finanzen.net
01.11.2016 03:00
Bewerten
(0)

Hier stimmt was nicht! Renminbi mit gefährlichen Relationen

Euro am Sonntag deckt auf: Hier stimmt was nicht! Renminbi mit gefährlichen Relationen | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag deckt auf
DRUCKEN
Die Aufnahme des chinesischen ­Renminbi in den Währungskorb des IWF gilt als ein Meilenstein. Die Regierung in Peking findet darin ihre Politik der Marktöffnung bestätigt.
€uro am Sonntag
von Jörg Lang, Euro am Sonntag

In der Bevölkerung ist die Skepsis gegenüber den Politikern und dem Finanzsystem allerdings eher gewachsen. Erkennbar ist das unter anderem daran, dass immer mehr Mittel in Immobilien fließen, selbst wenn damit keine Mieten verdient werden. Nach dem Motto: Lieber ein nicht vermietetes Apartment in einer Geisterstadt als ein verzinsliches Bankkonto bei einer Staatsbank. Auffällig ist ebenfalls, dass die Importe aus Steuerparadiesen wie Samoa, den Bahamas oder den Seychellen dreistellige Zuwachsraten haben. Über hohe Verrechnungspreise werden wohl Gelder ins Ausland kanalisiert.
Anzeige
Jetzt Devisen mit bis zu Hebel 30 handeln
Handeln Sie mit Devisen mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Mit nur 100,00 € können Sie von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital profitieren!
80,6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.


Die Skepsis der Bevölkerung ist verständlich. China fällt es immer schwerer, die nötigen Wachstumsraten zu erwirtschaften. Die Verschuldung im System steigt deutlich schneller als das nominale Inlands­produkt. Laut den Analysten der japanischen Investmentbank Nomura hat sie mehr als 300 Prozent des Inlands­produkts erreicht. Das ist eine Größenordnung, die höher ist als in der Asienkrise 1997 oder bei der US-Subprimekrise.


China dürfte den Punkt, ab dem eine schmerzfreie Trendwende noch möglich gewesen wäre, lange hinter sich gelassen haben: Weder eine Begrenzung des Schuldenzuwachses unter das Wirtschaftswachstum noch eine Inflationierung der Wirtschaft sind realisierbare Wege. Der einzige Ausweg Ist der Abbau der Schulden über Insolvenzen. Ob das geordnet über die Bühne gehen kann? Vor allem die staatseigenen Betriebe haben Schulden im großen Stil aufgebaut. Fiele ein zunehmender Teil von ihnen aus, würde dies das Wirtschaftswachstum Chinas dämpfen und wohl auch seine Währung trotz IWF-Adelung stark belasten. Für Anleger heißt das: Vorsicht bei Währungen wie dem Austral-Dollar oder dem brasilianischen Real, die vom Wachstum Chinas maßgeblich abhängen.

Unser Kolumnist Jörg Lang beschäftigt sich seit 1988 mit dem Thema Aktien.
Bildquellen: JOHANNES EISELE/AFP/Getty Images, William Ju / Shutterstock.com, Aleksey Klints / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1520-0,0011
-0,09
Japanischer Yen129,5750-0,1850
-0,14
Pfundkurs0,8824-0,0001
-0,01
Schweizer Franken1,1473-0,0001
-0,01
Russischer Rubel75,4165-0,1053
-0,14
Bitcoin5599,8301-21,2900
-0,38
Chinesischer Yuan7,9795-0,0005
-0,01

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow Jones schließt im Plus -- Daimler senkt Gewinnprognose -- Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streit später erwartet -- Apple kündigt weitere Keynote an

Hersteller sollen Google für Apps zahlen. Chinas Wachstum fällt unerwartet stark. Akorn legt Berufung im Prozess gegen Fresenius ein. Porsche: Verfolgen derzeit keinen Börsengang. EU sieht schwere Verstöße Italiens gegen Haushaltsregeln. Software AG übertrifft Erwartungen und bestätigt Jahresprognose. American Express steigert Quartalsgewinn um 22 Prozent.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Glauben Sie, dass Angela Merkel Anfang Dezember auf dem Parteitag der CDU als Parteichefin wiedergewählt wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Aurora Cannabis IncA12GS7
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
BASFBASF11
Allianz840400
SAP SE716460
BMW AG519000
BVB (Borussia Dortmund)549309
Wirecard AG747206
Lufthansa AG823212
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750