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03.12.2019 21:03
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Befindet sich die USA im Sinkflug?

Der Abwärtstrend des Euro gegenüber dem US-Dollar verliert an Kraft. Das könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Glaube an die Stärke der US-Wirtschaft schwindet.

Eine Kolumne von Holger Steffen. Der Anlageexperte ist Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der seit Auflage im Dezember 2013 einen Kurszuwachs von 99,8 % verzeichnet hat (Stand 30.11.2019).

Die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar hat zuletzt an Schwung verloren. Das mag auf den ersten Blick überraschen, denn das deutlich robustere Wachstum in Übersee spricht eigentlich für anhaltende Kursgewinne. Aber die Erwartungen an den Märkten scheinen sich in jüngster Zeit etwas verschoben zu haben, und das kommt insbesondere in der Entwicklung der Zinsen zum Ausdruck.

Wachstumsvorsprung wirkt sich aus

Wächst ein Währungsverbund real und nachhaltig deutlich stärker als ein anderer, ist das in der Regel mit Kursgewinnen der Währung verbunden. Beim Verhältnis vom US-Dollar zum Euro war das in den letzten zwei Jahren schön zu beobachten, die amerikanische Devise hat wegen eines Wachstumsvorsprungs deutlich zugelegt. In den letzten Monaten hat der Abwärtstrend des Euro allerdings an Fahrt verloren, bei einem Niveau von 1,10 US-Dollar scheint nun sogar eine Stabilisierung möglich. Angesichts eines US-Wachstums von 2,1 % im dritten Quartal, dem in der Eurozone nur eine Expansion um 1,2 % gegenüberstand, ist dieser Befund zunächst einmal erstaunlich.

Erwartungen ändern sich

Er könnte aber auch zum Ausdruck bringen, dass sich die Erwartungen am Markt zum künftigen Wachstum verschoben haben. Die Anleger könnten entweder mit einem wieder höheren Wachstum in Europa rechnen, oder aber mit einer weiteren Abschwächung in den USA, die stärker ausfällt als auf dem hiesigen Kontinent. Die Zinsentwicklung spricht eher für den letztgenannten Fall. Binnen Jahresfrist hat sich das Marktzinsniveau dies- wie jenseits des Atlantiks deutlich reduziert - aber in den USA noch stärker. Die Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen und 30-jährigen Staatsanleihen ist daher seit Dezember 2018 gefallen. Beides zusammen spricht dafür, dass damit gerechnet wird, dass die Dynamik in den Vereinigten Staaten schwächelt, und zwar stärker als im Euroraum.

Fazit zu Euro

Value-Stars-Deutschland-Index

Die jüngste Entwicklung vom Euro-Dollarkurs könnte in Verbindung mit den Änderungen der Marktzinsen ein Hinweis darauf sein, dass die Konjunktur in Europa in naher Zukunft etwas robuster ist, als in den USA. Das wäre für uns eher überraschend, aber kein schlechter Befund für europäische Aktien.

Der Autor dieser Kolumne, Holger Steffen, ist Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der etwa 20 aus­gewählte Aktien aus dem deutschen Nebenwerte-Segment enthält. Das Portfolio können Anleger im monatlichen Newsletter zum Value-Stars-Index einsehen.

 

Über Holger Steffen

Holger Steffen vom Value-Stars-Deutschland-Index Holger Steffen ist einer der erfahren­sten Nebenwerte-Experten. Mit dem von ihm mitverant­worteten Muster­depot des Anlegerbriefs erzielte er seit Start im Jahr 1999 eine Rendite von 1.701 Prozent, das entspricht einer durch­schnittlichen Rendite von 16,4 Prozent pro Jahr (Stand: 31.12.2018).
Der gelernte Diplom-Kaufmann hat als wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwirtschaft der RWTH Aachen gearbeitet. Seit mehr als 15 Jahren ist Steffen in der Finanzbranche aktiv, sein Schwerpunkt liegt in der Unternehmens- und Kapitalmarktanalyse. Der Analyst hat bereits zahlreiche Studien zu deutschen Nebenwerten verfasst und sich als Buchautor betätigt. Der Anlage­experte ist zudem Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der seit Auflage im Dezember 2013 einen Kurszuwachs von 99,8 % verzeichnet hat (Stand 30.11.2019).

Hinweis zu möglichen Interessenkonflikten (§34b WpHG):

Der Autor hält über eine Gesellschaft Geschäftsanteile an der Anlegerbrief Research GmbH, die ein entgeltliches Beratungsmandat für den Value-Stars-Deutschland-Index hat. Darüber hinaus können hinsichtlich der in dieser Finanzanalyse genannten Aktien grundsätzlich folgende Interessen­konflikte vorliegen (zutreffendes gefettet):

  • Der Autor oder ein Mitautor halten direkt oder indirekt folgende in diesem Artikel analysierte Aktien: - (keine)
  • Der von der Anlegerbrief Research GmbH herausgegebene Börsenbrief "Der Anlegerbrief" hält folgende in diesem Artikel analysierte Aktien in seinen Modellportfolios: - (keine)
  • In einem Zertifikat auf den Value-Stars-Deutschland-Index (ISIN DE000LS8VSD9) sind folgende in diesem Artikel analysierte Aktien enthalten: - (keine)

Weitere Hinweise:

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regress­ansprüche aus.
Die finanzen.net GmbH unterhält geschäftliche Verbindungen zur Anlegerbrief Research GmbH, dem Berater des Referenz­portfolios, und partizipiert an den Einnahmen aus der Verwaltungs­gebühr und der erfolgs­abhängigen Gebühr des Endlos-Zertifikats auf den Value-Stars-Deutschland-Index (WKN LS8VSD).

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