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13.01.2019 10:00
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CO2-Zertifikate: Auf dem Sprung

Euro am Sonntag-Klimaschutz: CO2-Zertifikate: Auf dem Sprung | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Klimaschutz
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Der Preis für Emissionsrechte hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Warum die CO2-Zertifikate noch teurer werden könnten.
€uro am Sonntag
von Julia Groß, Euro am Sonntag

Zum Abschluss sprang Michael Kurtyka über den Konferenztisch in die applaudierende Menge. Die Erleichterung war nicht nur beim Präsidenten der Klimakonferenz in Kattowitz spürbar, nachdem die Teilnehmer aus 200 Nationen im Dezember äußerst zähe Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen hatten.
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Dabei ist gar nicht so leicht zu verstehen, was da eigentlich gefeiert wurde. Es gab keinen Beschluss neuer Klimaziele, und die Welt ist von einer Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad genauso weit entfernt wie vor Kattowitz. Stattdessen einigten sich die Vertreter auf ein "Regelwerk". Darin stehen auf 156 Seiten sozusagen die Verwaltungsvorschriften für die Umsetzung des Klimaakkords von Paris.


Unter anderem legt die Vereinbarung einheitliche Methoden und Standards fest, nach denen alle Länder ihre CO2-Emissionen ab 2024 messen und dokumentieren werden. Dass es hier keine Extrawurst für Schwellenländer wie China und Indien gibt, gilt in der schwierigen Klimadiplomatie als großer Erfolg.

Für Rohstoffanleger heißt das zunächst einmal, dass alles bleibt, wie es ist: Die Weltgemeinschaft zieht im Grundsatz, wenn auch sehr langsam, weiter an einem Strang, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Das EU-Emissionshandelssystem wird Bestand haben. Es ist durch die Beschlüsse sogar wahrscheinlicher geworden, dass bei der Verknappung der CO2-Zertifikate, die den Markt zum Umstieg auf saubere Energie drängen soll, in Zukunft die Schrauben noch mehr angezogen werden.

Angebot schrumpft deutlich

Welche Wirkung das entfalten kann, hat 2018 bereits der Preisanstieg von acht auf über 20 Euro pro Tonne CO2 angedeutet. Auslöser dafür war, dass ab 2019 ein erheblicher Teil der Emissionszertifikate in eine "Marktstabilitätsreserve" überführt wird. Das Angebot schrumpft deshalb deutlich, nach Angaben der Analysefirma Carbon Tracker von Zertifikaten für 1,7 Milliarden Tonnen CO2 2018 auf Papiere für 750 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2023. Carbon Tracker rechnet wegen der Verknappung für 2019 mit einem Anstieg des Preises für Emissionsrechte auf 35 Euro pro Tonne, 2020/21 sollen die Zertifikate 40 Euro pro Tonne kosten.

Aktuell sorgt zusätzlich der Brexit für Rückenwind. Großbritannien wird im ersten Quartal aufgrund der unklaren Austrittssituation keine Zertifikate ausgeben. Kommt es zum harten Brexit, fliegen die Briten ganz aus dem Handelssystem. Die Bank Berenberg hält daher kurzfristig sogar einen Sprung auf 30 Euro pro Tonne möglich. Ein Tracker-Zertifikat der Commerzbank (ISIN: DE 000 DR1 WBM 0) vollzieht die Preisentwicklung eins zu eins nach. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Preis für Emissionsrechte stark schwankt.






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Bildquellen: Claudia Otte/Fotolia, IM_photo / Shutterstock.com

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