Mehr Optimismus

Fresenius-Aktie zieht an: Fresenius erhöht Ausblick für 2024 - Erwartungen übertroffen

08.05.24 17:51 Uhr

Fresenius-Aktie stark: Fresenius hebt Prognose an - Erstes Quartal besser als erwartet | finanzen.net

Die Fresenius SE zeigt sich für 2024 optimistischer und hat den Ausblick angehoben.

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Grund hierfür ist laut Mitteilung ein ausgezeichnetes erstes Quartal sowie eine besser als erwarteten operativen Leistung.

Der DAX-Konzern erwartet für 2024 nun ein organisches Konzernumsatzwachstum zwischen 4 und 7 (zuvor: 3 bis 6) Prozent. Das währungsbereinigte EBIT soll nun zwischen 6 und 10 (zuvor: 4 bis 8) Prozent zulegen.

Die Anhebung des Konzernausblicks basiert laut Mitteilung auf besseren Geschäftsaussichten bei Fresenius Kabi. Fresenius Kabi erwarte nun für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich (zuvor: im mittleren einstelligen Prozentbereich). Die EBIT-Marge soll nun zwischen 15 und 16 (zuvor: etwa 15 Prozent liegen.

Die Anpassung des Konzern-Ausblicks reflektiere zudem, dass die Prognose nun ohne Fresenius Vamed gegeben wird, also ausschließlich für die Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios.

Fresenius übertrifft im 1. Quartal Erwartungen

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat im ersten Quartal 2024 dank einer guten Entwicklung seiner Operating Companies Kabi und Helios und der schneller als geplant voranschreitenden konzernweiten Kosteneinsparungen Umsatz und Ergebnis stärker gesteigert als von Analysten erwartet.

Der Konzernumsatz legte den Angaben zufolge in den ersten drei Monaten um 4 (währungsbereinigt 6) Prozent auf 5,704 Milliarden Euro zu. Organisch wuchs der Umsatz um 6 Prozent. Analysten hatten Fresenius im Mittel 5,688 Milliarden Euro Umsatz im Auftaktquartal zugetraut.

Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 15 (währungsbereinigt 15) Prozent auf 633 Millionen Euro. Analysten hatten im Mittel ein EBIT von 606 Millionen Euro prognostiziert.

Das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen kletterte dank der guten operativen Entwicklung, die die höhere Zinsbelastung mehr als ausglich, um 10 (währungsbereinigt 11) Prozent auf 429 Millionen Euro. Hier waren Analysten von 389 Millionen Euro ausgegangen. Das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen ohne Fresenius Medical Care fiel mit 369 Millionen Euro 8 Prozent höher aus als vor einem Jahr.

"Fresenius ist exzellent ins Geschäftsjahr 2024 gestartet, und unser Fokus auf Fresenius Kabi und Fresenius Helios zahlt sich aus. Wir sind zuversichtlich, unsere Wachstumsdynamik beizubehalten, und heben den Ausblick für das Gesamtjahr an. Mit dem Ausstieg aus der Vamed ist unser strategischer Portfolio-Umbau wie geplant abgeschlossen", sagte Vorstandsvorsitzender Michael Sen.

Fresenius schließt Portfolio-Umbau mit Vamed-Ausstieg ab

Fresenius zieht mit dem Ausstieg aus Vamed einen Schlussstrich unter seinen Portfolio-Umbau. Wie bereits am Vorabend mitgeteilt, hat der DAX-Konzern den strukturierten Ausstieg aus seiner kleinsten Sparte, der Investment Company Vamed, eingeleitet. Dazu verkauft der Bad Homburger Konzern die Vamed-Aktivitäten in Österreich für 90 Millionen Euro an ein österreichisches Konsortium aus den Bauunternehmen Porr und Strabag, wie er nun präzisierte. Der Bereich Krankenhausdienstleistungen von Vamed (High-End-Services - HES) wird auf Fresenius übertragen.

Der Vamed-Geschäftsbereich HES macht rund die Hälfte seines Umsatzes mit Dienstleistungen für die Helios-Kliniken von Fresenius. Insgesamt bietet HES Facility- und Medizintechnik-Management für mehr als 840 Krankenhäuser an. HES ist laut Fresenius ein stabiles Geschäft mit guten Wachstumsaussichten und einer Profitabilität im mittleren einstelligen Prozentbereich, und steht für etwa 30 Prozent der Vamed-Umsätze.

Der Bereich Health Tech Engineering, der für das internationale Projektgeschäft verantwortlich ist und für etwa 15 Prozent der Vamed-Umsätze steht, soll sukzessive und geordnet zurückgefahren werden. Dieser Prozess soll bis zum Jahr 2026 größtenteils abgeschlossen sein. Bis dahin wird das Geschäft als Sondereffekt ausgewiesen. Fresenius rechnet im Zuge des Vamed-Ausstiegs mit nicht zahlungswirksamen Sondereinflüssen von rund 600 Millionen Euro. Durch den Ausstieg aus dem Projektgeschäft erwartet Fresenius überdies Sondereinflüsse im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, die sich über mehrere Jahre erstrecken und überwiegend zahlungswirksam sein werden.

Fresenius erhofft sich von diesem Schritt eine Verbesserung der Profitabilität des Konzerns um mehr als 50 Basispunkte. Zudem verringert sich die Nettoverschuldung, während die Kapitalrendite (ROIC) steigt.

"Wir haben eine ganzheitliche und tragfähige Lösung für die Vamed-Geschäfte gefunden, die gute Perspektiven für die Zukunft schafft", sagte Fresenius-Vorstandsvorsitzender Michael Sen. "Mit dem Ausstieg aus der Vamed ist unser strategischer Portfolio-Umbau wie geplant abgeschlossen."

Nach dem Ausstieg aus Vamed wird Fresenius aus den beiden Unternehmensbereichen Kabi und Helios bestehen. An dem Dialysedienstleister Fresenius Medical Care hält der Konzern eine Unternehmensbeteiligung von 32 Prozent. Mit dem zweiten Quartal wird Vamed kein Berichtssegment von Fresenius mehr sein.

Via XETRA gewannen Fresenius-Aktien letztendlich 1,24 Prozent auf 28,48 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquellen: Fresenius

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