Auf keinen Fall langweilig - Ein Kapitalmarktausblick auf 2022 | Jetzt im Magazin lesen | Allvest powered by Allianz-w-
05.11.2021 23:07

Ist Charlie Mungers Alibaba-Optimismus gerechtfertigt? Eine Analyse

Alibaba-Aktie: Ist Charlie Mungers Alibaba-Optimismus gerechtfertigt? Eine Analyse | Nachricht | finanzen.net
Alibaba-Aktie
Folgen
In den letzten Monaten gerieten chinesische Tech-Riesen wie Ant, Tencent und auch Alibaba unter großen Druck seitens der chinesischen Regierung und Aufsichtsbehörden. Für viele Anleger war dies ein Grund Investments aus dem Tech-Sektor der Volksrepublik abzuziehen. Nicht so jedoch für Charlie Munger. Der Investment-Profi entschied sich hingegen seine Alibaba-Anteile noch kräftig auszubauen. Das steckt dahinter.
Werbung
• Chinesische Tech-Konzerne im Visier der Aufsichtsbehörden
• Charlie Munger dennoch massiv in Alibaba investiert
• Analysten sehen Alibaba-Optimismus gespalten

Der chinesische Tech-Sektor ist weiter in Aufruhr. Schuld daran ist das starke Wachstum der chinesischen Tech-Riesen Alibaba, Ant, Tencent, Pinduoduo & Co., denn Chinas Präsident Xi Jinping will um jeden Preis verhindern, dass "die Lücke zwischen arm und reich" immer größer und somit zu einer "unüberbrückbaren Kluft" wird, wie er es jüngst in einem Essay formulierte. Um hier also entgegenzusteuern haben die chinesischen Aufsichtsbehörden den Tech-Sektor in den letzten Monaten verstärkt ins Visier genommen, um Monopole aufzuspalten und wettbewerbsschädliche Praktiken zu unterbinden. Diese Entwicklung hat wiederum China-Aktien als Investment stark unter Druck kommen lassen, da Anleger sie nun mit größerem Risiko und Unsicherheit verbinden.

Dies bekam auch die chinesische E-Online-Handelsriese Alibaba zu spüren. Seit Jahresbeginn ging es für die an der NYSE kotierten Alibaba-Aktie um mehr als 28 Prozent abwärts.

Charlie Munger baut Investment in Alibaba-Aktien aus

Während auch viele institutionelle Anleger dem chinesischen Tech-Riesen den Rücken kehrten, blieb ein Starinvestor dem Versandhändler nicht nur treu, sondern bekräftigte kürzlich nochmal sein Vertrauen in das Potenzial des Anteilsscheins. Die Rede ist von Warren Buffetts Geschäftspartner und Freund Charlie Munger. Dieser nutzte die Kursflaute Alibabas nämlich dafür, mit seinem Investment-Unternehmen Daily Journal im dritten Quartal seine Anteile an dem E-Commerce-Giganten massiv auszubauen. So verdoppelte Munger sein Alibaba-Engagement fast und hält nun 302.060 Aktien des Amazon-Konkurrenten.

Dass die Investment-Legende nun entgegen des allgemeinen Pessimismus gegenüber China-Aktien auf Alibaba setzt, könnte laut Analysten mehrere Gründe haben. So meint Kalkine-Experte Kunal Sawhney gegenüber dem Börsenportal TheStreet, dass sich Munger, genau wie Buffett bei seinen Investmententscheidungen stets auf ein genaues Studium der Fundamentaldaten stütze und Alibaba hätte "wohl die stärkten Fundamentaldaten unter den Unternehmen in [China]". Tatsächlich stünde das Kurs-Gewinn-Verhältnis Alibabas weit hinter den hohen Bewertungen von US-Tech-Riesen wie beispielsweise Amazon zurück. Es könne also sein, dass sich Munger hier darauf verlasse, dass das chinesische Versandhaus langfristig zu seinen Branchenkollegen aufschließen könnte.

China bleibt kommunistisch

Wie TheStreet-Experte Kevin Curran analysiert, könnte Mungers Wette auf die Zukunft Alibabas jedoch fehlplatziert sein. Es scheine, als unterschätze Munger die Absichten der chinesischen Regierung, die Tech-Riesen zu entmachten. Schließlich handele es sich bei der Volkrepublik noch immer um ein kommunistisches Land und bei einer solchen Ausgangslange in einen Online-Handelsriesen zu investieren, sei durchaus nicht ohne Risiko.

