Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Wichtige US-Arbeitsmarktdaten ante portas

11.02.26 07:39 Uhr

Gold vor dem nächsten Impuls: US-Arbeitsmarktdaten entscheiden | finanzen.net

Nach der Bekanntgabe schwacher Einzelhandelsdaten zeigt sich der Goldpreis im frühen Mittwochshandel weiter freundlich.

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von Jörg Bernhard

Die US-Einzelhandelsumsätze blieben im Dezember unverändert, da Haushalte ihre Ausgaben für Fahrzeuge und andere langlebige Güter zurückfuhren - ein mögliches Signal für schwächeres Konsum- und Wirtschaftswachstum. Weil dadurch die Renditen von US-Staatsanleihen gefallen waren, führte dies zu sinkenden Opportunitätskosten und verhalf dem Goldpreis in höhere Regionen. Investoren warten nun auf den US-Arbeitsmarktbericht (14.30 Uhr) für Januar, wo laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten eine unveränderte Arbeitslosenrate von 4,4 Prozent und ein Zuwachs bei der Zahl offener Stellen von 50.000 auf 70.000 prognostiziert wird. Für erhöhte Spannung dürften in den nächsten Tagen aber auch die für Freitag angekündigten US-Inflationsdaten sorgen, die weitere Hinweise auf den künftigen Kurs der Fed liefern sollen. Erwartet werden laut FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group mindestens zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im Jahr 2026, wobei die erste im Juni erfolgen soll.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 50,60 auf 5.081,60 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Nachlassender Angebotsüberhang

Obwohl der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute ein Lagerplus in Höhe von 13,4 Millionen Barrel ausgewiesen hat und damit höher als erwartet ausgefallen war, tendierte der Ölpreis leicht bergauf. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (16.30 Uhr). Die relative Stärke des Ölpreises war darauf zurückzuführen, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran fragil blieben. Geholfen haben aber auch Anzeichen für einen nachlassenden Angebotsüberhang, der auf eine stärkere Nachfrage aus Indien zurückgeführt wurde. Indische Raffinerien meiden derzeit russisches Öl, um Neu-Delhi bei einem Handelsabkommen mit Washington zu unterstützen, und erhöhen stattdessen ihre Käufe aus dem Nahen Osten und Westafrika.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,43 auf 64,39 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,42 auf 69,22 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, Invesco

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