Kriselnder Aktienmarkt

Big Short-Investor Michael Burry setzt auf zwei schwankende Big Tech-Titel aus China

20.02.24 22:59 Uhr

NASDAQ-Werte Alibaba-Aktie und JD.com-Aktie: Big Short-Investor Michael Burry wettet auf chinesische Big Tech-Titel | finanzen.net

Big Short-Investor Michael Burry setzt in seinem aktuellen Depot auf zwei schwankende chinesische Big Tech-Titel.

Werte in diesem Artikel

• Burry stockte in Q4 bei Alibaba und JD.com auf
• Chinesischer Aktienmarkt unter Druck
• Experten positiv gestimmt für Alibaba und JD.com

Burry setzt auf chinesische Big Tech-Aktien

Der chinesische Aktienmarkt steht seit geraumer Zeit unter Druck. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Immobilienkrise sowie Chinas Wirtschaftswachstum. Dennoch erhöhte Michael Burry, der durch den Film Big Short berühmt gewordene Vermögensverwalter, zuletzt seine Wetten auf chinesische Big Tech-Titel.
In den letzten Monaten stockte der Big-Short-Investor seine Positionen bei den chinesischen Tech-Giganten Alibaba und JD.com deutlich auf. Alibaba ist mit 75.000 Anteilen im Wert von rund 5,81 Millionen US-Dollar nun die größte Position im insgesamt etwa 94,6 Millionen US-Dollar schweren Depot von Burrys Scion Asset Management. Wie aus dem jüngst bei der SEC eingereichten Formular 13F hervorgeht, stockte der Investor im letzten Quartal 2023 die Position um ganze 50 Prozent auf, womit der E-Commerce-Riese nun 6,15 Prozent an seinem gesamten Portfolio ausmacht.

Der kleinere Konkurrent JD.com Inc. war mit etwa 5,79 Millionen US-Dollar die zweitgrößte Beteiligung von Scion (6,11 Prozent), nachdem das Unternehmen seine Position im abgelaufenen Quartal um 75.000 Aktien bzw. 60 Prozent erhöht hat.

Schwankende China-Titel

Bisher haben sich die beiden Investitionen noch nicht als lukrativ erwiesen. Seit Anfang des Jahres ist der Aktienkurs von Alibaba im US-Handel um 4,64 Prozent gesunken, während JD.com sogar einen Rückgang von etwa 16,16 Prozent verzeichnet hat (Stand: Schlusskurs vom 16.02.2024). Dies sei laut Bloomberg auf globale Fondsmanager zurückzuführen, die aufgrund der anhaltenden Immobilienkrise und des verlangsamten Wachstums ihre Positionen bei chinesischen Aktien reduzieren würden.

Burry, der durch seine Vorhersage des US-Immobilienmarktabsturzes im Jahr 2008 bekannt wurde, setzt damit zum wiederholten Male auf diese Unternehmen, wie Bloomberg berichtet. Bereits im Jahr 2022 erwarb er Aktien der an der New Yorker Börse gelisteten Unternehmen Alibaba und JD.com, nachdem China gerade die Pandemie überwunden hatte. Im zweiten Quartal 2023 liquidierte er seine Positionen jedoch wieder, nur um sie wenige Monate später erneut einzugehen.

So schätzen weitere Anleger und Experten die Aktien ein

Burry war jedoch nicht der einzige Fondsmanager, der im vergangenen Quartal bei Alibaba-Aktien zugriff. Das Unternehmen wurde auch vom Canada Pension Plan Investment Board als größter Neuzugang im Portfolio aufgenommen, so Bloomberg. Andererseits entschied sich Tiger Global Management dazu, seine Position an dem Einzelhändler abzustoßen und veräußerte 1,48 Millionen Aktien im Wert von 128 Millionen US-Dollar.

Wall Street-Analysten scheinen Alibaba und JD.com ebenfalls optimistisch gegenüberzustehen, wie aus Daten von TipRanks hervorgeht. So erhielt die Alibaba-Aktie in den vergangenen drei Monaten laut der Webseite durch 18 Experteneinschätzungen (15x "Buy", 3x "Hold") eine "starke Kaufempfehlung". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 101,49 US-Dollar, was einem Wachstumspotenzial von 37,32 Prozent gegenüber dem letzten Kurs von 73,91 US-Dollar entspricht.
Die JD.com-Aktie erhielt laut TipRanks aus 10 Analystenbewertungen eine "moderate Kaufempfehlung" (5x "Buy", 5x "Hold"). Hier liegt das durchschnittliche Kursziel bei 38,10 US-Dollar und entspricht damit einer Veränderung von 57,31 Prozent gegenüber dem letzten Kurs von 24,22 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Jim Spellman/WireImage/Getty Images

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