Einführung nicht in Sicht

BIZ: Notenbanken verstärken Arbeit an digitalem Zentralbankgeld

27.01.21 06:41 Uhr

BIZ: Notenbanken verstärken Arbeit an digitalem Zentralbankgeld | finanzen.net

Das Interesse von Notenbanken an digitalem Zentralbankgeld nimmt weiter zu.

Werte in diesem Artikel
Devisen

69.364,9764 CHF -191,2958 CHF -0,28%

75.179,8590 EUR -207,3321 EUR -0,28%

65.174,2271 GBP -179,7385 GBP -0,28%

13.845.993,5634 JPY -38.184,6899 JPY -0,28%

88.930,2551 USD -245,2532 USD -0,28%

2.295,0348 CHF -5,4232 CHF -0,24%

2.487,4281 EUR -5,8778 EUR -0,24%

2.156,3782 GBP -5,0955 GBP -0,24%

458.113,5721 JPY -1.082,5215 JPY -0,24%

2.942,3787 USD -6,9528 USD -0,24%

1,4818 CHF -0,0108 CHF -0,73%

1,6061 EUR -0,0117 EUR -0,73%

1,3923 GBP -0,0102 GBP -0,73%

295,7900 JPY -2,1619 JPY -0,73%

1,8998 USD -0,0139 USD -0,73%

53,3124 CHF 0,1929 CHF 0,36%

57,7816 EUR 0,2091 EUR 0,36%

50,0915 GBP 0,1812 GBP 0,36%

10.641,7293 JPY 38,5039 JPY 0,36%

68,3499 USD 0,2473 USD 0,36%

461,5655 CHF -1,4982 CHF -0,32%

500,2587 EUR -1,6238 EUR -0,32%

433,6796 GBP -1,4077 GBP -0,32%

92.133,4338 JPY -299,0533 JPY -0,32%

Eine Einführung auf breiter Front zeichnet sich in absehbarer Zeit aber nicht ab. Dies ist das Ergebnis einer neuen Umfrage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach dürften Notenbanken aus Ländern, die zusammen für etwa zwanzig Prozent der Weltbevölkerung stehen, in den kommenden drei Jahren digitales Zentralbankgeld einführen. Für die Mehrheit der Notenbanken sei ein solcher Schritt in absehbarer Zeit aber weiter unwahrscheinlich.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Digitales Zentralbankgeld ist quasi die Antwort der Notenbanken auf neuartige Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ether. Im Gegensatz zu solchen privatwirtschaftlichen Kryptowährungen steht digitales Notenbankgeld unter Aufsicht und Kontrolle von Zentralbanken. Zwei grundsätzliche Formen sind denkbar: Zum einen digitales Notenbankgeld direkt für Endverbraucher und Unternehmen, zum anderen digitales Zentralbankgeld, das nur an Geschäftsbanken ausgegeben wird. Beide Formen haben Vor- und Nachteile.

Die Umfrage der BIZ wurde Ende 2020 unter mehr als 60 Zentralbanken durchgeführt. Es wurde nach dem Stand der Entwicklung sowie nach Motiven und Zielen gefragt. Laut BIZ haben die befragten Notenbanken ihre Arbeit an digitalem Zentralbankgeld inmitten der Corona-Pandemie beschleunigt. 86 Prozent der befragten Zentralbanken beschäftigen sich demnach mit dem Thema. Die Notenbank des Inselstaats Bahamas habe sogar als erste überhaupt digitales Zentralbankgeld für Endverbraucher und Unternehmen eingeführt.

Das könnte Sie auch interessieren: JETZT NEU - Bitcoin & Co. über die finanzen.net App handeln - oder für Profis über die Börse Stuttgart Digital Exchange

Eine Einführung digitalen Notenbankgeldes auf breiter Front lasse jedoch weiter auf sich warten, heißt es von der BIZ. Einige Zentralbanken mit fortgeschrittenen Projekten seien sogar etwas vorsichtiger mit Blick auf einen konkreten Zeitplan für die Einführung geworden. Auch hätten die grenzüberschreitenden Wirkungen einer Einführung die Notenbanken zu verstärkter Zusammenarbeit veranlasst.

Grundsätzlich sei das Interesse an digitalem Zentralbankgeld in Schwellen- und Entwicklungsländern etwas ausgeprägter als in den Industriestaaten. Dabei seien die Zentralbanken tendenziell etwas mehr an der Einführung von Notenbankgeld für Endverbraucher und Unternehmen interessiert als an der Einführung digitalen Notenbankgeldes rein für die Geschäftsbanken.

/bgf/jsl/he

BASEL (dpa-AFX)

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com