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05.03.2019 12:53
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Deutsche Börse will langsameren Derivatehandel testen

Gegen "aggressive" Orders: Deutsche Börse will langsameren Derivatehandel testen | Nachricht | finanzen.net
Gegen "aggressive" Orders
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Die Deutschen Börse plant, den Computerhandel bei Derivaten künstlich zu verlangsamen.
Ab Juli will die Deutsche-Börse-Tochter Eurex in einer sechs Monate dauernden Testphase bei der Ausführung gewisser Orders eine Zwangspause von einer Millisekunde einführen.

Der Börsenbetreiber hat damit den immer wichtigeren Computerhandel im Visier. Die technologisch hochgerüsteten Hochfrequenztrader (HFT) haben bei der Orderausführung erhebliche Zeitvorteile. Die Deutsche Börse versucht nun gegen "aggressive" Orders aus dem Computerhandel vorzugehen, die aus im Orderbuch kurzfristig falsch gepreisten Aufträgen Profit schlagen.

Damit soll die traditionelle Buyside - also etwa Banken, Versicherer oder Pensionsfonds - stärker geschützt und eine Gleichbehandlung aller Teilnehmer erreicht werden. Zugleich erhoffen sich die Eschborner durch die Maßnahme einen Anstieg der Gesamtliquidität.

Rolle von Hochfrequenzhändlern ist umstritten

Die Rolle von Hochfrequenztradern an der Börse ist umstritten. Auf der einen Seite stellen sie Liquidität zu Verfügung. Auf der anderen Seite wird der Vorwurf erhoben, dass sie häufig keine "echten" Orders in den Markt stellten, und die von ihnen zur Verfügung gestellte Liquidität so schnell verschwinde, wie sie komme. Der Flash Crash aus dem Jahr 2010 gilt hier als mahnendes Beispiel.

Die Bedeutung alternativer Liquiditätsquellen an den Börsen hat in den vergangenen Jahren wegen regulatorischer Änderungen stark zugenommen. Seit der Finanzkrise ist der Eigenhandel der Banken stark eingeschränkt worden, zugleich sind die Kapitalanforderungen gestiegen.

Entsprechend vorsichtig muss die Deutsche Börse agieren. Denn in der Zwischenzeit entfällt rund die Hälfte der Handelsvolumina im Derivatebereich auf den Computerhandel. Die Deutsche Börse unterstreicht daher, dass die ergriffene Maßnahme nur auf "aggressive" Orders und den Optionshandel abziele. Im Future-Handel seien keine Verzerrungen zu beobachten.

DJG/mpt/flf

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Tobias Arhelger / Shutterstock.com
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