Rohstoffe im Fokus

Ölpreise gewinnen etwas - US-Militäreinsatz in Venezuela beeindruckt kaum

05.01.26 15:08 Uhr

Warum die Ölpreise etwas steigen - US-Militäreinsatz in Venezuela im Blick | finanzen.net

Die Ölpreise haben am Montag etwas zugelegt.

Nachdem sie zunächst mit leichten Verlusten in die Handelswoche gestartet waren, drehten sie im Tagesverlauf in die Gewinnzone. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete 61,24 Dollar und damit 49 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar stieg um 54 Cent auf 57,86 Dollar.

Der US-Angriff auf Venezuela vom Wochenende und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten zeigten am Ölmarkt nur wenig Wirkung. Venezuela verfügt zwar über die größten Ölvorkommen der Welt, kann diese aber derzeit wegen einer maroden Infrastruktur kaum fördern.

Auch wegen jahrelanger Sanktionen hat das Land wenig Abnehmer und steuert derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in Venezuela mithilfe von großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben.

Zuletzt hat der Ölverbund Opec+, in dem neben Mitgliedern des Kartells auch andere Förderstaaten wie Russland organisiert sind, die Produktionsmenge nicht verändert. Am Sonntag hatte Delegierte beschlossen, die Ölproduktion stabil zu halten. Sie gaben an, dass Venezuela während der zehnminütigen Videokonferenz am Sonntag nicht weiter thematisiert wurde. Es sei verfrüht, die weitere Entwicklung abzuschätzen, hieß es.

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: sacura / Shutterstock.com, 3Dsculptor / Shutterstock.com