12.05.2020 22:01

John McAfee will herausgefunden haben, wer Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto wirklich ist

Bitcoin-Erfinder enttarnt?: John McAfee will herausgefunden haben, wer Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto wirklich ist | Nachricht | finanzen.net
Bitcoin-Erfinder enttarnt?
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2008 tauchte das von Satoshi Nakamoto verfasste Whitepaper "Bitcoin: Ein Peer-to-Peer-elektronisches Cash-System" erstmals auf. Seitdem rätseln Bitcoin-Jünger, wer hinter dem Pseudonym des Bitcoin-Erfinders steckt. Computerexperte McAfee behauptet, die Lösung zu kennen.
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• McAfee behauptet, Nakamotos wahre Identität zu kennen
• Konkrete Namen nennt er nicht
• Linguistische Analyse soll zur Enttarnung von Satoshi Nakamoto führen

Er ist eine der mysteriösesten Figuren in der Krypto-Community: Der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto. Unter diesem Pseudonym hat Nakamoto vor zwölf Jahren ein Whitepaper veröffentlicht, das den Grundstein für die älteste Kryptowährung, den Bitcoin, legen sollte. Spekulationen über die wahre Identität des Bitcoin-Erfinders haben seit dieser Zeit viele Bitcoin-Jünger beschäftigt. Zweifelsfrei bewiesen werden konnte keine der in der Community zirkulierenden Spekulationen. Doch John McAfee erklärte jetzt in einem Interview, er habe das Rätsel um Satoshi Nakamoto gelöst.

Bitcoin-Erfindung Teamarbeit?

Gegenüber Cointelegraph hat der Anticomputerviren-Pionier im Rahmen der Virtual Blockchain Week erklärt, er kenne die Identität von Nakamoto mit 99%iger Sicherheit. Demnach sei er überzeugt, dass die landläufige Überzeugung, Bitcoin sei von einer Einzelperson erfunden wurden, falsch sei. "Quatsch" nannte McAfee diese Aussage und erklärte, stattdessen habe ein elfköpfiges Team innerhalb von fünf Jahren die Bitcoin-Idee entwickelt.

Wer schlussendlich das Whitepaper verfasst habe, wollte McAfee allerdings nicht verraten. Stattdessen betonte er, es benötige nicht viel Aufwand, um den wahren Autoren herauszufinden. "Wenn man wissen will, wer es war, gibt es die üblichen Verdächtigen. Craig Wright wird dabei immer wieder genannt, aber ich nenne jetzt nicht alle möglichen Autoren, sonst gebe ich noch Hinweise darauf, wer es tatsächlich war", so McAfee im Interview.

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Sprachanalyse führt zum Ziel

Dennoch verrät der Kryptoexperte zumindest, wie man dem wahren Autoren der Studie auf die Spur kommen könnte. Eine Sprachanalyse führe zum Ziel, glaubt McAfee. Dabei verweist er zunächst darauf, dass der Verfasser des Whitepapers wohl Engländer sein müsse, da jedes Wort, das sowohl im amerikanischen als auch im britischen Englisch unterschiedlich sei, in britischem Englisch verfasst wurde. Darüber hinaus sei noch eine zweite Sache auffällig: "Nur 5 Prozent der Menschen machen hinter einem Punkt zwei Leerzeichen. Überall sind zwei Leerzeichen hinter einem Punkt." Außerdem sei die Formatierung [des Textes] identisch mit der Formatierung, die der Autor beruflich benutze, führ McAfee weiter aus.

Wer wirklich wissen will, wer sich hinter Satoshi Nakamoto versteckt, könne einfach ein Analyseprogramm über die Studie laufen lassen. Dieses koste vielleicht 200 Dollar. Vergleicht man dann das Whitepaper mit einer der Arbeiten, die er veröffentlicht hat, dann komme nur noch eine Person als Autor der Studie in Frage.

Warum McAfee den Namen nicht verrät

Konkreter wird McAfee im Interview aber nicht, einen Namen lässt sich der Unternehmer nicht entlocken und begründet seine Zurückhaltung in diesem Zusammenhang auch. Er habe den vermeintlichen Autor kontaktiert und sei danach zu dem Ergebnis gekommen, ihn nicht zu enttarnen, da dieser seine Identität wahren will.

Der vermeintliche Bitcoin-Erfinder habe ihm in einem Telefongespräch erklärt, dass Nakamoto - wenn McAfee mit seiner Vermutung richtig liegt - wohl ein Team von Bodyguards anheuern müsse, um sein Leben zu schützen. Denn eine Enthüllung seiner Identität würde ihm nicht nur die Regierung auf den Hals hetzen, die Steuern eintreiben will. Auch Krypto-Fans und sogar Kriminelle würden das Leben von Nakamoto gefährden.
Sollte McAfee aber den falschen Namen nennen, würde all dies zur Gefahr für einen unschuldigen Mann, habe der vermeintliche Bitcoin-Erfinder im Telefongespräch gesagt, erinnert sich McAffee.

Zu diesem Zeitpunkt habe er sich entschieden, den Namen nicht öffentlich zu nennen. Wer es dennoch wissen will, solle seine Tipps beherzigen. "Findet es selbst heraus, es ist eigentlich ganz leicht", erklärte er.

Craig Wright lässt nicht locker

Craig Wright, der in den vergangenen Jahren immer wieder behauptet hatte, das fragliche Whitepaper im Jahr 2008 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verfasst zu haben, scheint unter diesen Umständen als möglicher Bitcoin-Erfinder auszuscheiden, denn dessen Namen nannte McAfee als möglichen Mitarbeiter im Bitcoin-Team.

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Wright selbst beharrt darauf, der Erfinder der weltgrößten Kryptowährung zu sein, blieb bislang aber mögliche Beweise schuldig. Aktuell befindet sich Wright in einem Rechtsstreit mit dem Bruder seines ehemaligen Freundes und Partners Dave Kleiman, mit dem er in der Vergangenheit gemeinsam Bitcoin geschürft haben soll. Die Erben von Dave Kleiman kämpfen nun um den Anspruch an der Hälfte von etwa 1,1 Millionen Bitcoins, die Craig und Kleiman gemeinsam gemint haben sollen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: VCG / Kontributor Getty Images

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