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23.11.2018 15:00
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Branchenzertifikate: Wie Anleger sich reich beschenken können

Euro am Sonntag-Zerti-Tipp: Branchenzertifikate: Wie Anleger sich reich beschenken können | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Zerti-Tipp
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Vor Weihnachten brummt das Geschäft der Händler und Spieleanbieter. Zertifikate eröffnen die Möglichkeit, daran mitzuverdienen.
€uro am Sonntag
von Emmeran Eder, Euro am Sonntag

Das Fest der Liebe rückt näher. Immer zum Weihnachtsfest öffnen sich die Herzen und die Geldbörsen der Deutschen. 472 Euro wollen sie im Mittel in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke laut Handelsverband Deutschland (HDE) ausgeben. Das sind 1,4 Prozent mehr als 2017 - in Summe erstmals mehr als 100 Milliarden Euro. Im November und Dezember liegen die Erlöse im Handel wegen des Christfestes regelmäßig um 15 bis 20 Prozent über dem Schnitt der übrigen Monate.


Im restlichen Europa ist die Entwicklung ähnlich, da auch dort die Wirtschaft gut läuft. In Spanien und Österreich wollen Konsumenten nach einer Umfrage der Beratungsfirma Deloitte sogar noch mehr für Geschenke aus­geben. In der Weihnachtszeit profitiert auch der klassische Handel davon.

Festtagsstimmung hilft Läden

Während die Läden sonst immer mehr Umsätze an den Onlinehandel verlieren, schätzen Verbraucher im Advent die Stimmung in den Innenstädten, die dem Internet-Shopping abgeht. "Beim Geschenkekauf geht es vielen Menschen um das sinnliche Einkaufserlebnis. Da ist der stationäre Handel klar im Vorteil", sagt Thomas Harms, Leiter Con­sumer Products & Retail bei der Unternehmensberatung EY.

Aber auch auf das Gesamtjahr bezogen werde der Umsatz im Einzelhandel 2018 hierzulande um zwei Prozent zum Vorjahr auf 523 Milliarden Euro steigen, prognostiziert der HDE. Europaweit sind die Vorhersagen ähnlich.



Anleger können davon durch eine Investition in den Index Euro Stoxx Retail partizipieren. Auf ihn bietet die Unicredit ein Indexzertifikat an. Es enthält die zwölf größten Firmen des Einzelhandelssektors in der Eurozone. Dazu zählen die Supermarktketten Delhaize aus Belgien und Carrefour aus Frankreich sowie die Modekonzerne Kering aus Frankreich und Inditex aus Spanien. Vertreten sind zudem Metro und Zalando. Das Barometer nimmt offenbar das Weihnachtsgeschäft schon vorweg und ist seit Mitte Oktober gegen den Trend an den Börsen von 770 auf 830 Punkte gestiegen. Diese Aufwärtsbewegung sollte sich vorerst fortsetzen.

Auf das Währungsrisiko achten

Gleichfalls vom Weihnachtsgeschäft profitieren sollte der Sektor für Pflege- und Haushaltsprodukte sowie Genussmittel. Etwa 20 Prozent der Weihnachtsausgaben der Haushalte entfallen da­rauf. Mit dem Branchenzertifikat der Unicredit auf den Index Stoxx Europe 600 Personal & Household Goods setzen Anleger auf die 34 in dem Barometer enthaltenen gesamteuropäischen ­Titel. Schwergewichte sind Unilever, Reckitt Benckiser und British American Tobacco aus Großbritannien sowie LVHM und L’Oréal aus Frankreich. Aus Deutschland sind Adidas, Henkel, Beiersdorf, Hugo Boss und Osram Licht dabei. Da britische Titel einen Anteil von 50 Prozent haben und Schweizer sowie schwedische Werte zusammen mit 10,5 Prozent gewichtet sind, besteht ein Währungsrisiko.

Der Index läuft seit einem Jahr richtungslos. Aktuell notiert er nahe der ­unteren Grenze der Seitwärtsrange. Die Chancen, dass er in den kommenden Wochen wieder nach oben anzieht, stehen gut. Zumal die enthaltenen Titel gerade in volatilen Phasen als defensiv gelten. Genauso wie beim Retail-Zertifikat werden die Nettodividenden reinvestiert und es gibt keine Managementgebühr.

Obwohl der klassische Einzelhandel aufgrund der guten Wirtschaftslage zuletzt gute Verkaufszahlen erzielte, verliert er doch stetig Umsätze an den Onlinehandel. Dessen Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz in Deutschland liegt inzwischen bei 13 Prozent, 2018 wuchs er um gut neun Prozent. Weltweit ist sein Anteil sogar noch größer - mit stark anziehender Tendenz.

Amazonisierung des Konsums

Klarer Marktführer in der Branche ist Amazon. Fast 60 Prozent der Internetkäufer weltweit bestellen beim US-Riesen, der fast 180 Milliarden Dollar umsetzt. Das Handelsforschungsinstitut IFH spricht schon von der "Amazonisierung des Konsums". Die Erlöse wachsen aber nicht nur im Handel stark, auch Amazons Cloud-Sparte ist ein Goldesel.

Das prognostizierte Plus von zehn bis 20 Prozent im vierten Quartal reichte vielen Investoren aber nicht, die Aktie kam unter Druck und notiert immer noch um 14 Prozent unter dem Niveau von Ende September. Für risikobereite Anleger ist das eine Gelegenheit, mit dem Mini-Future-Long-Zertifikat der UBS mit Hebel 2,2 wieder auf höhere Kurse zu setzen. Die Knock-out-Barriere bei 916 US-Dollar ist 43 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt.

Schon seit dem Sommer sind viele ­Aktien der Electronic-Games-Industrie stark unter Druck. Dazu zählen etwa die Marktführer Electronic Arts, Activision Blizzard (beide USA) oder die französische Ubisoft. Die Titel waren zuvor jahrelang übertrieben angestiegen und hoch bewertet. Nach der Korrektur ist der Sektor nun wieder einen Blick wert, zumal er eindeutig vom Weihnachts­geschäft profitiert.

Ende 2017 betrug der Umsatz mit Videogames 76 Milliarden Dollar und soll bis 2020 auf 90 Milliarden Dollar steigen. In Asien boomt der Markt. Dort wird fast die Hälfte der globalen Erlöse erzielt. Durch die hohe Durchdringung der Bevölkerung mit Smartphones hat das Geschäft einen zusätzlichen Schub erhalten. Inzwischen spielen mehr Menschen darauf als auf PCs und Konsolen.

Risikobewusste Anleger können mit dem Electronic-Gaming-Zertifikat der Deutschen Bank auf den Sektor spe­kulieren. Es enthält Aktien der 20 führenden Hersteller von Computer- und Videospielen, Software- und Grafikentwickler sowie Anbieter von Chips und Zubehör für Spielekonsolen. Neben den genannten Titeln zählt dazu auch Chinas Marktführer Tencent. Firmen aus den USA und Japan dominieren aber mit 88 Prozent Anteil. Es gibt also Devisenrisiken. Halbjährlich werden die Titel gleichgewichtet, und die Zusammensetzung wird überprüft. Das erfolgt nach verschiedenen Umsatz- und Kapitalisierungskriterien. Zudem muss der Gewinn vorwiegend aus Electronic ­Gaming stammen. Die Jahresgebühr von 1,5 Prozent ist teuer.

Die Konditionen der vier Zertifikate (pdf)






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09.01.2019Amazon overweightJP Morgan Chase & Co.
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