Sparmaßnahmen wirken

Fresenius Medical Care bestätigt Prognose: FMC-Aktie dennoch tiefrot

07.05.24 14:29 Uhr

Fresenius-Tochter profitiert von Konzernumbau - FMC-Aktie dennoch deutlich tiefer | finanzen.net

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat im ersten Quartal von seinem Konzernumbau und den damit zusammenhängenden Sparmaßnahmen profitiert.

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Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis sei ohne die Effekte von Währungsumrechnungen um 23 Prozent auf 416 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDAX notierte Unternehmen Fresenius Medical Care am Dienstag in Bad Homburg mit.

Die Aktie fiel nach einem nur beibehaltenen Ausblick gegen Mittag um gut acht Prozent. Anleger hatten offenbar mit mehr gerechnet. "Trotz eines starken Starts wurde die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt, was angesichts der jüngsten Outperformance der Aktie einige enttäuschen könnte", kommentierte Analyst James Vane-Tempest von der US-Investmentbank Jefferies.

Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan schrieb, Optimisten wie Skeptiker dürften in den Resultaten Argumente finden: "Bullen werden wahrscheinlich auf das Potenzial für eine Prognoseerhöhung später im Jahr setzen. Bären werden auf die anhaltend 'chaotische' Berichtslage mit einem hohen Maß an Anpassungen und einem anhaltenden Mangel an Volumenwachstum hinweisen." Die andauernde Schwäche des Patientenaufkommens in Verbindung mit der hohen Kosteninflation werde zu einer anhaltenden Verringerung der Margen im Geschäftsjahr 2024 führen.

Der Nettogewinn lag im ersten Quartal mit 71 Millionen Euro um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert und damit auch unter den Erwartungen. Der Umsatz stagnierte bei etwas mehr als 4,7 Milliarden Euro. Ohne die Folgen des im Vergleich zu den meisten Währungen gestiegenen Euro wäre der Erlös um zwei Prozent gewachsen. Das Unternehmen bestätigte die Prognosen für das Jahr 2024 und erwartet ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis soll im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich wachsen.

Seit Ende November gehen das lange mit Schwierigkeiten kämpfende Unternehmen FMC und der DAX-Konzern Fresenius (Fresenius SECo) getrennte Wege. Fresenius hält zwar immer noch etwas mehr als 30 Prozent an FMC, doch nach der bilanziellen Entflechtung taucht der FMC-Beitrag der Beteiligung entsprechend nur noch im Finanzergebnis der früheren Mutter auf. Fresenius-Chef Michael Sen konzentriert sich nun lieber auf die vom Vorstand definierten Kernbereiche: Den Generika- und Medizintechnikanbieter Kabi und das Krankenhausgeschäft rund um Deutschlands größte Klinikgesellschaft Helios.

Fresenius legt an diesem Mittwoch (8. Mai) seine Zahlen zum ersten Quartal vor. Experten rechnen nach zuletzt herausfordernden Zeiten nun mit erfreulichen Aussichten.

FMC geben nach Zahlen jüngsten Erholungsversuch auf

Die zuletzt mühsam erholten Aktien von FMC sind am Dienstag nach Zahlen wieder unter Druck geraten. Die Papiere des Dialysekonzerns sackten am Vormittag im XETRA-Handel um bis zu 7,5 Prozent ab auf 36,65 Euro.

Zuletzt konnte sich der Kurs wieder etwas erholen, lag aber mit 36,85 Euro immer noch 6,97 Prozent unter dem Vortagesschluss. Im bisherigen Jahresverlauf gab der Börsenwert des Unternehmens um zwei Prozent und damit im Einklang mit dem MDAX nach.

Damit rissen sie wieder die langfristigen Durchschnittslinien, die sie gerade zurückerobert hatten. Dabei fielen die ersten Analystenkommentare durchaus positiv aus. David Adlington von JPMorgan vermisste allerdings eine Prognoseerhöhung - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

Die "Bullen" würden vermutlich darauf setzen, dass sie noch kommen wird. Die "Bären" würden dagegen wohl unter anderem auf fehlendes Volumenwachstum verweisen, so Adlington.

dpa (AFX)

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Bildquellen: Fresenius Medical Care

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