Studie zeigt: KI löst Suchmaschinen als Shopping-Berater ab

Immer mehr Verbraucher lassen Google & Co. links liegen: Eine neue Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen KI-Nutzer beim Online-Shopping zuerst ChatGPT & Co. befragt. Besonders Reisen und Technik stehen dabei im Fokus - während klassische Suchmaschinen und ihre Werbemodelle an Bedeutung verlieren.
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KI statt Google & Co. - Studie zeigt Verhaltenswandel
Immer häufiger ersetzen Verbraucher klassische Suchmaschinen durch Künstliche Intelligenz, wenn es um die Produktsuche geht. Eine Studie des Marktforschungsinstituts Norstat im Auftrag der Investmentgesellschaft Verdane zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen KI-Nutzer beim Online-Shopping zumindest manchmal ChatGPT & Co. befragt, berichtete die dpa. Drei Prozent greifen dabei ausschließlich auf KI-Tools zurück, 14 Prozent nutzen sie meistens und weitere 35 Prozent zumindest gelegentlich. Besonders eindrucksvoll ist die Dynamik auf europäischer Ebene: Laut Unternehmer.de vervierfachte sich beim Shopping die Zahl der ChatGPT-Suchanfragen in der EU allein im vergangenen Quartal auf inzwischen 41 Millionen monatliche Nutzer.
Große Unterschiede nach Produktkategorien
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den einzelnen Produktkategorien. Besonders häufig kommt KI bei Reisebuchungen zum Einsatz: Rund ein Drittel der Befragten verlässt sich hier bereits auf digitale Assistenten. Auch beim Kauf von Unterhaltungselektronik sowie bei Handwerks- und Hobbyprodukten ist der Anteil mit 22 beziehungsweise 20 Prozent bemerkenswert hoch. Software und digitale Abonnements erreichen immerhin noch 19 Prozent. Ganz anders sieht es in klassischen Konsumbereichen aus: Mode und Bekleidung spielen mit 13 Prozent eine deutlich geringere Rolle, Kosmetik liegt bei 12 Prozent und der Immobilienbereich mit 7 Prozent ist fast am Ende der Skala. Diese Unterschiede verdeutlichen, dass Konsumenten vor allem bei komplexeren oder erklärungsbedürftigen Produkten auf KI setzen, während bei alltäglichen Einkäufen oft noch traditionelle Suchwege genutzt werden, wie die dpa berichtet.
Deutschland hinkt beim Shopping hinterher - Jobnutzung vorn
Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland bei der privaten Nutzung von KI im Online-Shopping hinterher. Während in anderen Ländern deutlich häufiger digitale Assistenten für Kaufentscheidungen genutzt werden, greifen deutsche Verbraucher noch zurückhaltender zu. Ganz anders fällt das Bild jedoch im Berufsleben aus: Hier setzen rund 50 Prozent der Befragten in Deutschland KI-Tools täglich oder mehrmals pro Woche ein - und etwa die Hälfte berichtet, die Technologie in den vergangenen sechs Monaten deutlich häufiger verwendet zu haben, wie die dpa hervorhebt.
ChatGPT dominiert klar vor Gemini und Copilot
ChatGPT liegt mit weitem Vorsprung an der Spitze: 86 Prozent der Befragten nutzen den Chatbot von OpenAI regelmäßig, so die dpa. Weit dahinter folgen Googles Gemini mit 26 Prozent und Microsoft Copilot mit 20 Prozent. Der chinesische Anbieter DeepSeek, in Fachkreisen teils intensiv diskutiert, spielt im Alltag der Verbraucher dagegen praktisch keine Rolle.
Konsequenzen für Handel und Werbung
Für Händler und Hersteller hat der Wandel gravierende Folgen. Klassische Pay-per-Click-Kampagnen auf Google oder Facebook verlieren zunehmend ihre Wirkung, da Konsumenten Produktempfehlungen immer öfter direkt von KI-Assistenten beziehen. Die Customer Journey entwickelt sich dadurch weg von einer linearen Abfolge hin zu dynamischen, KI-vermittelten Interaktionen. Marken stehen deshalb vor der Herausforderung, neue Wege zu finden, um in den Empfehlungen der Systeme sichtbar zu bleiben, erläutert Unternehmer.de.
Redaktion finanzen.net
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