22.11.2018 17:22

Bitcoin: Ist jetzt auch die 4.000-Dollar-Marke in Gefahr?

Kryptomarkt unter Druck: Bitcoin: Ist jetzt auch die 4.000-Dollar-Marke in Gefahr? | Nachricht | finanzen.net
Kryptomarkt unter Druck
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Auch wenn zur Wochenmitte leichte Stabilisierungstendenzen einsetzen, der Kryptomarkt steckt 2018 in einer schweren Krise. Besonders die größte Kryptowährung Bitcoin wird zunehmend abgestraft. Nun könnte sogar die 4.000-Dollar-Marke in Gefahr sein.
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2017 war das erfolgreichste Jahr für Kryptoinvestoren. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich ein regelrechter Hype um die digitalen Token, die ungebremste Nachfrage von Investoren ließ Kryptowährungen in regelmäßigen Abständen neue Rekordhöhen erklimmen.

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Doch 2018 zeigt sich am Kryptowährungsmarkt ein komplett anderes Bild: Nach einem herben Kurseinbruch zum Jahresstart zeigten sich die größten Digitalwährungsvertreter in den Folgemonaten verhältnismäßig stabil. Der größte Kritikpunkt vieler Anlegerschützer, die starke Volatilität am Kryptomarkt, wurde deutlich abgeschwächt. Doch Mitte November scheint sie wieder da, die Zeit der massiven Kursschwankungen: Innerhalb weniger Tage hat der Kryptowährungsmarkt rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt - und glaubt man Experten, ist der Boden noch nicht gefunden.

Fallen jetzt auch die 4.000 US-Dollar?

Besonders im Anlegerfokus bleibt die weltgrößte Kryptowährung Bitcoin. Am Dienstag sackte der Preis für einen der digitalen Token bis auf 4.220 US-Dollar ab, damit markierte die Cyberwährung ihren tiefsten Stand seit rund einem Jahr. Noch im Dezember 2017 hatte der Bitcoin innerhalb von 24 Stunden rund 4.000 Dollar zulegt und an der 17.000-Dollar-Marke angeklopft - nur elf Monate später ist er gerade noch rund 4.500 US-Dollar wert.

Und möglicherweise geht der Ausverkauf in den kommenden Wochen weiter, denn grundsätzlich hat sich am negativen Handelsumfeld für Bitcoins nur wenig geändert. Am Vortag hatte die US-Börsenaufsicht SEC Sanktionen gegen zwei Unternehmen erlassen. Die beiden Kryptofirmen hatten Vorgaben der Börsenaufseher nicht eingehalten und im Rahmen ihres ICO Wertpapiere herausgegeben, die sie vorher nicht registriert hatte. Paragon und Airfox, so die Namen der Startups, die mit ihren ICOs mehr als 27 Millionen US-Dollar eingenommen hatten, müssen Anleger nun entschädigen.

Neben dem zunehmenden Gegenwind von Behördenseite haben auch die Streitigkeiten zwischen sich unversöhnlich gegenüberstehenden Lagern des Bitcoin-Bruders Bitcoin Cash Investoren auf die Stimmung geschlagen. Die geplante Aufspaltung von Bitcoin Cash hat die Kursturbulenzen am Kryptomarkt noch verstärkt. Seit dem 15. November buhlen zwei Parteien um die Vormacht bei Bitcoin Cash: "Satoshi’s Vision", geführt von Craig S. Wright, und die Fraktion "ABC" unter der Führung von Investor Roger Ver. Während Wright sich für umfangreiche Änderungen am Bitcoin Cash-Protokoll einsetzt, will Ver mit seiner ABC-Fraktion nur moderate Anpassungen vornehmen. Wer sich in der Blockchain durchsetzen also mehr Rechenkraft aufbringen kann, um seine Vision durchzusetzen, wird die Zukunft von Bitcoin Cash entscheidend beeinflussen.

Anleger betrachten die Scharmützel zwischen den beiden Parteien, die mit enormen Kosten verbunden sind, mit gemischten Gefühlen. Denn am Ende werden Bitcoin Cash-Investoren statt einem Bitcoin Cash jeweils einen Token von Bitcoin ABC und Bitcoin SV im Depot haben - mit jeweils ungewissen Zukunftsaussichten.

ETF lässt weiter auf sich warten

Darüber hinaus ist das Handeln mit Kryptowährungen in den vergangenen Monaten nicht einfacher geworden. Noch immer warten Investoren auf den Bitcoin ETF - lediglich in der Schweiz hat ein Kryptostartup grünes Licht für einen börsengehandelten Bitcoin-Indexfonds erhalten. Die flächendeckende Freigabe von Bitcoin ETFs könnte dem Kryptomarkt frische Milliarden zuführen. Doch allein in den Vereinigten Staaten befinden sich neun ETF-Anträge zur Überprüfung bei der SEC, bislang hatte die Börsenaufsicht jeden Antrag abgelehnt.

Der Abwärtstrend bei Techtiteln am Aktienmarkt, der insbesondere auch Unternehmen getroffen hat, die im Kryptogeschäft aktiv sind, dürfte als Wechselwirkung auch auf den Kryptomarkt abstrahlen. Denn wenn weniger Geld mit Digitalwährungen verdient werden kann, werden auch die Anwendungsmöglichkeiten wohl immer mehr verblassen.

Alles in allem scheint das Handelsumfeld für Kryptowährungen zum Jahresende 2018 alles andere als gut. Investoren werden sich wohl zunächst weiter in Zurückhaltung üben, zumindest bis elementare Unsicherheiten, wie die Zukunft von Bitcoin Cash oder die Regulierungsmaßnahmen internationaler Behörden, ausgeräumt sind. Die 4.000-Dollar-Marke bei Bitcoin könnte vor diesem Hintergrund durchaus in der nächsten Zeit in Gefahr geraten.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: r.classen / Shutterstock.com, Godlikeart / Shutterstock.com
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