finanzen.net
18.04.2019 20:46
Bewerten
(6)

So hoch könnte der Goldpreis am Jahresende stehen - Lohnt sich der Einstieg jetzt?

Optimismus für Gold: So hoch könnte der Goldpreis am Jahresende stehen - Lohnt sich der Einstieg jetzt? | Nachricht | finanzen.net
Optimismus für Gold
DRUCKEN
Gold hat den Ruf als sicherer Hafen in krisenreichen Zeiten - ein Investment, das während Marktturbulenzen seinen Wert nicht verliert oder sogar steigert. Nun gibt es einige Zeichen, dass der Kurs des Edelmetalls wieder deutlich anziehen wird.
Am Dienstag notierte der Goldpreis so tief wie seit drei Monaten nicht mehr - zuletzt stand er bei 1.279,00 US-Dollar pro Feinunze. Von seinem 52-Wochen-Tief bei 1.170,13 US-Dollar Mitte Oktober letzten Jahres ist das Edelmetall dennoch klar entfernt. Wenn es nach einem Edelmetall-Experten geht, dürfte diese Entfernung im Jahresverlauf immer größer werden, da der Goldpreis steigen soll.
Anzeige
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) handeln
Handeln Sie Rohstoffe mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Sie können mit nur 100,00 € mit dem Handeln beginnen, um von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital zu profitieren!
80,6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Goldpreisrally in 2019?

Seit Jahresanfang pendelte der Goldpreis grob zwischen 1.275 und 1.325 US-Dollar. Aus dieser Range dürfte das Edelmetall jedoch ausbrechen, meinte Martin Huxley gegenüber CNBC. Der globale Edelmetallchef des Finanzdienstleistungsunternehmens INTL FCStone prophezeit zwar, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten zunächst in dieser Spanne weiterpendelt, jedoch in der zweiten Jahreshälfte schließlich aus dieser ausbricht. Huxley erwartet, dass der Goldpreis "weiter steigen wird und möglicherweise gegen Ende des Jahres 1.400 US-Dollar testen wird", zitiert ihn der US-Sender. Das würde vom derzeitigen Kurs aus einen Anstieg von über neun Prozent bedeuten. Über der Marke von 1.400 US-Dollar pro Feinunze notierte das gelbglänzende Metall zuletzt im Juni 2013.

Huxleys optimistischer Goldausblick wird von der Metallexpertin Suki Cooper von der Standard Chartered gestützt: "Wir erwarten, dass Gold das Jahr mit einem starken Ende abschließen wird", so die Goldkennerin gegenüber CNBC. Sie prognostiziert, dass im vierten Quartal dieses Jahres die Höchststände von 2017 und 2018 angepeilt werden - die lagen bei rund 1.350 US-Dollar pro Feinzunze.

Treibende Faktoren

Der Edelmetallexperte Huxley führt seine Annahme auf die anhaltenden Unsicherheiten weltweit zurück, die wohl weiter ungelöst bleiben. Dazu zählen die Handelskonflikte und Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum. Anleger suchen daher den sicheren Hafen. Das ist beispielsweise auch in Deutschland deutlich zu erkennen: Derzeit besitzen die Deutschen so viel Gold wie nie zuvor - besonders unter Privatleuten habe die Nachfrage nach dem glänzenden Rohstoff als Wertanlage an Beliebtheit gewonnen. Darüber hinaus wirke der Umstand, dass die US-Notenbank Federal Reserve für dieses Jahr eine taubenhafte Geldpolitik anvisiert und keine weiteren Zinsschritte in Aussicht gestellt hat, als weiterer Preistreiber - diese geldpolitische Haltung der Fed "wird unterstützend für den Edelmetallsektor sein", ist sich Huxley sicher.

Zentralbanken stützen Goldrally

Ebenfalls positiv werde sich laut dem INTL FCStonde-Edelmetallexperten auch die Tatsache auswirken, dass "Zentralbanken und der offizielle Sektor ihre Reserven diversifizieren". Die Zentralbanken haben 2018 rund 650 Tonnen Golf gekauft - das sollen rund 15 Prozent des Weltmarktes gewesen sein, berichtet CNBC. Huxley blickt zehn Jahre zurück und weist darauf hin, dass die Zentralbanken vor der Finanzkrise noch Nettoverkäufer von Gold waren: "Jetzt gibt es eine dramatische Wendung, wahrscheinlich eine Tausend-Tonnen-Wendung", zitiert ihn der US-Sender. Dass nicht nur Länder wie Russland, Kasachstan und Ungarn, sondern beispielsweise auch China ihre Goldreserven aufgestockt haben, wertet er als "sehr positive Aussage für den Sektor".

Geopolitische Entwicklung als Signal für Goldkauf?

Investoren legt der Edelmetallexperte nahe, politische Unsicherheiten auf der ganzen Welt im Auge zu behalten. Dazu zählen unter anderem die Präsidentschaftswahlen in den USA, die derzeit ausgesetzten Brexit-Turbulenzen sowie die Sorgen um den Welthandel. Zunächst sollte beobachtet werden, ob die zähen Fortschritte im Handelsstreit bald Früchte tragen und es zu einer Einigung kommt. Möglicherweise bietet sich in der derzeitig ruhigen Phase ein guter Einstiegszeitpunkt an, bevor die Goldpreise zum Jahresende hin anziehen werden.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: FikMik / Shutterstock.com, Istockphoto

Nachrichten zu Goldpreis

  • Relevant
    4
  • Alle
    +
  • ?
Handelskrieg im Blick
Morgan Stanley sieht die Goldrally kommen
Seit geraumer Zeit zeigt sich am Goldmarkt nur wenig Bewegung. Doch glaubt man der US-Bank Morgan Stanley, können die flauen Zeiten für Goldanleger bald der Vergangenheit angehören.
19.05.19

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.269,15-28,70
-2,21%
Kupferpreis5.984,75-37,60
-0,62%
Ölpreis (WTI)63,02-0,16
-0,25%
Silberpreis14,450,07
0,45%
Super Benzin1,510,01
0,93%
Weizenpreis176,250,25
0,14%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Handel endet grün -- Morgan Stanley setzt Tesla unter Druck -- Ceconomy: Umbaukosten belasten -- Daimler will bei Verwaltung sparen -- EVOTEC, LEONI, Siemens im Fokus

Pfund gewinnt stark nach Spekulationen über zweites Referendum. thyssenkrupp-Aufsichtsrat genehmigt Neuausrichtung einstimmig. Restaurantkette von Starkoch Jamie Oliver ist insolvent. adidas-Aktie geht nach kurzer Pause wieder auf Rekordjagd. OECD senkt globale Wachstumsprognose.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Die rechtspopulistische FPÖ in Österreich hat für einen Skandal gesorgt. Wie glauben Sie wird sich das auf die Europawahlen auswirken?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Huawei TechnologiesHWEI11
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
Amazon906866
BayerBAY001
BASFBASF11
NEL ASAA0B733
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
Infineon AG623100
EVOTEC SE566480
Allianz840400