/MÜNCHEN (dpa-AFX)

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