01.12.2022 11:15

Nach Pleite der Kryptobörse FTX: Sam Bankman-Fried weist Betrugsvorwürfe zurück

Krypto-Crash: Nach Pleite der Kryptobörse FTX: Sam Bankman-Fried weist Betrugsvorwürfe zurück | Nachricht | finanzen.net
Krypto-Crash
Folgen
Der Gründer der insolventen Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, hat sich nach dem spektakulären Zusammenbruch seines Firmenimperiums gegen Täuschungsvorwürfe verteidigt.
Werbung
"Ich habe nie versucht, Betrug an jemandem zu begehen", sagte der 30-jährige US-Unternehmer am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Konferenz in New York. Zugeschaltet aus den Bahamas, wo seine Handelsplattform für Digitalwährungen wie Bitcoin ihren Hauptsitz hatte, erklärte Bankman-Fried: "Ich sah es als florierendes Geschäft und war schockiert davon, was diesen Monat passiert ist." Im Nachhinein schäme er sich. "Wir haben komplett versagt", sagte Bankman-Fried mit Blick auf die milliardenschweren Risiken seines Krypto-Konzerns.

FTX - einer der größten Handelsplätze für Kryptowährungen - war vor rund drei Wochen nach enormen Mittelabflüssen binnen weniger Tage kollabiert. Milliarden an Kundengeldern konnten nicht ausgezahlt werden. Bankman-Fried, der in der Kryptobranche oft nur SBF genannt wird, gab am 11. November seinen Rücktritt bekannt und beantragte im US-Bundesstaat Delaware Insolvenz für den Konzern. Der neue FTX-Chef John Ray, der die Führung im Zuge des Konkursverfahrens übernahm, kritisierte seinen Vorgänger scharf: "Noch nie in meiner Karriere habe ich solch ein komplettes Versagen an Unternehmenskontrolle und so einen Mangel an vertrauenswürdigen Finanzinformationen erlebt."

Werbung
und andere Kryptos mit Hebel via CFD handeln (long und short)
und andere Kryptowährungen haben zuletzt deutlich korrigiert. Handeln Sie Kryptos wie Bitcoin oder Ethereum mit Hebel bei Plus500 und partizipieren Sie an steigenden wie fallenden Notierungen.
Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

In den USA laufen Ermittlungen und Sammelklagen gegen Bankman-Fried. Er beteuert, dass FTX genug Geld habe, Kunden dort auszuzahlen. "Die US-Plattform ist vollkommen solvent", sagte er am Mittwoch. Auf die Frage, warum er noch auf den Bahamas sei und ob er sich angesichts der prekären rechtlichen Lage noch in die USA traue, erwiderte Bankman-Fried lediglich, dass er bereits im vergangenen Jahr auf der Karibikinsel gelebt habe. Von seinem eigenen Vermögen sei nach dem FTX-Kollaps nicht mehr viel übrig. Er habe nur noch ein Bankkonto, auf dem rund 100 000 Dollar seien. Vor der Pleite taxierten Forbes und Bloomberg sein Vermögen zeitweise auf über 26 Milliarden Dollar.

/hbr/DP/zb

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: T. Schneider / Shutterstock.com
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,0869-0,0002
-0,01
Japanischer Yen141,65000,5000
0,35
Pfundkurs0,8770-0,0009
-0,10
Schweizer Franken1,00110,0000
0,00
Russischer Rubel75,8314-0,0303
-0,04
Bitcoin21377,9510208,0617
0,98
Chinesischer Yuan7,3729-0,0011
-0,01
Werbung

Heute im Fokus

Berichtssaison nimmt Fahrt auf: DAX geht kaum verändert ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Plus -- Intel erleidet Gewinn- und Umsatzeinbruch -- Visa, Chevron, Mercedes-Benz, LVMH im Fokus

Ford ruft rund 462.000 Autos wegen mangelhafter Kameras zurück. Großaktionär stoppt Gespräche über Anteilsverkauf an PNE. Siemens Energy-Aktie: Wasserstoffallianz zwischen Deutschland und Australien. Schwelender Handelsstreit mit den USA: China hat den Ton verschärft. Lufthansa und Rom unterschreiben Absichtserklärung für Ita-Einstieg - Überprüfung von Firmensitz.

Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

In Deutschland wird über eine mögliche Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine diskutiert. Wie ist Ihre Meinung dazu?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln