09.02.2021 17:55

Ceconomy-Aktie sackt ab: Ceconomy will Fahrplan für Ladenöffnungen - Online-Geschäft wächst kräftig

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Der Elektronikhändler Ceconomy fordert einen Fahrplan für die Wiedereröffnung seiner Märkte.
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Die aktuellen Marktschließungen seien eine große Herausforderung, erklärte Konzernchef Bernhard Düttmann bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal (per Ende Dezember) am Dienstag in Düsseldorf. "Wir wünschen uns einen klaren Fahrplan, wann und unter welchen Bedingungen wir die Märkte wieder öffnen können. Für uns geht es dabei, wie für viele andere, um jeden weiteren Tag." Insgesamt waren zum 31. Dezember 2020 europaweit rund 57 Prozent der Märkte von vorübergehenden Schließungen betroffen, darunter auch Deutschland.

Das erste Quartal 2020/21 war infolge der Vorgaben der nationalen Regierungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie durch lokale Lockdowns, erneute temporäre Marktschließungen sowie starke Einschränkungen im stationären Handel geprägt. Ceconomy konnte dies durch ein starkes Onlinegeschäft jedoch mehr als ausgleichen. Der Umsatz stieg währungs- und portfoliobereinigt insgesamt um 11,4 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Besonders seien dabei die ersten zwei Monate ins Gewicht gefallen, die durch erfolgreiche Aktionen wie den "Black November" geprägt waren. Der Online-Umsatz wurde mit 2,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt und trug rund 30 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) nahm wie bereits bekannt um 56 Millionen auf 346 Millionen Euro zu. Das Nettoergebnis lag infolge eines niedrigeren Finanzergebnisses und höherer Steuern mit 204 Millionen Euro 18 Millionen unter dem Vorjahreswert. "Wir haben ein herausragendes erstes Quartal geliefert. Und dass trotz aller Umstände, die unser Geschäft aktuell erschweren", so Düttmann.

Zurückhaltend zeigte sich Ceconomy weiter bei seinen Jahreszielen. "Die weitere Entwicklung von Covid-19 ist schwer vorherzusehen. Wir bewerten die Situation daher fortlaufend neu, auch mit Blick auf unsere Prognose", sagte Finanzchefin Karin Sonnenmoser. Ceconomy erwartet bisher ein leichtes währungs- und portfoliobereinigtes Umsatzwachstum. Im Vorjahr hatte das Unternehmen hier knapp 20,8 Milliarden Euro ausgewiesen. Das bereinigte Ebit soll von 236 Millionen im Vorjahr auf 320 bis 370 Millionen Euro zulegen.

Bereits bei der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen Mitte Januar hatte Ceconomy erklärt, dass die Unsicherheiten für die weitere Geschäftsentwicklung und den Ausblick deutlich gestiegen und weitere, länger anhaltende, flächendeckende Schließungen wie derzeit nicht in der Prognose berücksichtigt seien.

So reagiert die Ceconomy-Aktie

Sorgen um die weitere Geschäftsentwicklung von Ceconomy haben am Dienstag die Aktien des Unterhaltungselektronikhändlers unter Druck gebracht. Nach Kursgewinnen in den ersten Handelsminuten sackten die Aktien ab und büßten bis zum XETRA-Handelsende 8,51 Prozent auf 5,16 Euro ein. Damit zählten sie zu den Schlusslichtern im Nebenwerte-Index SDAX. Die endgültigen Zahlen zum ersten Geschäftsquartal hatten Analysten zufolge keine besonderen Überraschungen bereitgehalten. Besonders positiv wurde allerdings die Entwicklung des Online-Geschäfts hervorgehoben.

"Ein starkes Quartal", dessen Eckdaten aber bereits seit Januar bekannt seien, und ein "unsicherer Ausblick", lautete das erste Fazit von Analyst Nicolas Champ von Barclays. Er betonte zugleich allerdings, dass die Mitte Dezember bekannt gegebenen Ziele für die Umsätze und Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020/21 vorerst vom Unternehmen bestätigt wurden.

Baader-Bank-Experte Volker Bosse indes ist trotz der aktuellen Bekräftigung skeptisch. "Der Geschäftsausblick ist angesichts der Ausweitung lokaler coronabedingter Lockdowns beträchtlich gestiegenen Unsicherheiten unterworfen. Die Jahresziele der Unternehmensgruppe sind offenkundig gefährdet", schrieb er und zog dafür vor allem die Aussagen von Finanzchefin Karin Sonnenmoser heran.

Denn Sonnenmoser hatte zu den endgültigen Zahlen mitgeteilt: "Trotz dieses guten ersten Quartals stellt die Verlängerung der Lockdowns in vielen Ländern eine deutlich erhöhte Unsicherheit für die Geschäftsentwicklung dar. Wir werden daher unsere Unternehmensziele für dieses Geschäftsjahr fortlaufend neu beurteilen und bei Bedarf anpassen." Der von Ceconomy gegebene Geschäftsausblick, so erinnerte Baader-Analyst Bosse nun, basiere auf Annahmen im Dezember. Er sei unter der Prämisse gemacht worden, dass der weitere Einfluss der Pandemie nicht stärker abweiche von dem zu dieser Zeit bekannten Ausmaß, und zwar sowohl mit Blick auf die allgemeine wirtschaftliche Lage als auch die Unternehmenssituation.

Das Fortdauern der Ladenschließungen in der Corona-Krise jedoch macht Ceconomy zunehmend zu schaffen, weshalb Konzernchef Bernhard Düttmann von der Regierung einen "klaren Fahrplan" fordert, wann und unter welchen Bedingungen die Märkte wieder geöffnet werden können. "Für uns geht es dabei, wie für viele andere, um jeden weiteren Tag", betonte er. Rund die Hälfte aller Filialen des Konzerns sei zuletzt geschlossen gewesen.

/nas/mne/jha/

DÜSSELDORF (dpa-AFX)

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