25.02.2019 20:30

Hat der Bitcoin seinen Boden bald erreicht?

Hedgefonds-Manager: Hat der Bitcoin seinen Boden bald erreicht? | Nachricht | finanzen.net
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Der große Bitcoin-Hype erreichte im Dezember 2017 seinen Höhepunkt, als die Kryptowährung fast 20.000 US-Dollar wert war. Seitdem läuft es für den Bitcoin nicht gut: Derzeit dümpelt er bei knapp unter 4.000 US-Dollar vor sich her. Doch könnte der Boden schon bald erreicht sein?
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Im Lager der Krypto-Enthusiasten gibt es immer noch genug Fans, die dem Bitcoin eine glänzende Zukunft voraussagen und sich sicher sind, dass Cyberdevisen die Währung der Zukunft sind. Doch die Performance des Bitcoin lässt zu wünschen übrig. Zwar ist die Wertsteigerung verglichen mit der Anfangszeit immer noch immens, doch herrscht bei vielen die Angst, dass die volatile Devise noch weiter sinken könnte. Die Hoffnung, dass der beliebte Coin bald seinen Boden finden könnte und es ab da wieder nur bergauf geht, ist groß. Hedgefonds-Manager Alex Sunnarborg geht davon aus, dass der Bitcoin seinen Boden bald erreichen werde.
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Riskante Wette auf Ethereum gewonnen

In einem Interview mit Forbes gab Sunnarborg, Mitgründer des Krypto-Hedgefonds Tetras Capital, seine Einschätzung preis wie er die Zukunft von Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co. sieht. Sein Hedgefonds kam vor allem durch eine riskante Wette ins Gespräch: Im Mai vergangenen Jahres baute der Fonds eine Short-Position auf Ethereum auf - der Coin wurde damals bei um die 700 US-Dollar gehandelt. Ein unsicheres Unterfangen, doch Sunnarborg und sein Hedgefonds hatten den richtigen Riecher. Derzeit wird ein ETH bei nicht einmal 150 US-Dollar gehandelt.

Eine Bodenbildung des Bitcoin sei momentan zwar noch nicht eingetreten, aber Sunnarborg vermutet, dass ein vorerst tiefstes Tief nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte. Im Interview mit Forbes erklärt er außerdem, welche Signale er sich für die weitere Marktentwicklung zu Herzen nimmt.

ICOs fast alle "illegal"

In der nächsten Zeit dürften vor allem Fidelity und Bakkt interessant sein. Der US-Vermögensverwalter Fidelity plant im März eine Krypto-Handels-Plattform zu launchen, auch Bakkt intendiere die Einführung eines Handelsplatzes für Bitcoin-Futures. Der Erfolg der beiden Plattformen dürfte auch die zukünftige Kursentwicklung am Kryptomarkt beeinflussen.

Sunnarborg vertritt die Meinung, dass es für eine Bodenbildung beim Bitcoin am besten wäre, wenn "alle potenziellen schlimmen Dinge sofort eintreten". Die SEC müsse bei allen "schlimmen Akteuren" hart durchgreifen. Als solche sieht Sunnarborg vor allem diejenigen Krypto-Unternehmen, die Geld durch ICOs einsammeln wollen - "wir denken, dass so gut wie alles illegale Angebote sind".

Regulierungen könnten für Vertrauen sorgen

Auch Regulierungen sind für Sunnarborg unumgänglich. Je mehr Akteure reguliert handeln würden, desto höher würde das Vertrauen und die Akzeptanz in Kryptowährungen werden, denn viele potenzielle Interessenten an Kryptowährungen zögerten heutzutage häufig noch aus Angst vor Manipulationen, Betrug oder Hacks. Sobald das meiste Volumen an Kryptowährungen bei vertrauenswürdigen, regulierten Plattformen gehandelt wird, hält er es für möglich, dass auch gestandene Institutionen den digitalen Währungen vertrauen und auf den Krypto-Zug aufspringen.

Wenn "alle potenziellen schlimmen Dinge" eingetreten seien, könne es für den Bitcoin nur noch bergauf gehen, dann gäbe es keine Hindernisse mehr, die die Kryptowährung nachhaltig nach unten drücken könnten. Was aktuell helfen würde, seien "Klarheit und Handlungen". Entscheidungen von der SEC wie beispielsweise die über den VanEck-Fonds hätten direkt getroffen und nicht aufgeschoben werden sollen, "schlimme Akteure" sollten direkt bestraft werden. Dann stehe einem Aufwärtstrend des Bitcoin nichts mehr im Weg.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: 3Dsculptor / Shutterstock.com, Lightboxx / Shutterstock.com

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