NEU: Krypto-Sparplan bei BISON. Einfach und stressfrei in Bitcoin, Ethereum & Co. investieren. -w-
15.11.2021 22:54

Preise im Höhentaumel: Goldman Sachs schwört Verbraucher auf weiter steigende Preise ein

Lieferengpässe belasten: Preise im Höhentaumel: Goldman Sachs schwört Verbraucher auf weiter steigende Preise ein | Nachricht | finanzen.net
Lieferengpässe belasten
Folgen
Eine wachsende Inflation in den USA und Europa lässt Verbraucher unter steigenden Preisen ächzen. Während die Währungshüter noch vor wenigen Monaten versuchten zu beschwichtigen und die Teuerung als vorübergehendes Phänomen abzutun, mussten sie mittlerweile einsehen, dass die hohen Preise nicht von kurzer Dauer sind. So bereitet auch Goldman Sachs Verbraucher auf weiter steigende Preise vor.
Werbung
• Steigende Preise in den USA, Europa und Deutschland
• Teuerung doch langlebiger als erwartet
• Goldman Sachs sieht weiter steigende Preise bis Jahresende

Wer in den letzten Wochen an die Tankstelle fuhr, um das Auto zu betanken, musste sicherlich angesichts der hohen Preise das ein oder andere Mal kräftig schlucken. Doch auch in anderen Lebensbereichen, wie beispielsweise im Supermarkt oder beim Autokauf, fallen die teureren Preise auf. Dabei ist dieses Phänomen nicht auf Europa beschränkt, auch in den USA ächzen Verbraucher unter höheren Preisen.

Dass es im Zuge der Erholung von der Coronapandemie zu einer vermehrten Teuerung kommen würde, damit wurde von Währungshütern und verschiedenen Marktexperten durchaus gerechnet. Allerdings war damals noch davon ausgegangen worden, die größer werdenden Inflationszahlen seien lediglich auf Sondereffekte zurückzuführen und würden sich zwangsläufig wieder zurückentwickeln. Danach sieht es aktuell allerdings noch nicht aus.

Wachsende Inflationsraten

So notierte die US-Inflationsrate im September bei 5,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat und war damit mehr gestiegen als im Vorfeld von Ökonomen geschätzt. Ähnlich sieht es in Europa und auch Deutschland aus. So stieg die Teuerungsrate in der Eurozone im September auf 3,4 Prozent. In Deutschland erreichte sie im Oktober 4,5 Prozent, was das höchste Niveau seit 1993 darstellt.

Diese hohen Raten veranlassten jüngst die US-Währungshüter dazu, ihr umfangreiches Corona-Hilfsprogramm in Form von milliardenschweren Anleihekäufen etwas zurechtzustutzen. Während bisher monatlich Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar getätigt wurden, sollen es künftig 15 Milliarden US-Dollar weniger sein. Die Leitzinsen wurden jedoch bei der sehr niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent belassen.

Goldman Sachs sieht weiter steigende Preise voraus

Hintergrund der wachsenden Preise sind laut der US-Investmentbank Goldman Sachs insbesondere die aktuellen Unausgewogenheiten zwischen Angebot und Nachfrage. Denn während die Nachfrage im Zuge der wirtschaftlichen Erholung steigt, kommen die Anbieter nicht hinterher, diese Nachfrage auch zu bedienen. Hier sorgen die durch Corona bedingten Lieferengpässe und gestörten Lieferketten für lange Wartezeiten. Laut Goldman Sachs dürfte es auch noch eine Weile dauern, bis sich diese Situation wieder normalisiert und die Waren normal fließen.

Es könnte also noch etwas dauern, bis die Preise wieder sinken. Mehr noch, das Finanzhaus geht davon aus, dass die Inflation "sich wahrscheinlich verschlimmert, bevor sie sich verbessert", erklärte Goldman Sachs in einem Untersuchungsbericht, der CNN Business vorliegt. So dürften die Preise aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage, der steigenden Mieten und der zunehmenden Löhne auch "über den Großteil des nächsten Jahres ziemlich hoch" bleiben.

Das scheinen auch die US-Amerikaner so zu sehen, denn wie die Ergebnisse einer Umfrage der Währungshüter von New York zeigen, würden Verbraucher davon ausgehen, dass die Preise innerhalb des nächsten Jahres um 5,7 Prozent steigen dürften. Dabei ist es für die Zentralbank wichtig, ein solches Sentiment in der Bevölkerung zu erkennen, da die Erwartungen weiter steigender Preise das Konsumverhalten der Verbraucher beeinflusst.

