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03.02.2015 17:30
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Eisenerz: Profiteure des Niedergangs

Eisenerzpreis von der Rolle: Eisenerz: Profiteure des Niedergangs | Nachricht | finanzen.net
Eisenerzpreis von der Rolle
Der Preis für den Stahl-Grundstoff Eisenerz hat sich innerhalb eines Jahres halbiert. Ausgerechnet die Branchenführer könnten mittelfristig Nutzen daraus ziehen.
€uro am Sonntag
von Emmeran Eder, Euro am Sonntag

Die Bilder gleichen sich. Genauso wie der Preis für Öl kennt der für Eisenerz nur eine Richtung: bergab. Bei dem Metall begann die Baisse allerdings schon ein halbes Jahr früher. Seit Anfang 2014 fiel der Wert einer Tonne Eisenerz von 135 auf 67 US-Dollar - so niedrig wie zuletzt 2009. Ursache dafür ist vor allem die geringe Nachfrage aus China. Die dortige Wirtschaft schwächelt. Daher benötigt sie weniger Stahl, zu dem Eisenerz vorrangig verarbeitet wird. Dennoch verbraucht China so viel Stahl wie die gesamte restliche Welt.

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Trotz des niedrigen Wertes und der gefallenen Nachfrage läuft die Förderung des Rohstoffs auf Hochtouren, was zu einem globalen Überangebot führt und den Preis immer weiter drückt - ähnlich wie bei Öl.

Das hat mehrere Ursachen. In den Boomjahren, als die Chinesen und andere Schwellenländer einen riesigen Stahlbedarf hatten, erschlossen die Rohstofffirmen immer neue Vorkommen. Trotz der tiefen Preise holen sie nun mehr Erz aus dem Boden, um wenigstens ihre Aufwendungen zu decken. Besonders kleinere Gesellschaften kämpfen aber ums Überleben, da sie eine hohe Kostenbasis haben. Die Branchenführer Rio Tinto und BHP Billiton aus Australien sowie Vale do Rio aus Brasilien machen wegen der geringen Kosten pro Tonne dagegen immer noch Gewinn.

Etliche Branchenkenner vermuten jedoch, dass die Topkonzerne die Gunst der Stunde nutzen und kleinere Konkurrenten aus dem Markt drängen wollen. In die Hände spielen ihnen der gefallene Ölpreis sowie Deviseneffekte. Sowohl der gecrashte Ölpreis als auch die schwächelnden Währungen Australischer Dollar und Brasilianischer Real senken die Kosten. Zugleich klettern die Erlöse durch den starken US-Dollar.

Rio Tinto, zweitgrößter Erzförderer weltweit, erklärte vor Kurzem, dass trotz elfprozentiger Produktionssteigerung 2014 und des tiefen Erzpreises der Output in den Minen Australiens 2015 um weitere 18 Prozent erhöht werden solle. Auch BHP und Vale halten an ihren ehrgeizigen Wachstumsplänen fest. "Die großen Produzenten können sich diese Strategie leisten, da deren Kosten inzwischen sehr tief sind", sagt Achim Wittmann, Rohstoffprofi bei der LBBW. Die Angebotserhöhung bei fortgesetzt gedämpfter chinesischer Nachfrage dürfte den Eisenerzpreis weiter belasten.

Eugen Weinberg von der Commerzbank sieht ein Fünkchen Hoffnung. Die Angebotsausweitung habe sich verlangsamt. Und die Erzbestände in Chinas Häfen wurden im zweiten Halbjahr 2014 um 12,5 Prozent abgebaut, sie fielen im Januar erstmals seit einem Jahr unter 100 Millionen Tonnen. "Ich erwarte eine Stabilisierung des Erzpreises. Wegen der geringen Bautätigkeit in China erkenne ich aber auch kaum Aufwärtspotenzial", so Weinberg.

Statt auf Eisenerz sollten Anleger daher besser auf die Aktien von Rio Tinto (ISIN: GB 000 718 875 7) und BHP (AU 000 000 BHP 4) setzen, die kurzfristig von gefallenen Kosten und mittelfristig von weniger Konkurrenz profitieren sollten. Nach längerem Abwärtstrend vollzogen die beiden Kurse eine Trendwende und erholen sich. Ratsam ist der Kauf nur für spekulative Anleger.

Bildquellen: BHP Billiton, SARIN KUNTHONG / Shutterstock.com

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