02.02.2021 22:31

Gold, Platin oder Rhodium? Wo Edelmetallexperten 2021 neue Rekorde erwarten

Preisausblick 2021: Gold, Platin oder Rhodium? Wo Edelmetallexperten 2021 neue Rekorde erwarten | Nachricht | finanzen.net
Preisausblick 2021
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Das turbulente Börsenjahr 2020 hat Anlegern im Edelmetallbereich gute Gewinne beschert. Und auch 2021 sehen Experten hier noch Luft nach oben.
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• Starke Entwicklung vieler Edelmetalle in 2020
• Heraeus-Experten auch für 2021 zuversichtlich
• Teilweise neue Rekordpreise möglich
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Der Goldpreis hat infolge der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise 2020 rund 25 Prozent zugelegt - ähnlich stark wie Palladium. Silber ist sogar noch deutlicher gestiegen. Und auch für das teuerste Metall, Rhodium, lief es im vergangenen Jahr positiv: Nach einem Absturz von 13.500 US-Dollar auf 6.000 US-Dollar je Feinunze im März zog Rhodium in den Folgemonaten deutlich an. Zum Jahresende waren schon mehr als 17.000 US-Dollar für eine Feinunze des Metalls fällig, im neuen Jahr wurde dann sogar jenseits von 21.000 US-Dollar ein neuer Höchststand markiert.

Und die Aussichten auf dem Edelmetallmarkt sind weiter gut, prognostizieren die Edelmetallexperten des weltgrößten Edelmetallverarbeiters Heraeus. In der jährlichen Edelmetallprognose zeigte sich das Team um Geschäftsführer André Christl durchaus zuversichtlich für die weitere Preisentwicklung.

Gold könnte neue Rekordhöchststände erreichen

Bezüglich des Safe-Haven-Investments Gold erwartet der Manager im aktuellen Jahr neue Rekordhöhen. "Wir gehen davon aus, dass die jüngsten Preisschwankungen an den Edelmetallmärkten angesichts der anhaltenden Corona-Krise und der Geldschwemme der Notenbanken anhalten", erklärte Christl im Rahmen der Prognosevorstellung.

Konkreter wird Hans-Günter Ritter, langjähriger Leiter Edelmetallhandel bei Heraeus, der den Goldpreis im Jahr 2021 in einer Bandbreite zwischen 1.760 und 2.210 US-Dollar je Feinunze sieht. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Goldpreis sein bisheriges Rekordhoch von 2.072,50 Dollar überschreitet." Als Preistreiber sieht der Experte insbesondere die voraussichtliche Erholung der Schmucknachfrage aus Indien und China, sobald Entspannung an der Corona-Front eintritt. Zudem dürften seiner Ansicht nach die niedrigen oder negativen Renditen auf Staatsanleihen den Goldpreis zusätzlich stützen. Die weltweiten Konjunkturprogramme, mit denen Regierungen die Wirtschaft der Nach-Corona-Zeit wieder ankurbeln wollen, dürften Folgen für die Inflationsentwicklung haben - was wiederum für Gold als Inflationsschutz spricht.

Silber: Der kleine Gold-Bruder im Vorwärtsgang

Auch Silber, das vorrangig als Industriemetall eine Rolle spielt, wird wohl 2021 teurer. Dabei verweist Ritter insbesondere auf die steigende Nachfrage aus der Solarindustrie. Eine Trendwende hin zu grüner Industrie - durch massive Investitionen der neuen US-Regierung unter Joe Biden gestützt - könnte Silber besonders profitieren lassen. "Der Übergang in eine grünere Zukunft birgt langfristig beträchtliches Potenzial für den Silbermarkt", betont der Experte und nennt als zweiten Preistreiber die beschleunigte Einführung des 5G-Netzes etwa in China. Den Silberpreis sieht Heraeus vor diesem Hintergrund in einer Bandbreite zwischen 21 und 36 US-Dollar.

Starke Platin-Nachfrage erwartet

Platin hat seit November eine Hausse hingelegt, auch wenn das Jahr 2020 insgesamt eher durchwachsen lief. Dabei hatte der Platinpreis zum Ende vergangenen Jahres vorrangig aufgrund des Angebotsdefizits profitiert. Zudem hoffen Platin-Anleger auf eine Erholung der Schmucknachfrage aus China und setzen gleichzeitig darauf, dass Platin in der Automobilindustrie verstärkt zum Einsatz kommt und dabei in Katalysatoren das teure Palladium ersetzen könnte.

Heraeus sieht noch einen weiteren Preistreiber: "Langfristig - etwa ab 2025 - könnte die Wasserstoffwirtschaft aber zu einem wichtigen Platin-Abnehmer aufsteigen", sagte Ritter. Zu diesem Zeitpunkt könnten auch versiegende Minen in Südafrika das Angebot verknappen - dann könnte der Markt in ein Defizit kippen. Entsprechend dieser Aussichten sehen die Experten den Platinpreis im Jahr 2021 in einer Range zwischen 850 bis 1.200 Dollar je Feinunze.

Palladium bleibt weiter teuer

Palladium gehört zu den teuersten Edelmetallen am Markt. 2020 lief es aber weniger gut für Palladium: Zwar kam es nach dem Corona-Crash im März zu einer deutlichen Erholung, das Vorkrisenniveau hat das Edelmetall beim Preis aber noch nicht wieder erreicht. Doch in den letzten Jahren wurde der Platinpreis insbesondere durch eine starke Nachfrage aus dem Automobilbereich getrieben.

Für 2021 erwarten die Heraeus-Experten, dass die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zunehmend kleiner werden wird. So sei damit zu rechnen, dass sich sowohl das Primär- als auch das Sekundärangebot von den coronabedingten Unterbrechungen erholen dürfte, dies werde eine anziehende Nachfrage aus dem Autosektor übertreffen. Aus der Automobilindustrie könnte insbesondere aus China Rückenwind kommen, weniger Nachfrage erwarten die Experten unterdessen aus der Chemiebranche. Den Palladium-Preis erwarten die Experten 2021 zwischen 1.900 bis 2.900 Dollar je Feinunze.

Rhodium voraussichtlich stark volatil

Die massiven Preisschwankungen, die in der Vergangenheit bei Rhodium zu sehen waren, werden sich aller Voraussicht nach auch 2021 fortsetzen. Dabei wird der Preis, der im Januar neue Rekordhöhen erklommen hatte, weiter auf hohem Niveau bleiben, heißt es im Edelmetallausblick der Experten. Mit einer weiterhin starken Nachfrage aus der Automobilbranche, wo Rhodium angesichts strikterer Emissionsvorschriften verstärkt zum Einsatz kommt, sei zu rechnen. Insbesondere aus China, wo die Automobilindustrie schnellere Erholungstendenzen aufweise als in anderen Regionen, dürfte der Experteneinschätzung nach eine starke Nachfrage zu erwarten sein, während auf der anderen Seite mit einem größeren Angebotsdefizit zu rechnen sein wird. Bei 15.000 bis 25.000 Dollar sehen die Edelmetallexperten die Bandbreite für den Rhodium-Preis im Jahr 2021.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kotomiti Okuma / Shutterstock.com, Smiltena / Shutterstock.com

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