27.02.2018 17:30

Industriemetalle: Sorgen an den Metallmärkten

Euro am Sonntag-Rohstoffe: Industriemetalle: Sorgen an den  Metallmärkten | Nachricht | finanzen.net
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Die Preise für die Rohstoffe steigen seit Monaten, doch eine Aufwertung des US-Dollars könnte die Rally beenden.
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von Astrid Zehbe,Euro am Sonntag

Seit Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, steht es um die Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt nicht allzu gut. Vor wenigen Tagen hat sich die Lage erneut zugespitzt: US-Handelsminister Wilbur Ross sprach sich für eine Einführung von Zöllen auf Stahl- und Aluminium-Importe aus. Beide Metalle spielen für die Rüstungsindustrie des Landes eine wichtige Rolle und werden außerhalb der Vereinigten Staaten deutlich billiger hergestellt.
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Um die eigenen Stahl- und Alumi­niumhersteller vor Billigimporten zu schützen, schweben Ross verschiedene Zollsysteme mit zum Teil unterschiedlich hohen Zöllen je nach Region vor. Ob etwas davon umgesetzt wird, muss nun Donald Trump voraussichtlich bis April entscheiden.


Wie sich solche Handelshemmnisse im Fall einer Einführung auf die globalen Rohstoffpreise auswirken, ist nur schwer abzuschätzen. Denn bislang ist kaum abzusehen, wie der Rest der Welt auf ein solches Manöver reagieren würde. In den USA dürfte die Nachfrage nach ausländischen Stahl- und Alumi­niumprodukten wohl sinken, da die Zölle sie verteuern und heimische Güter somit attraktiver werden.

Für die internationalen Metallmärkte sind das keine guten Nachrichten - vor allem im Stahlsektor sind Überkapazitäten ein großes Problem. Ein Nachfragerückgang aus den USA, einem der wichtigsten Abnehmerländer, könnte das Problem verschärfen und die Preise für Eisenerz und Aluminium unter Druck setzen.


Doch auch unabhängig von möglichen Handelsbarrieren droht eine Kurs­korrektur bei den Industriemetallen. Seit Monaten befinden sich die Notierungen im Rally-Modus. Der Industriemetallpreis-Index der Londoner Metallbörse (LME) hat in den vergangenen zwei Jahren mehr als 60 Prozent zugelegt und Mitte Februar das höchste Niveau seit fünf Jahren erreicht. Grund für den Anstieg ist vor allem die robuste Weltkonjunktur, welche die Nachfrage nach Rohstoffen erhöht.

Dollar beeinflusst Nachfrage

Der schwache Greenback tat sein Übriges: Dank ihm wurden die üblicherweise in Dollar gehandelten Rohstoffe für Investoren außerhalb der USA preiswerter, sodass die Nachfrage zusätzlich anstieg. Allerdings gehen Analysten der Commerzbank davon aus, dass die US-Währung angesichts möglicher Zins­erhöhungen der amerikanischen Notenbank Fed künftig wieder aufwerten könnte. Dies würde die Rohstoffe verteuern, sodass mit einem Nachfragerückgang und in der Folge einer Preiskorrektur zu rechnen ist.

Bereits Mitte dieser Woche gab es einen Vorgeschmack auf solch ein Szenario: Der etwas stärkere Dollar sorgte dafür, dass die Metallpreise ihre Gewinne vom Wochenbeginn abgeben mussten. Zudem könnten sich Spekulanten, die ihre Netto-Long-Positionen nach Angaben der LME zuletzt bei allen Metallen ausgeweitet haben, zurückziehen. Dies hätte ebenfalls einen Kursrutsch zur Konsequenz.

Überteuertes Aluminium

Anleger, die von möglichen Preiskorrekturen profitieren wollen, setzen am besten auf Short-Zertifikate der einzelnen Rohstoffe. Besonders aussichtsreich ist Aluminium. Neben dem stärkeren Dollar und einem möglichen Rückzug spekulativer Kräfte könnte das robuste Angebot die Preise drücken: Im Vergleich zum Vorjahr ist die weltweite Produktion um zwei Prozent gestiegen. "Der globale Aluminiummarkt bleibt somit unseres Erachtens gut versorgt", sagen Rohstoffanalysten der Commerzbank. Die hohen Preise seien daher nicht gerechtfertigt.

Mit dem Short-ETC von ETF Securities auf Aluminium (ISIN: JE 00B 24D K42 1) setzen Anleger auf fallende Preise. Das endlos laufende Papier bildet die Wert­entwicklung des Metalls umgekehrt und ohne Hebel ab. Klettert der Aluminiumpreis dagegen, gibt es Verluste.






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Bildquellen: Gemenacom / Shutterstock.com, ekipaj / Shutterstock.com

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