17.05.2018 14:20
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Der aktuelle Hash-Power-Zuwachs könnte den Bitcoin auf 36.000 US-Dollar treiben

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Das von Thomas Lee mitgegründete Analystenhaus Fundstrat Global Advisors prophezeit einen Bitcoinkurs von 20.000 bis 64.000 US-Dollar bis Ende 2019. Der Auslöser für eine solche Kursexplosion könnte laut den Experten ein effizienterer Miningprozess sein.
"Wir glauben, dass der gegenwärtige Zuwachs an Hash-Power bis Ende des Jahres 2019 zu einem Bitcoin-Kurs von knapp 36.000 US-Dollar in einer Spanne von 20.000 bis 64.000 US-Dollar führt", so Sam Doctor, Leiter der Data Science Research Abteilung bei Fundstrat. Bei einem gegenwärtigen Bitcoin-Kurs von rund 8.700 US-Dollar würde dies einem maximalen Kursplus von 635 Prozent entsprechen.

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Höhere Profitabilität durch mehr Hash-Power

Hash-Power beschreibt in diesem Zusammenhang die Rechenleistung, welche ein Computer zum Erzeugen eines Bitcoin benötigt. Neben dem Angebot und der Nachfrage bestimmt nämlich auch der Miningprozess den Bitcoin-Preis. Die Kosten für den Schürfprozess sind somit von der Hash-Power des Computers und von den Stromkosten abhängig. Die Experten von Fundstrat erwarten, dass die durchschnittliche Hash-Power bis 2019 um 350 Prozent zunehmen wird.

Im Norden herrschen optimale Schürfbedingungen

Um die optimalen Bedingungen für den Schürfprozess vorzufinden, haben sich einige Mining-Farmer auf die Nordhalbkugel abgesetzt. Die niedrigeren Temperaturen schaffen günstigere Schürfbedingungen, da die Rechner so weniger leicht überhitzen. Daher eignen sich gerade auch die skandinavischen Länder für große Mining-Framen. Bei der Standortwahl für eine Mining-Farm spielen jedoch auch die Stromkosten und die Gesetzlage eine wichtige Rolle.

Miner bestimmen die Kurse

Laut Fundstrat könnte die erhöhte Wirtschaftlichkeit des Bitcoin-Mining auch ein neues Unterstützungsniveau für die Kryptowährung darstellen. Nach der Meinung von Sam Doctor tendieren Bitcoin-Miner gerade bei geringen Betriebskosten dazu, die Coins zu behalten und nicht über die Börse zu verkaufen. "Die primären Nettoverkäufer sind unseres Erachtens Bitcoin-Miner, und der Rest sind Transaktionen zwischen Investoren", sagte Doctor diesbezüglich in einer Telefonkonferenz.

Das Wesentliche aus der Fundstrat-Analyse wurde unterdessen auch vom Informationsdienstleister Bloomberg veröffentlicht: "Bitcoin Miner überprüfen und verarbeiten Transaktionen und unterstützen das Netzwerk im Austausch für Miningprämien und Transaktionsgebühren. Wir argumentieren, dass sich das Price / Mining Break Even Cost Multiple als zuverlässiges, langfristiges Unterstützungsniveau erwiesen hat und dass die wahrscheinliche Entwicklung des zukünftigen Wachstums der Mininginfrastruktur den Preisanstieg von Bitcoin bis zum Jahresende 2019 unterstützen sollte". Dieses sogenannte "Price / Mining Break Even Cost Multiple" beschreibt den Bitcoin-Preis in Abhängigkeit zu den Schürfkosten, die für die Erzeugung eines Bitcoins aufgewendet werden müssen. Die ausgesprochen optimistische Prognose der Experten von Fundstart Global Advisors bezieht sich somit ausschließlich auf diese Kennzahl.

Pierre Bonnet / finanzen.net

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Bildquellen: Lukasz Stefanski / Shutterstock.com, Sergei Babenko / Shutterstock.com

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