Dabei sei Munger Curran zufolge dem Irrtum aufgesessen, China würde den Kommunismus zwar nicht aufgeben, jedoch in seiner Interpretation und Umsetzung so liberal anwenden, dass der Zugang zum freien Markt geebnet sei. Mit dem scharfen Vorgehen gegen chinesische Tech-Riesen sei jedoch das Gegenteil bewiesen. Das Wachstum der Wirtschaft stehe eben nicht über der Ideologie des Landes. Angesichts dessen sei es Currans Meinung nach durchaus möglich, dass Alibaba eben nicht unterbewertet, sondern die Bewertung angemessen sei.

Investoren sollten langfristig denken

Ganz im Sinne von seinem Geschäftspartner Warren Buffett ist auch Charlie Munger jedoch dafür bekannt, langfristig zu denken und seine Investments dementsprechend auszuwählen. Wie Finanzprofessor David Kass gegenüber TheStreet zu verstehen gab, würde Munger bei der Auswahl von China-Aktien auch nie ohne den Input von Stratege Li Lu von Himalaya Capital Management entscheiden, der als ausgewiesener Experte für Investments in der Volksrepublik gilt. Für Zweifler des Investmentprofis Munger sei es also insbesondere vonnöten Geduld an den Tag zu legen.

In der Zukunft von Tech-Riesen in China dürfte insbesondere der Parteikongress 2022 ein wichtiges Ereignis darstellen. Dieser Parteitag findet alle fünf Jahre statt und befindet auch über den Präsidenten, wobei davon ausgegangen wird, dass, mangels Nachfolgern, Xi Jinping für weitere fünf Jahre an der Spitze der Kommunistischen Partei bleiben wird. Wie Kevin Curran schreibt, könnte es für Anleger angesichts dieser ungewissen Zukunft allerdings eher ratsam sein, im Fall von Alibaba erst einmal abzuwarten und von der Seitenlinie aus zu beobachten.

Redaktion finanzen.net

Ausgewählte Hebelprodukte auf Alibaba
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Produkte auf Alibaba
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Hebel
KO
Emittent
Laufzeit
Bildquellen: testing / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com

Nachrichten zu Alibaba

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Alibaba

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
05.11.2020Alibaba kaufenDZ BANK
16.05.2019Alibaba BuyThe Benchmark Company
31.01.2019Alibaba OverweightBarclays Capital
12.11.2018Alibaba Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
05.11.2018Alibaba BuyThe Benchmark Company
05.11.2020Alibaba kaufenDZ BANK
16.05.2019Alibaba BuyThe Benchmark Company
31.01.2019Alibaba OverweightBarclays Capital
12.11.2018Alibaba Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
05.11.2018Alibaba BuyThe Benchmark Company
25.01.2017Alibaba NeutralWedbush Morgan Securities Inc.
09.01.2017Alibaba AccumulateStandpoint Research
29.10.2015Alibaba HoldStandpoint Research
06.05.2015Alibaba HoldT.H. Capital
23.02.2012Alibabacom neutralNomura
20.04.2017Alibaba ReduceStandpoint Research
02.12.2011Alibabacom reduceNomura
25.11.2011Alibabacom reduceNomura
27.09.2011Alibabacom underperformMacquarie Research
12.08.2011Alibabacom underperformMacquarie Research

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Alibaba nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Nach Fed-Entscheid: Dow Jones taucht letztlich ab -- DAX schließt mit kräftigem Sprung -- Tesla schlägt Erwartungen -- Deutsche Bank, Siltronic, RWE, WACKER CHEMIE, Microsoft, Boeing, TI im Fokus

BVB-Aktie: Haaland gibt nach Verletzung Entwarnung. MAN macht München zum Leitwerk für Elektromobilität. VERBIO schraubt Gewinnprognose erneut nach oben. BioNTech plant starken Stellenausbau am Standort Marburg. adidas will 2022 mehr als 2.800 Stellen schaffen. Hypoport stärkt Versicherungsplattform mit Übernahme. Marktforscher - Apples iPhone Nummer eins in China.

Umfrage

Halten Sie es für richtig, dass die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhält?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln