24.01.2023 23:32

Blockchain-Projekte 2022: Diese Kryptowährung verzeichnete mehr Entwickleraktivität als alle anderen

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Trotz des Krypto-Bärenmarkts in 2022 gab es bei Krypto-Unternehmen auch im letzten Jahr zahlreiche Entwicklungen. Es wurden Upgrades durchgeführt, Innovationen vorangebracht und Maßnahmen ergriffen, um die Performance weiter zu steigern. Ein Blockchain-Projekt stellte dabei in Sachen Entwickleraktivität alle anderen in den Schatten.
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• 2022 mit vielen Herausforderungen für Krypto-Unternehmen
• Cardano liegt bei Entwickleraktivität ganz vorn
• Blockchain-Projekte mit zahlreichen weiteren Upgrades in 2023

Das Jahr 2022 hielt für den Krypto-Markt diverse Herausforderungen bereit. Neben der sich allgemein eintrübenden Stimmung erschütterten zahlreiche Skandale den Krypto-Markt. Für die meisten Schlagzeilen dürfte das Debakel rund um die Krypto-Börse FTX gesorgt haben, dessen Auswirkungen noch immer deutlich spürbar sind. Dies hat auch die Kurse der Cyberdevisen tief ins Minus gezogen. Deutlich abzulesen ist dies an der Performance der bekanntesten und nach Marktkapitalisierung größten Digitaldevise Bitcoin. So büßte die Münze 2022 mehr als 64 Prozent an Wert ein.

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Krypto-Enthusiasten sind mittlerweile jedoch Kummer gewöhnt, kommt es am Krypto-Markt doch immer wieder zu großen Schwankungen. Der Kursverfall bei den Cyberdevisen bedeutet jedoch nicht, dass Krypto-Unternehmen den Kopf in den Sand stecken. Ganz im Gegenteil - so wurden auch 2022 zahlreiche Upgrades bei unterschiedlichsten Blockchain-Projekten durchgeführt, Leistungen verbessert und alles versucht, um die Adoption von Kryptowährungen in den Mainstream auch weiter voranzutreiben. Welches Krypto-Unternehmen dabei die meiste Entwickleraktivität verzeichnete, hat die Analyseplattform Santiment mithilfe von Daten des Entwicklerportals Github herausgefunden.

Cardano auf Rang 1

An erster Stelle mit insgesamt 2.434 Github-Einträgen steht in Sachen Entwickleraktivität die Kryptowährung Cardano. Damit holt sich das Blockchain-Projekt aus der Feder von Charles Hoskinson erneut die Goldmedaille. Dass 2022 viele Entwickler an Cardano arbeiteten, ist laut BTC-Echo auch der Tatsache geschuldet, dass sich das Krypto-Unternehmen eine ambitionierte Roadmap gesetzt hat. Die wichtigste Veränderung der Cardano Blockchain im letzten Jahr war sicherlich die Vasil Hard Fork, die im September durchgeführt wurde und die eine Verbesserung der Smart Contracts-Fähigkeiten mithilfe des Plutus-Scripts ermöglichen sollte. Laut dem Cardano-Gründer sind jedoch auch für 2023 zahlreiche Neuerungen geplant, wie der Krypto-Enthusiast auf Twitter verkündete. So steht das neue Update der Blockchain, CIP 1694 oder auch Voltaire-Upgrade, schon in den Startlöchern und soll die Cardano Community weiter stützen. Noch muss über eine Umsetzung des Upgrades jedoch final entschieden werden. Hoskinson zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass es dazu führen würde, dass "Millionen Menschen für Wachstum und Verwendbarkeit zusammenarbeiten".

Polkadot holt sich Silber

Gleich hinter Cardano folgt im Ranking der größten Entwickleraktivität 2022 das Blockchain-Projekt Polkadot mit 2.065 Github-Einträgen. Trotz der negativen Entwicklung des DOT-Kurses in 2022, gibt es keine Ruhepausen für das von der Web3 Foundation gegründete Open-Source-Projekt. Wie das Unternehmen in einem Blogartikel schreibt, sind 2022 viele Meilensteine erreicht worden. So sei Polkadot "seit dem Launch von Parachains Ende 2021 zum größten und vielfältigsten Ökosystem für speziell entwickelte Layer-1-Blockchain und -Apps geworden, welches als einziges durch einen gemeinsamen, netzwerkweiten Validator-Satz gesichert ist und von einer sicheren, vertrauenswürdigen Cross-Chain-Interoperabilität profitiert." Darüber hinaus habe Polkadot 2022 weitere Fortschritte auf dem Weg hin zu wahrer Dezentralität gemacht.

Auch für das Jahr 2023 hat sich die Web3-Plattform viel vorgenommen. So nennt Polkadot in einem Blogeintrag zu den Zielen im neuen Jahr insbesondere das Upgrade "Asynchronous Backing" als wichtigen Schwerpunkt, um die Skalierbarkeit des Blockchain-Ökosystems und die Transaktionsgeschwindigkeit zu verbessern. Darüber hinaus setzt sich das Krypto-Unternehmen zum Ziel, dass es für Anwender so leicht wie möglich werden soll, im Polkadot-Ökosystem zu bauen. So soll das Entwickler-Erlebnis auf allen Stack-Leveln verbessert werden. Dies soll mithilfe von sogenannten Parathreads geschehen, wobei es sich laut dem Krypto-Unternehmen um "Pay-As-You-Go-Parachains" handelt. Der Launch ist für das erste oder zweite Quartal 2023 geplant.

Cosmos auf Rang 3

Auf dem dritten Platz in Sachen Entwickleraktivität 2022 landet laut Santiment mit 1.622 Github-Einträgen das Cosmos-Netzwerk, zu welchem der ATOM-Token gehört. Ziel des Projekts ist es, die Interoperabilität zwischen Blockchains zu ermöglichen, sodass unterschiedliche Blockchain-Projekte mit demselben Protokoll arbeiten können. Dabei hat Cosmos insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2022 mehr Entwickleraktivität verzeichnet, was laut BTC-Echo an dem Upgrade "Interchain Security" liegen dürfte, welches für den Januar 2023 anberaumt ist. Bei dem Upgrade handelt es sich um ein neues Sicherheitsmodell, das dem Cosmos-Ökosystem hinzugefügt werden soll. Ziel ist es dabei, dass der Prozess eines Blockchain-Starts vereinfacht und besser zugänglich gemacht wird.

Natürlich sagt die Entwickleraktivität nicht zwingend etwas über die Kursentwicklung einer Kryptowährung aus. Schließlich hat Cardano 2022 mehr als 81 Prozent an Wert eingebüßt. Dennoch spricht die Entwicklertätigkeit dafür, dass ein Blockchain-Projekt genug Menschen begeistert, die an das weitere Bestehen und die Weiterentwicklung des Projekts glauben und dieses vorantreiben wollen. Mit weiterer Innovation steigt dann auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein solches Projekt auch längerfristig bewährt. Gibt es hingegen kaum Beteiligung von Entwicklern, lasse dies darauf schließen, dass das Krypto-Unterfangen wahrscheinlich keine lange Lebensspanne innehat, schreibt BTC-Echo. Cardano, Polkadot und Cosmos scheinen langfristig demnach gute Karten zu haben.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Stanislav Duben / Shutterstock.com, Wit Olszewski / Shutterstock.com
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