15.07.2015 15:30

Wie Hedgefonds mit der Griechenlandkrise Milliarden verdienen

Profiteure der Krise: Wie Hedgefonds mit der Griechenlandkrise Milliarden verdienen | Nachricht | finanzen.net
Profiteure der Krise
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Schlechte Zeiten für Griechenland sind gute Zeiten für Hedgefonds. Während die Börsen in Athen geschlossen bleiben und Kleinanleger um ihre Anlagen fürchten, verdienen Hedgefonds Milliarden.
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Für Hedgefonds sind im aktuellen Börsenumfeld vier Strategien das Los zum Milliardengewinn:

Wetten gegen den Euro

Die Krise in Griechenland ist eine harte Bewährungsprobe für die gesamte Eurozone und die Europäische Gemeinschaftswährung. Das machen sich Hedgefonds zunutze, indem sie Wetten auf eine Abwertung des Euro platzieren. Tatsächlich hat die europäische Währung im Zuge der Krise deutlich an Wert verloren, ein Zusammenbruch der Eurozone ist allerdings angesichts der neuesten Ereignisse weniger wahrscheinlich geworden.
Für Hedgefonds spielt es bei ihren Wetten eine untergeordnete Rolle, ob Griechenland Teil der Eurozone bleibt oder nicht. Eine griechische Staatspleite würde den Euro kurzfristig schwächen, ein Verbleib würde ihrer Ansicht nach eine längerfristige Abwertung bedeuten. So oder so - Wetten gegen den Euro lohnen sich aus Sicht der Hedgefonds.
Zeitgleich mit der Wette gegen den Euro wetten Hedgefonds auf eine Aufwertung des US-Dollar. In den USA droht die Zinswende, in Europa pumpt die Zentralbank dagegen voraussichtlich noch geraume Zeit Milliarden in den Markt. Mit der US-Zinswende würde ein klares Renditegefälle zwischen den beiden Währungsräumen entstehen und in der Folge mehr Kapital in die USA abfließen. Davon würde dann auch der US-Dollar profitieren.

Leerverkäufe

Das aktuelle Finanzumfeld ist eine ideale Spielwiese für Spekulanten. Angesichts massiver Kursschwankungen bei griechischen Aktien, insbesondere bei Banktiteln, sehen sich die Hedgefonds paradiesischen Zuständen ausgesetzt. Zwar hatte die EU-Börsenaufsicht im Jahr 2012 strenge Regularien für Leerverkäufe angesetzt, nichtsdestotrotz haben mutige Spekulanten mit diesem Mittel in den vergangenen Wochen und Monaten Millionen verdient, indem sie sich etwa Derivaten bedient haben. Die Spekulationen auf fallende oder steigende Kurse haben sich in einem stark volatilen Umfeld für viele Hedgefonds als Glücksgriff erwiesen. Wer geborgte Aktien verkauft hat und diese zu einem günstigeren Preis zurück kaufen konnte, dürfte vor Allem bei Bankaktien viel Geld verdient haben. Aktuell sind die Börsen in Griechenland geschlossen, Hedgefonds können auf diesem Weg derzeit also nicht profitieren.

Investition in krisensichere Aktien

Es gibt sie, griechische Aktien die von der Krise in Griechenland nur bedingt betroffen sind. Hellenic Petroleum etwa gehört dazu, darüber hinaus ermöglicht die Abwärtsspirale an der Hellas-Börse bei zahlreichen Unternehmenstiteln einen günstigen Einstieg. Die Tatsache, dass die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik auch in den nächsten Monaten weiter festhalten wird, dürfte die Märkte stützen und einen Zusammenbruch verhindern. Davon profitieren nicht nur griechische Aktien, auch Anteilsscheine anderer südeuropäischer Länder stehen wieder vermehrt auf den Einkaufszetteln von Hedgefonds, da diese ebenfalls derzeit günstig zu haben sind.

Schnäppchenmarkt: Anleihen

Es gibt kaum eine Anlageklasse, die aktuell günstiger zu haben ist als Hellas-Anleihen. Große Finanzinstitute haben ihr Engagement in Griechenland deutlich reduziert und auf ein Minimum beschränkt. Hedgefonds hingegen haben die Krise genutzt, um sich mit Bonds einzudecken, die sie von den Banken zum Schnäppchenpreis bekommen haben. Die Wette ist allerdings riskant: Eine Pleite des Landes bedeutet einen Komplettverlust des eingesetzten Kapitals. Aktuell scheinen ein Grexit und damit ein Staatsbankrott allerdings zunächst weniger wahrscheinlich zu sein - die Hedgefonds hätten in diesem Fall aufs richtige Pferd gesetzt.

Redaktion finanzen.net
Bildquellen: Santiago Cornejo / Shutterstock.com, gopixa / Shutterstock.com

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