finanzen.net
Vorteile des comdirect Depots: 3,90 €* pro Trade im 1. Jahr. Wertpapiersparpläne ab 25 €. Kostenlose Depotführung - garantiert für 3 Jahre.-w-
25.10.2019 14:40
Bewerten
(1)

freenet-Aktie im Fokus: Die Suche nach dem Zukunftsmarkt

Video soll Gewinn beleben: freenet-Aktie im Fokus: Die Suche nach dem Zukunftsmarkt | Nachricht | finanzen.net
Video soll Gewinn beleben
Der Kommunikationsdienstleister freenet kann sich nach dem Aus für die Übernahme-Wünsche seiner Minderheitenbeteiligung Sunrise wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren.
Nach soliden Ergebnissen in den vergangenen Quartalen soll das neue Geschäftsfeld Video und TV für Wachstum sorgen. Was beim Unternehmen sonst so los ist, was die Analysten sagen und wie sich die Aktie entwickelt:

WAS BEI FREENET LOS IST:

Bis Dienstag war Sunrise Communications wohl das Top-Reizwort für den freenet-Vorstand. Das schweizerische Unternehmen, an dem freenet mit fast 25 Prozent beteiligt ist, wollte den Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz übernehmen. freenet hielt den Kaufpreis für überzogen und stemmte sich auch gegen eine dafür benötigte Kapitalerhöhung. Nachdem klar war, dass freenet auf der für Mittwoch anberaumten Hauptversammlung eine Mehrheit gegen die Übernahme hätte versammeln können, wurde diese kurzfristig abgesagt. Im Interview mit Bloomberg gab der Sunrise-Chef daraufhin an, der Vertrag sei "tot".

Abseits davon entwickelt sich das Kerngeschäft von freenet solide. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal leicht um 2,5 Millionen auf 699 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr an. Der operative Gewinn (Ebitda) blieb im selben Zeitraum stabil bei rund 108 Millionen Euro.

Für die Zukunft will freenet vor allem den Markt für On-Demand-Video adressieren. Mit den Angeboten waipu.tv und freenet TV bietet das Unternehmen im Rahmen von Abo-Modellen Zugang zu Inhalten genauso wie öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern. Durch Zukäufe hat freenet sich die hierfür nötige Infrastruktur gesichert. Hierzu gehört ein Glasfasernetz und Funktechnik im Bereich DVB-T2 HD. Wann die Sparte einen großen Beitrag zum Gewinn liefern kann, ist noch nicht abzusehen. Am 7. November werden die Zahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben.

Die Konkurrenz im Kerngeschäft Mobilfunk schläft derweil nicht. Die United Internet-Tochter 1&1 Drillisch hat sich bei der Auktion der 5G-Lizenzen ihren Anteil gesichert und bereitet den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes bis 2021 vor. Bisher bot der Konkurrent - genau wie freenet - Mobilfunktarife an, ohne ein eigenes Netz zu besitzen. Kurzfristig dürfte dies den Mobilfunkmarkt jedoch nicht aus den Fugen heben. Bei 1&1 befasst man sich zunächst einmal mit der schwierigen Planung der Funkmast-Standorte und verweist darauf, dass beim Endkunden kurzfristig noch kein großer Bedarf an 5G besteht.

WAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

In einer Mitte Oktober veröffentlichten Studie sah Simon Bentlage vom Analystenhaus Hauck & Aufhäuser bereits gute Chance für ein Scheitern der UPC-Übernahme. In diesem Fall könnte freenet seine Anteile verkaufen, um mit dem Erlös Schulden abzubauen.

Ebenfalls positiv könne sich aus Sicht des Analysten das 5G-Engagement von 1&1 auswirken, da freenet in Deutschland im Anschluss an dessen Netzaufbau als einziger reiner Mobile-Service-Provider ohne eigenes Netz zurückbleibe. Dies ermögliche dem Unternehmen in Zukunft Druck auf Vodafone auszuüben, um sich günstigere Konditionen beim Einkauf in deren Netz zu sichern.

Im neuen TV und Mediengeschäft dürfte freenet laut Bentlage die selbst gesetzte Zielmarke von 350 000 Abos beim Streamingdienst Waipu mit dem dritten Quartal bereits überschritten haben. Daher behielt Bentlage seine positive Kaufempfehlung bei, die Zielmarke beließ er ebenfalls bei 28 Euro.

Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies sah in der nun geplatzten UPC-Übernahme durch Sunrise bereits Anfang September ohnehin nur einen geringen Einflussfaktor. Der Analyst bezeichnete den Vorgang nur als Nebenschauplatz. Sein Urteil konzentrierte sich derweil eher auf die schlechte Marktlage im Bereich Mobilfunk, hier resultiere die gedrückte Stimmung in einem hohen Bewertungsabschlag. Er beließ sein Urteil trotzdem bei einer Kaufempfehlung und hob sein Kursziel von 23,40 auf 23,70 Euro an.

Von 13 im dpa-AFX-Analyser gelisteten Experten empfehlen 6 den Kauf, 4 würden das Papier halten und 3 es abstoßen. Die Kursziele weichen dahingehend stark voneinander ab - mit dem höchsten Wert bei 28 Euro und dem niedrigsten bei 15 Euro. Das durchschnittliche Kursziel ist 21 Euro, dies liegt nur knapp über dem aktuellen Kursniveau etwas über 20 Euro.

WAS MACHT DIE FREENET-AKTIE:

Nachdem die Aktie Ende Januar 2018 mit rund 33 Euro fast an ihr Hoch im Jahr 2015 von 33,105 Euro herangekommen war, stürzte sie bis Ende des Jahres auf rund 16 Euro ab. Befeuert wurde der Kurssturz von mehreren negativen Äußerungen von Analysten, die Zweifel am Mobilfunkgeschäft des Konzerns hatten.

Eine Erholung bis Mai 2019 wurde jäh abgebrochen. Seitdem hat sich die Aktie wieder etwas erholt und liegt derzeit bei knapp über 20 Euro.

/ssc/men/he

BÜDELSDORF (dpa-AFX)

Bildquellen: JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images, freenet

Nachrichten zu freenet AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu freenet AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
13.12.2019freenet HoldKepler Cheuvreux
27.11.2019freenet HoldWarburg Research
14.11.2019freenet UnderweightBarclays Capital
11.11.2019freenet kaufenDZ BANK
11.11.2019freenet HaltenIndependent Research GmbH
11.11.2019freenet kaufenDZ BANK
07.11.2019freenet buyWarburg Research
07.11.2019freenet buyKepler Cheuvreux
06.11.2019freenet buyJefferies & Company Inc.
18.10.2019freenet buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
13.12.2019freenet HoldKepler Cheuvreux
27.11.2019freenet HoldWarburg Research
11.11.2019freenet HaltenIndependent Research GmbH
11.11.2019freenet HoldWarburg Research
13.08.2019freenet HaltenIndependent Research GmbH
14.11.2019freenet UnderweightBarclays Capital
11.11.2019freenet SellGoldman Sachs Group Inc.
07.11.2019freenet SellUBS AG
07.11.2019freenet SellGoldman Sachs Group Inc.
12.08.2019freenet UnderweightBarclays Capital

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für freenet AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX vor höherem Wochenauftakt -- Asiens Börsen uneinheitlich -- BAIC will offenbar Daimler-Beteiligung ausbauen -- ADO Properties will Adler Real Estate übernehmen -- Uber, Amazon im Fokus

Teilabkommen im Handelszwist zwischen USA und China: Unterzeichnung im Januar. Altmaier bietet Hilfe des Bunds für Tesla-Fabrik in Brandenburg an. Boeing entscheidet wohl über weitere Produktion von Krisenjet. Rom greift bei kriselnder italienischer Volksbank ein. T-Mobile US-Chef warnt US-Richter vor Scheitern von Sprint-Fusion. Autobau in Deutschland auf niedrigstem Stand seit 22 Jahren.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Hohe Ausgaben
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2019
Das Schwarzbuch 2019
Wo 2019 sinnlos Steuern verbrannt wurden
Die wertvollsten Marken der Welt 2019
Diese Unternehmen sind vorne mit dabei
Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier arbeiten die Deutschen am liebsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Was wünschen Sie sich von der Großen Koalition?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
Allianz840400
NEL ASAA0B733
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
Aramco (Saudi-Aramco)A2PVHD