Knappes Angebot

Analyst: Deshalb wird Bitcoin zunehmend eine Alternative zu Gold

11.05.20 22:44 Uhr

Analyst: Deshalb wird Bitcoin zunehmend eine Alternative zu Gold | finanzen.net

Für viele Bitcoin-Fans ist die weltweit beliebteste Kryptowährung in Krisenzeiten ein guter Goldersatz. Auch für Bloomberg-Stratege Mike McGlone ist der Bitcoin inzwischen kein Risiko-Asset mehr, sondern wird zunehmend zu einem sicheren Wertspeicher wie beispielsweise Gold.

Werte in diesem Artikel
Devisen

50.590,7512 CHF 1.682,5618 CHF 3,44%

55.188,4733 EUR 1.791,0805 EUR 3,35%

47.952,3941 GBP 1.445,6082 GBP 3,11%

10.205.350,5942 JPY 346.593,9113 JPY 3,52%

65.056,2740 USD 2.159,3736 USD 3,43%

364,9230 CHF 10,1480 CHF 2,86%

398,0874 EUR 10,7482 EUR 2,77%

345,8919 GBP 8,5365 GBP 2,53%

73.613,5919 JPY 2.099,1866 JPY 2,94%

469,2662 USD 13,0186 USD 2,85%

9,8054 CHF 0,0921 CHF 0,95%

10,6965 EUR 0,0916 EUR 0,86%

9,2940 GBP 0,0576 GBP 0,62%

1.977,9785 JPY 19,9977 JPY 1,02%

12,6091 USD 0,1175 USD 0,94%

16,0996 CHF -0,0133 CHF -0,08%

14,1249 EUR -0,0015 EUR -0,01%

12,3499 GBP -0,0530 GBP -0,43%

1.833,7203 JPY -3,6182 JPY -0,20%

16,2341 USD 0,0000 USD 0,00%

0,5225 USD 0,0553 USD 11,84%

0,0027 BCH -0,0001 BCH -2,78%

0,1020 BSV -0,0010 BSV -0,94%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -3,34%

• Unsicheres Marktumfeld durch Corona und Rettungspakete
• Bloomberg-Stratege: Bitcoin erreicht Goldstandard
• Bitcoin-Angebot ist knapp

Die Corona-Pandemie hat die internationalen Märkte erschüttert. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Virus wurden das öffentliche Leben und das Wirtschaftsgeschehen stark eingeschränkt. Um die wirtschaftlichen Folgen zumindest abzufedern haben Regierungen und Notenbanken noch nie dagewesene Hilfsprogramme aufgelegt. So haben die Währungshüter ihre Geldschleusen geöffnet und die Märkte praktisch mit Liquidität geflutet. Doch bei zahlreichen Anlegern wächst deshalb die Sorge vor einem Anstieg der Inflation und damit einem Wertverlust ihres Vermögens.

Der Bitcoin hingegen wurde als dezentrales, staatlich unabhängiges und nicht-inflationäres Zahlungsmittel entworfen. Damit wird er zunehmend interessanter für Anleger, die dabei sind ihr Vertrauen in das staatliche Finanzsystem zu verlieren.

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Nicht-inflationärer Bitcoin

Auch Mike McGlone, Analyst bei Bloomberg Intelligence, sieht in seiner Angebotsstruktur einen großen Vorteil des Bitcoin - selbst gegenüber Gold, das gemeinhin als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt.

Bitcoins werden nämlich durch rechenintensive Prozesse erzeugt, im Rahmen derer neue Datenblöcke geschaffen werden, die für die Aufzeichnung von Bitcoin-Transaktionen benötigt werden. Im Gegenzug für das Bereitstellen ihrer Rechenleistung erhalten die sogenannten "Miner" für jeden erzeugten Block eine bestimmte Menge an ebenfalls neu generierten Bitcoins.

Das bedeutet, das Angebot von Bitcoin kann nicht so einfach ausgeweitet werden, wie es die Notenbanken derzeit mit Fiatgeld machen. Mike McGlone weist in seinem Blogbeitrag ferner darauf hin, dass selbst bei Gold die Fördermenge bei einem hohen Preisniveau hochgeschraubt werden kann, selbst wenn das Edelmetall insgesamt ein knappes Gut ist. Deshalb sei der Bitcoin als Wertspeicher besonders interessant.

Jedoch räumte McGlone auch ein, dass es selbst bei Bitcoin zu Angebotsschwankungen kommen kann, nämlich dann wenn Mining-Unternehmen ihre Bitcoins horten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt zu werfen. Doch solche temporären Ereignisse änderten dennoch nichts an der wertfördernden Angebotsstruktur von Bitcoin, so das Urteil des Bloomberg-Strategen. Deshalb habe die Cyberwährung seiner Meinung nach inzwischen Goldstandard erreicht und werde diesen auch behalten.

Halving bremst Bitcoin-Angebot

Dem Inflations-Schutz kommt beim Bitcoin eine hohe Bedeutung zu. Um nämlich einen inflationsbedingten Wertverlust zu verhindern, hat Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto bei der Programmierung der digitalen Währung festgelegt, dass sich die Menge der täglich ausgeschütteten Coins immer dann halbiert, wenn von den Minern rund 210.000 Blöcke gelöst wurden. Dieses sogenannte Halvening bedeutet, dass die Anzahl der umlaufenden Bitcoins mit immer geringerer Geschwindigkeit wächst.

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Das Angebot wird also zunehmend verknappt, bis die festgelegte Obergrenze von 21 Millionen Coins erreicht wird. Etwa alle vier Jahr steht dieses sogenannte Bitcoin-Halving an, bei der die Belohnung der Miner halbiert wird - und am 12. Mai ist es voraussichtlich wieder soweit.

Redaktion finanzen.net

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