finanzen.net
05.09.2018 09:28
Bewerten
(0)

Die Ketten der Blockchain

Vermögensverwalter-Kolumne: Die Ketten der Blockchain | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne
DRUCKEN
Was sind Kryptowährungen eigentlich? Tatsächlich Währungen, mit denen Geschäfte abgewickelt und im Zweifel Brötchen gekauft werden? Oder eine neue Anlageklasse, mithin also Objekte der Spekulation? Was auch immer sie sind: Geld verdienen lässt sich in jedem Fall mit der zugrundeliegenden Technologie.
Bitcoin ist die bekannteste der mittlerweile fast 1900 Kryptowährungen. Über ihren Kursverlauf wird immer wieder einmal berichtet, vor allem wenn es zu steilen Anstiegen oder starken Abstürzen kommt. Und das liefert die Währung ja auch: Von Null auf fast 20.000 Dollar pro Bitcoin, wieder zurück auf 6.000 Dollar und jetzt bei rund 7.200 Dollar stehend. Achterbahn pur. Und Risiko pur, wie mancher sagt. Dabei werden zwei Dinge vergessen: Zum einen steht der Bitcoin heute immer noch deutlich höher als bei seinem Start. Wer also früh dabei war, hat großartig verdient. Zum anderen aber: es gibt ihn immer noch.
Anzeige
Jetzt Devisen mit bis zu Hebel 30 handeln
Handeln Sie mit Devisen mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Mit nur 100,00 € können Sie von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital profitieren!
80,6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Viele hatten die Kryptowährung schon tot gesehen. Es sollte nur eine Frage der Zeit sein, wann die Notenbanken dem Kunstgeld den Hahn abdrehen würden, durch Regulierung oder Verbot. Was auch kein Wunder wäre, denn wer lässt sich schon gerne in sein Kerngeschäft funken? Als die Kryptowährung aufkam konnte gelegentlich in Szene-Kneipen damit gezahlt werden, auch der ein oder andere Online-Händler akzeptierte Bitcoin. Wichtiger aber war immer die Geldaufbewahrungsfunktion: Bitcoin ließen sich in Dollar oder Euro tauschen, konnten aber bis dahin rein virtuell gehandelt und verwahrt werden, ohne dass jemand es mitbekam. Der Bitcoin war also tatsächlich so etwas wie eine Währung.

Dieser Aspekt tritt heute sehr in den Hintergrund. Kryptowährungen sind Spekulationsobjekte geworden oder sagen wir es positiver: eine eigene Asset-Klasse. Deshalb bereiten sie den Notenbanken auch wesentlich weniger Kopfschmerzen, steht doch ihr Geld nicht mehr in Frage. Warum also verbieten, womit man handeln kann?

Nun sind Kryptowährungen aber eigentlich gar nichts wert. Es sind Daten, virtuelle Luftnummern, die da in Wallets verwahrt und auf oft dubiosen Plattformen ausgetauscht werden. Der Glaube an ihren Wert bestimmt ihren Kurs. Welch absurde Blüten das treibt sieht man daran, dass manch Analyst sich bereits bemüßigt fühlt, die Kosten des Stromverbrauchs, der zum Erschaffen eines Bitcoins von Rechnern benötigt wird, als "wahren" Wert anzusetzen. Er liegt übrigens bei mehr als 1.000 Dollar, heißt es.

So sind Kryptowährungen auch nur die eine Seite eines zukünftigen Handels. Denn die zugrundeliegende Technologie, die Blockchain, ermöglicht es, ohne teure Dritte direkte Geschäfte zwischen Menschen, Unternehmen oder auch Künstlichen Intelligenzen abzuschließen. Statt virtueller Währungen können ganze Immobilien oder auch Unternehmen in kleine Stücke, Token genannt, aufgeteilt und gehandelt werden. Token sind dann die Aktien der virtuellen Welt und werden per Blockchain schnell und transparent gehandelt.

Immer mehr Branchen setzen auf die Technologie. Und noch bevor es soweit ist, können Anleger mit den Unternehmen profitieren, die die notwendige Infrastruktur aufbauen. Dazu gehören die großen wie Amazon oder Microsoft aber auch eine wachsende Zahl neuer Firmen, die entweder börsennotiert sind oder vielleicht sogar als Token gehandelt werden. Zum Einstieg wird nicht geklingelt.

Von Uwe Zimmer, Geschäftsführer Fundamental Capital GmbH, Köln

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.v-bank.com.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Alexander Yakimo / Shutterstock.com, Westend61 / Getty Images

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1295-0,0062
-0,54
Japanischer Yen128,1400-0,9200
-0,71
Pfundkurs0,89940,0027
0,30
Schweizer Franken1,1258-0,0032
-0,28
Russischer Rubel75,33000,0026
0,00
Bitcoin2909,6599-18,3401
-0,63
Chinesischer Yuan7,8025-0,0208
-0,27

Heute im Fokus

DAX deutlich leichter -- Wall Street im Minus -- China setzt Zölle auf Autoimporte aus den USA aus -- Scout24 prüft wohl Börsenrückzug -- Merck & Co, LEONI, Apple, ISRA VISION im Fokus

Wirtschaftsminister Altmaier erwartet 2019 keinen Konjunktureinbruch. Briten sollen künftig sieben Euro für visafreie Reisen in EU zahlen. Südzucker-Tochter CropEnergies erhöht die Prognose. Ausblick treibt die Anleger von Dr. Hönle in die Flucht. BMW-, VW- und Daimler-Aktien unter Druck infolge schwacher EU-Absatzzahlen. Bundesbank senkt BIP-Prognosen und sieht weiter Hochkonjunktur.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Top-Rankings

KW 50: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 50: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Die Performance der TecDAX-Werte in KW 49 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?

Umfrage

Die Bahn hat den Fernverkehr am Montag wegen eines Warnstreiks bundesweit eingestellt. Haben Sie Verständnis für das Verhalten der Gewerkschaft EVG?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Saint-Gobain S.A. (Compagnie de Saint-Gobain)872087
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Amazon906866
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
GAZPROM903276
Aurora Cannabis IncA12GS7
BASFBASF11
Wirecard AG747206
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Steinhoff International N.V.A14XB9
Scout24 AGA12DM8
TeslaA1CX3T
Allianz840400