15.05.2021 08:08

Kryptodämmerung: Gezeitenwechsel bei Bitcoin?

Dominanz des Bitoin sinkt: Kryptodämmerung: Gezeitenwechsel bei Bitcoin? | Nachricht | finanzen.net
Dominanz des Bitoin sinkt
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Digitalwährungen » Die zweitgrößte Cyberdevise Ether macht dem Bitcoin den Rang streitig. Der Markt könnte vor einer Trendwende stehen.
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€uro am Sonntag

von Wolfgang Ehrensberger, €uro am Sonntag

Die zweitgrößte Cyber­devise Ether hat die Marke von 4.000 Dollar übersprungen - nur wenige Tage nachdem die 3.000er-­Linie geknackt war. Ether ist seit Jahresbeginn auch um das Vier- bis Fünffache schneller gewachsen als die digitale Leitwährung Bitcoin. Der kommt zwar mit 1,1 Billionen Dollar noch immer auf fast dreimal mehr Marktwert, doch die Dominanz des Bitcoin unter den Kryptowährungen sinkt. Machte er zum Jahreswechsel noch zwei Drittel des Marktwerts aller Cyberdevisen aus, von denen es inzwischen knapp 1.000 geben soll, ist es jetzt weniger als die Hälfte.

"Anleger sehen offensichtlich viel Potenzial bei Währungen aus der zweiten und dritten Reihe wie Ether", erläutert Kryptoexperte Timo Emden. Die Investoren setzten zudem auch bei Kryptowährungen immer stärker auf Diversifikation. Darüber hinaus zieht der Markt Analysten zufolge immer mehr institutionelle Anleger an. Und die sind offenbar insbesondere an den technischen Anwendungsmöglichkeiten von Ether interessiert - denn gerade darin unterscheidet er sich von Bitcoin. "Der Bitcoin fungiert als Wertspeicher für Anleger, während hinter dem Netzwerk Ethereum (mit der Währung Ether) ganz konkrete Anwendungen stehen", sagt Emden. Es ist eine Plattform, auf der verschiedens­te Finanzanwendungen laufen können - Kreditgeschäf­te und andere Bankdienstleistungen. Aber auch Ether bekommt Konkurrenz von anderen, alternativen Digitalwährungen ("Altcoins"), die das strom­intensive und eher langsame Ethereum ablösen wollen.

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Bitcoin als Ankerwährung

Emden zufolge könnte Ether dem Bitcoin zwar hinsichtlich des Marktwerts durchaus nahekommen, der Konkurrent werde ihm aber wohl kaum den Rang ablaufen. Seine Funktion als Basiswährung im Kryptosegment könnte Bitcoin allein schon aufgrund seiner Historie verteidigen. Nach Emdens Ansicht stärkt der Ether-Boom zwar das Vertrauen in sämt­liche Assets, die direkt mit der Ethereum-­Blockchain verbunden sind, allerdings zögen fulminante Kurs­höhen im Gegenzug sehr spekulative Investoren an. "Ein zu ­rasantes Wachstum der Krypto­währung könnte am Ende des Tages zu Kursverwerfungen führen", glaubt Emden.

Besonders ausgeprägt ist das Auf und Ab bei der Cyberdevise Dogecoin. Die war ursprünglich als Parodie auf den Bitcoin gedacht und hat sich ihrerseits mit astronomischen Zuwachsraten innerhalb kurzer Zeit zur viertgrößten Kryptowährung mit einer Marktkapitalisierung von über 80 Milliarden Dollar ent­wickelt. Vor allem Tesla-Chef Elon Musk hat den Dogecoin-­Kurs immer wieder nach oben oder nach unten getrieben. Am Wochenende schickte er die Währung mal wieder talwärts mit der Bemerkung, der Dogecoin sei "Abzocke".







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Bildquellen: r.classen / Shutterstock.com
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