Wacker Neuson-Aktie tiefer: Margenziel verfehlt und nur moderates Wachstum erwartet

Beim Baumaschinenhersteller Wacker Neuson haben im Schlussquartal Kosten im Zusammenhang mit den dann doch gescheiterten Übernahmegesprächen mit Doosan Bobcat auf das Ergebnis gedrückt.
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Hinzu kamen einmalige Wertminderungen auf kurzfristige und langfristige Vermögenswerte. Dadurch verfehlten die Münchener die eigenen Erwartungen an ihre Profitabilität für das vergangene Jahr. Die Aktie verlor am Nachmittag gut ein Prozent, nachdem sie im frühen Handel im Plus notiert hatte.
Wie Wacker Neuson am Dienstagabend anhand vorläufiger Zahlen mitteilte, war das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Jahr um gut sieben Prozent auf 132 Millionen Euro gestiegen. Die entsprechende Marge legte zwar um 0,5 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent zu, Wacker Neuson hatte zuletzt aber 6,5 bis 6,8 Prozent als Ziel ausgegeben.
Wacker Neuson verwies zur Begründung auf die Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit den Gesprächen mit Doosan Bobcat sowie auf Rückstellungen und Abschreibungen im Schlussquartal. Bereinigt um diese hätte die Marge bei 6,5 Prozent gelegen. Der Umsatz lag mit 2,2 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau und damit in der Mitte der vom Unternehmen ausgegebenen Prognosespanne.
Erst vor wenigen Wochen war die Übernahme des Baumaschinenherstellers durch Mischkonzern Doosan Bobcat geplatzt. Eigentlich wollten die Südkoreaner Aktien im Umfang von etwa 63 Prozent des Grundkapitals von Großaktionären erwerben und den außenstehenden Aktionären ein Barangebot machen. Die Nachricht hatte die Wacker-Aktie bis auf gut 26 Euro nach oben schnellen lassen, das Aus hatte sie dann belastet.
Für das neue Geschäftsjahr erwartet Wacker Neuson eine Verbesserung des operativen Geschäfts, positive Impulse aus Infrastruktur- und Modernisierungsprogrammen in Europa sowie - trotz anhaltender US-Zölle - eine solide Nachfrage in Nordamerika. Der Umsatz dürfte daher "moderat" steigen, bei der Ebit-Marge geht der Konzern von einer Verbesserung aus.
Die endgültigen Resultate für 2025 sowie eine detaillierte Prognose für das Geschäftsjahr 2026 will der Konzern am 26. März 2026 veröffentlichen.
Wacker Neuson baut unter den Marken Wacker Neuson, Kramer, Weidemann und Enar alles von Baggern und Radladern bis hin zu Stampfern und Walzen. Das Unternehmen mit Sitz in München mit rund 6.000 Mitarbeitern hat seine Wurzeln in einer Schmiede, die 1848 zur Zeit der Deutschen Revolution in Dresden gegründet wurde.
Auf XETRA zeigt sich die Wacker Neuson-Aktie bei 21,95 Euro um 1,35 Prozent tiefer.
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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Bildquellen: OlegDoroshin / Shutterstock.com, Wacker Neuson
