Fed im Fokus

Deshalb fällt der Euro zum Dollar

29.01.26 17:21 Uhr

Euro-Dollar-Kurs: Warum der Euro zum Dollar fällt | finanzen.net

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag merklich nachgegeben.

Werte in diesem Artikel
Devisen

8,3065 CNY -0,0006 CNY -0,01%

0,8666 GBP 0,0005 GBP 0,06%

9,3318 HKD 0,0034 HKD 0,04%

182,8400 JPY -0,6000 JPY -0,33%

1,1955 USD -0,0003 USD -0,02%

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1930 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch knapp unter 1,20 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1968 (Mittwoch: 1,1974) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8355 (0,8351) Euro. Am Dienstag hatte der Euro noch mit 1,2081 Dollar den höchsten Stand seit dem Jahr 2021 erreicht.

Der Euro wurde durch die hohe Verunsicherung an den Märkten belastet. So gaben auch die Aktien- und Rohstoffmärkte deutlich nach. US-Außenminister Marco Rubio hat dem Iran mit einem militärischen Präventivschlag gedroht, falls die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. "Wenn wir Hinweise darauf haben, dass tatsächlich ein Angriff auf unsere Truppen in der Region bevorsteht, handeln wir zur Verteidigung unseres Personals in der Region", sagte Rubio während einer Senatsanhörung am Mittwoch (Ortszeit). Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte unterdessen US-Präsident Donald Trump vor den Folgen eines Angriffs.

Auch schwache Daten des Softwarekonzerns Microsoft sorgten für Verunsicherung. So rutschten die Titel des Softwareriesen im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai 2025. Der Dollar wird offenbar als sicherer Hafen gesucht. Gestützt wurde der Dollar zudem durch robuste Auftragseingänge aus den USA.

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sorgte am Devisenmarkt nicht für stärkere Kursbewegungen. Die Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet nicht weiter gesenkt und in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Zudem hat die Fed keine klaren Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinssenkung gegeben.

Nach Einschätzung von Experten der Dekabank haben die US-Währungshüter die wirtschaftliche Entwicklung des Landes etwas positiver bewertet. Außerdem gehe aus der Stellungnahme der Notenbank zur Zinsentscheidung hervor, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt etwas besser eingeschätzt werde.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8662 (0,8685) britische Pfund, 183,48 (182,76) japanische Yen und 0,9182 (0,9188) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.174 Dollar. Das waren etwa 240 Dollar weniger als am Vortag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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