finanzen.net
18.10.2019 15:44
Bewerten
(0)

US-Strafzölle auf EU-Importe treten in Kraft - EU wird USA neue Zölle auferlegen

Zusätzliche Abgaben: US-Strafzölle auf EU-Importe treten in Kraft - EU wird USA neue Zölle auferlegen | Nachricht | finanzen.net
Zusätzliche Abgaben
Die USA haben am Freitag Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf zahlreiche Produkte aus Europa erlassen.
Betroffen sind zum Beispiel Wein aus Deutschland und Frankreich, Parmesan aus Italien, Olivenöl aus Spanien sowie Butter aus Irland. Beim Import von Flugzeugen wird eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent fällig. Die Strafzölle werden die Einfuhr europäischer Produkte in die USA verteuern. Weichen Verbraucher dort auf günstigere Alternativen aus, könnten die EU-Exporte sinken. Die EU kündigte Gegenmaßnahmen an.

Die USA hatten die Zölle Anfang Oktober als Vergeltung für rechtswidrige EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus (Airbus SE (ex EADS)) angekündigt. Schlichter der Welthandelsorganisation (WTO) hatten der US-Regierung das Recht zugesprochen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben.

"Wir bedauern, dass die Vereinigten Staaten sich dazu entschieden haben, mit Zöllen voranzuschreiten", sagte EU-Handelskommissarin Cecila Malmström in Brüssel. Der Schritt lasse der EU keine andere Wahl, als zu gegebener Zeit eigene Zölle durchzusetzen.

Die Europäische Union hatte sich bis zuletzt bemüht, im Streit über Sanktionen für Flugzeugbauer eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu erzielen. Brüssel droht nun mit Vergeltung, denn die EU hatte in einem ähnlichen Verfahren um Subventionen für den US-Luftfahrtkonzern Boeing Recht bekommen. Die EU könnte daher im kommenden Jahr ebenfalls Strafzölle in ähnlicher Höhe erheben - die WTO-Entscheidung dazu wird aber erst 2020 fallen.

"Die Entscheidung der US-Regierung, einen gütlichen Vergleich mit der EU auszuschlagen, ist eine äußerst kurzsichtige Strategie", sagte Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Langfristig würden die Zölle unnötig deutsche und amerikanische Unternehmen belasten.

"Wichtig ist, dass die EU geschlossen und entschlossen die europäischen Wirtschaftsinteressen schützt", betonte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer. Die Entwicklung sei ein äußerst negatives Signal für die schwächelnde Weltkonjunktur und für die stark vom Export abhängige deutsche Wirtschaft.

Am Parmesan aus Italien lassen sich die Auswirkungen der jüngsten Strafzölle gut ablesen. Statt wie bisher 2,15 US-Dollar sollen pro Kilo Parmesan nun 6 US-Dollar Zoll gezahlt werden, rechnet das Parmesan-Konsortium vor. Amerikaner müssten dann nicht mehr rund 40 US-Dollar pro Kilo zahlen, sondern etwa 45 US-Dollar. Die USA sind nach Frankreich der zweitwichtigste Exportmarkt für Parmesan.

Auch die deutsche Süßwarenindustrie fürchtet die Folgen des Handelsstreits. "Familienunternehmen müssen hier die Fehler einer WTO-widrigen Subventionspolitik in der Großindustrie ausbaden", beklagte Andreas Nickenig vom Branchenverband BDSI. Die Zölle gefährdeten das Engagement der deutschen Hersteller in den USA.

Die Bundesregierung bedauerte die Einführung der Strafzölle. Sie schadeten auch US-Verbrauchern, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Zu den genauen Auswirkungen der Zölle auf Deutschland könne noch nichts gesagt werden.

Das Handelsvolumen zwischen der EU und den USA inklusive Dienstleistungen betrug nach US-Angaben 2018 rund 1,3 Billionen US-Dollar. Für die USA sind die EU-Länder zusammen der wichtigste Exportmarkt.

Doch trotz der Bedeutung der gemeinsamen Handelsbeziehungen droht schon Mitte November neuer Ärger: Die US-Regierung will dann über die Einführung von Strafzöllen auf Autoimporte aus der EU entscheiden. Sollte es dazu kommen, würde die EU wohl ebenfalls Zölle verhängen. Damit wäre eine Eskalation des Handelskonflikts der beiden großen Wirtschaftsräume wohl unvermeidbar.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die USA Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU eingeführt. Brüssel verhängte daraufhin Importabgaben für US-Produkte in etwa gleicher Höhe.

WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: jokerpro / Shutterstock.com, JMiks / Shutterstock.com

Nachrichten zu Airbus SE (ex EADS)

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Langstreckennetz ausbauen
Air Senegal vereinbart mit Airbus Kauf von acht A220-300
Die nationale Fluggesellschaft Air Senegal hat mit Airbus eine Vereinbarung zum Kauf von acht A220-300 geschlossen.

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Airbus SE (ex EADS)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08.11.2019Airbus SE (ex EADS) Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
07.11.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
06.11.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
01.11.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
31.10.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenDZ BANK
08.11.2019Airbus SE (ex EADS) Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
07.11.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
06.11.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
31.10.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
31.10.2019Airbus SE (ex EADS) buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
01.11.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
31.10.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenDZ BANK
31.10.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenIndependent Research GmbH
04.10.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenIndependent Research GmbH
01.08.2019Airbus SE (ex EADS) NeutralOddo BHF
26.01.2018Airbus SE (ex EADS) VerkaufenIndependent Research GmbH
19.01.2018Airbus SE (ex EADS) VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
01.11.2017Airbus SE (ex EADS) VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
01.11.2017Airbus SE (ex EADS) KaufIndependent Research GmbH
19.10.2017Airbus SE (ex EADS) VerkaufenIndependent Research GmbH

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Airbus SE (ex EADS) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt kaum verändert -- US-Börsen uneinheitlich -- Kein Testat für singapurische Wirecard-Tochter? -- Aroundtown: Offerte für TLG -- thyssenkrupp, Drägerwerk, easyJet, VW, MorphoSys im Fokus

EU-Kommission hat Bedenken gegen Metallo-Übernahme durch Aurubis. Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Teile von Thomas Cook. Gerresheimer-Aktie mit deutlichem Minus: Sanofi kündigt Projekt. Merck KGaA erwägt angeblich Verkauf des Pigment-Geschäfts. Home Depot senkt Prognose für Umsatzwachstum im Gesamtjahr.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Hohe Ausgaben
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2019
Das Schwarzbuch 2019
Wo 2019 sinnlos Steuern verbrannt wurden
Die wertvollsten Marken der Welt 2019
Diese Unternehmen sind vorne mit dabei
Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier arbeiten die Deutschen am liebsten
Die Performance der TecDAX-Werte im Oktober 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wo sehen Sie den Bitcoin-Kurs Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
NEL ASAA0B733
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Aurora Cannabis IncA12GS7
CommerzbankCBK100
Microsoft Corp.870747
EVOTEC SE566480
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
K+S AGKSAG88
Amazon906866
Plug Power Inc.A1JA81