Goldman Sachs' Inflationsausblick

Auch wenn viele Faktoren für weiter steigende Preise sprechen, mahnen die Ökonomen von Goldman Sachs dennoch, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Denn mittelfristig dürfte die Inflation wieder sinken und sich dem Fed-Ziel von rund 2 Prozent wieder annähern. Bis dahin müssen Verbraucher jedoch noch stark sein. So geht die Investmentbank davon aus, dass die Konsumentenpreise, welche aktuell bei 3,6 Prozent liegen, bis Ende 2021 auf 4,4 Prozent steigen dürften. Bis Ende 2022 solle es dann jedoch auf 2,3 Prozent und bis Ende 2023 auf 2,1 Prozent abwärts gehen. Ob es tatsächlich so eintreten wird, bleibt jedoch ungewiss, weiß auch Goldman Sachs: "Bei unserem Ausblick überwiegen wahrscheinlich die Aufwärtsrisiken".

Redaktion finanzen.net

Ausgewählte Hebelprodukte auf Goldman Sachs
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Produkte auf Goldman Sachs
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Hebel
KO
Emittent
Laufzeit
Bildquellen: B Calkins / Shutterstock.com, Reha Mark / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldman Sachs

  • Relevant
    2
  • Alle
    5
  • vom Unternehmen
    2
  • Peer Group
  • ?
Defizit am Ölmarkt
Goldman Sachs-Strategen: Ölpreis könnte 2023 bis auf 105 US-Dollar steigen
Der Ölmarkt erholte sich in den vergangenen Wochen von den Sorgen um die im November 2021 neu aufgetauchte Omikron-Variante des Coronavirus, die die Ölpreise zwischenzeitlich deutlich unter Druck gesetzt hatten. Die Nordeesorte Brent erreichte erst kürzlich einen siebenjährigen Höchststand - und die Experten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Preise weiter steigen werden.

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Goldman Sachs

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.01.2022Goldman Sachs NeutralUBS AG
18.10.2021Goldman Sachs OverweightJP Morgan Chase & Co.
17.09.2021Goldman Sachs OverweightJP Morgan Chase & Co.
14.07.2021Goldman Sachs OverweightBarclays Capital
14.07.2021Goldman Sachs OutperformCredit Suisse Group
18.10.2021Goldman Sachs OverweightJP Morgan Chase & Co.
17.09.2021Goldman Sachs OverweightJP Morgan Chase & Co.
14.07.2021Goldman Sachs OverweightBarclays Capital
14.07.2021Goldman Sachs OutperformCredit Suisse Group
15.04.2021Goldman Sachs kaufenCredit Suisse Group
18.01.2022Goldman Sachs NeutralUBS AG
13.07.2021Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
19.01.2021Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
14.10.2020Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
05.10.2020Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
19.10.2017Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)
24.02.2017Goldman Sachs SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Goldman Sachs SellCitigroup Corp.
06.05.2016Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)
01.03.2016Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Goldman Sachs nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Jetzt kostenlos anmelden!

Die wirtschaftliche Situation in China erholt sich langsam von der Corona-Pandemie. In diesem Land hat sich Angebot und Nachfrage mittlerweile nahezu normalisiert. Erfahren Sie heute im Online-Seminar um 18 Uhr, warum der chinesische Markt noch attraktiv ist.
Jetzt noch schnell anmelden!
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Vor Fed-Zinsentscheid: Dow stärker -- DAX steigt über 15.500 Punkte -- RWE übertrifft 2021 Prognose -- WACKER CHEMIE verdient mehr -- Microsoft, VW, Lufthansa, Aareal Bank, Boeing, TI im Fokus

BioNTech plant kräftigen Stellenausbau am Standort Marburg. adidas plant 2022 mehr als 2.800 Neueinstellungen. Hypoport stärkt Versicherungsplattform mit Übernahme. Marktforscher - Apples iPhone Nummer eins in China. AT&T übertrifft Prognose bei Streamingdiensten HBO und HBO Max. K+S-Aktie stark: Stifel sieht Potenzial für besten MDAX-Wert 2022. Deutsche Börse bietet Investoren künftig auch ESG-Daten an.

Umfrage

Halten Sie es für richtig, dass die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhält?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln