Einführung nicht in Sicht

BIZ: Notenbanken verstärken Arbeit an digitalem Zentralbankgeld

27.01.21 06:41 Uhr

BIZ: Notenbanken verstärken Arbeit an digitalem Zentralbankgeld | finanzen.net

Das Interesse von Notenbanken an digitalem Zentralbankgeld nimmt weiter zu.

Werte in diesem Artikel
Devisen

74.115,4883 CHF -756,0045 CHF -1,01%

79.800,9441 EUR -837,4999 EUR -1,04%

69.218,3547 GBP -717,1998 GBP -1,03%

14.694.839,6119 JPY -73.740,6633 JPY -0,50%

92.940,6085 USD -779,1450 USD -0,83%

2.558,1802 CHF -63,8517 CHF -2,44%

2.754,4201 EUR -69,5728 EUR -2,46%

2.389,1500 GBP -60,0231 GBP -2,45%

507.209,0622 JPY -9.992,9624 JPY -1,93%

3.207,9506 USD -74,1555 USD -2,26%

1,5892 CHF -0,0020 CHF -0,12%

1,7111 EUR -0,0026 EUR -0,15%

1,4842 GBP -0,0021 GBP -0,14%

315,0923 JPY 1,2299 JPY 0,39%

1,9929 USD 0,0011 USD 0,06%

56,8898 CHF -0,9301 CHF -1,61%

61,2539 EUR -1,0196 EUR -1,64%

53,1309 GBP -0,8773 GBP -1,62%

11.279,5154 JPY -125,6101 JPY -1,10%

71,3397 USD -1,0360 USD -1,43%

468,8184 CHF -4,1806 CHF -0,88%

504,7819 EUR -4,6498 EUR -0,91%

437,8416 GBP -3,9748 GBP -0,90%

92.952,3906 JPY -347,7966 JPY -0,37%

Eine Einführung auf breiter Front zeichnet sich in absehbarer Zeit aber nicht ab. Dies ist das Ergebnis einer neuen Umfrage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach dürften Notenbanken aus Ländern, die zusammen für etwa zwanzig Prozent der Weltbevölkerung stehen, in den kommenden drei Jahren digitales Zentralbankgeld einführen. Für die Mehrheit der Notenbanken sei ein solcher Schritt in absehbarer Zeit aber weiter unwahrscheinlich.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Digitales Zentralbankgeld ist quasi die Antwort der Notenbanken auf neuartige Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ether. Im Gegensatz zu solchen privatwirtschaftlichen Kryptowährungen steht digitales Notenbankgeld unter Aufsicht und Kontrolle von Zentralbanken. Zwei grundsätzliche Formen sind denkbar: Zum einen digitales Notenbankgeld direkt für Endverbraucher und Unternehmen, zum anderen digitales Zentralbankgeld, das nur an Geschäftsbanken ausgegeben wird. Beide Formen haben Vor- und Nachteile.

Die Umfrage der BIZ wurde Ende 2020 unter mehr als 60 Zentralbanken durchgeführt. Es wurde nach dem Stand der Entwicklung sowie nach Motiven und Zielen gefragt. Laut BIZ haben die befragten Notenbanken ihre Arbeit an digitalem Zentralbankgeld inmitten der Corona-Pandemie beschleunigt. 86 Prozent der befragten Zentralbanken beschäftigen sich demnach mit dem Thema. Die Notenbank des Inselstaats Bahamas habe sogar als erste überhaupt digitales Zentralbankgeld für Endverbraucher und Unternehmen eingeführt.

Das könnte Sie auch interessieren: JETZT NEU - Bitcoin & Co. über die finanzen.net App handeln - oder für Profis über die Börse Stuttgart Digital Exchange

Eine Einführung digitalen Notenbankgeldes auf breiter Front lasse jedoch weiter auf sich warten, heißt es von der BIZ. Einige Zentralbanken mit fortgeschrittenen Projekten seien sogar etwas vorsichtiger mit Blick auf einen konkreten Zeitplan für die Einführung geworden. Auch hätten die grenzüberschreitenden Wirkungen einer Einführung die Notenbanken zu verstärkter Zusammenarbeit veranlasst.

Grundsätzlich sei das Interesse an digitalem Zentralbankgeld in Schwellen- und Entwicklungsländern etwas ausgeprägter als in den Industriestaaten. Dabei seien die Zentralbanken tendenziell etwas mehr an der Einführung von Notenbankgeld für Endverbraucher und Unternehmen interessiert als an der Einführung digitalen Notenbankgeldes rein für die Geschäftsbanken.

/bgf/jsl/he

BASEL (dpa-AFX)

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com