Gold und Rohöl

Gold: Charttechnische Widerstände wachsen

27.09.16 15:20 Uhr

Gold: Charttechnische Widerstände wachsen | finanzen.net

Wieder einmal scheiterte das gelbe Edelmetall am nachhaltigen Überwinden der Marke von 1.340 Dollar.

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von Jörg Bernhard

Sorgen muss man sich aus charttechnischer Sicht dennoch nicht machen, schließlich befinden sich 100- wie 200-Tage-Linie weiterhin klar im Aufwärtstrend. Ungemach würde hingegen im Bereich von 1.300 Dollar drohen, da in diesem Fall mit dem Unterschreiten der 100-Tage-Linie ein Verkaufssignal ausgelöst wäre. Außerdem verläuft hier eine wichtige Unterstützung. Gespannt darf man aber auch auf den morgigen Bundestagsbesuch von EZB-Chef Mario Draghi sein. Dass die Geldpolitik des Italieners innerhalb der deutschen Politik viele Widersacher hat, ist bekannt und dürfte für lebhafte Diskussionen sorgen.

Am Dienstagnachmittag zeigte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.10 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 11,80 auf 1.332,30 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Deutlich negative Vorzeichen

Derzeit wird an den Energiemärkten vor allem über die Entwicklung des Angebots heftig diskutiert. Nach Börsenschluss in den USA könnte daher auf kurze Sicht der erwartete Wochenbericht des American Petroleum Institute neue Impulse generieren. Weniger diskussionswürdig scheint die Nachfrageseite. Dies könnte sich aber ändern, falls sich in China das Nachfragewachstum markant abschwächen sollte. Derzeit bauen die Chinesen aufgrund des niedrigen Ölpreises ihre strategischen Lagerreserven massiv aus. Der tatsächliche Verbrauch entwickelt sich deutlich weniger dynamisch. Sollte das Aufstocken der Ölbestände - aus welchen Gründen auch immer - ins Stocken geraten, droht dem fossilen Energieträger erhebliches Ungemach.

Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 15.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,34 auf 44,59 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,36 auf 45,99 Dollar zurückfiel.

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