finanzen.net
11.02.2019 13:31
Bewerten
(2)

Morgan Stanley: EZB verschiebt Zinserhöhung auf Mitte 2020

Tiefere Prognosen erwartet: Morgan Stanley: EZB verschiebt Zinserhöhung auf Mitte 2020 | Nachricht | finanzen.net
Tiefere Prognosen erwartet
DRUCKEN
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Normalisierung ihrer Geldpolitik nach Einschätzung von Morgan Stanley (MS) wegen der sich eintrübenden Wachstumsaussichten auf Mitte 2020 verschieben.
Die Analysten Daniele Antonucci, Jan Kozak und Joao Almeida gehen davon aus, dass die EZB den Einlagensatz im Juni 2020 um 15 Basispunkte anheben und im Juni dieses Jahres ein langfristiges Refinanzierungsgeschäft mit etwas weniger großzügigen Konditionen als bei den fällig werdenden gezielten Langfristtendern (TLTRO) begeben wird. Neue Nettoanleihekäufe schließen die Analysten nicht aus.

Morgan Stanley erwartet, dass die EZB ihre Wachstumsprognosen im März deutlich senken wird. Auch für die Inflation werden etwas niedrigere Prognosen erwartet. Das wird nach Aussage der Analysten den Weg für einen Ersatz für die fällig werdenden sehr langfristigen TLTRO frei machen. MS geht davon aus, dass die Konditionen weniger großzügig als bei den fällig werdenden Geschäften sein werden. So dürfte der Zins des Geschäfts an den Hauptrefinanzierungssatz gebunden werden.

Im Sommer wird die EZB nach Aussage der MS-Analysten auch ihre Forward Guidance bezüglich der Zinsen anpassen. Aus unveränderten Zinsen "über den Sommer" (2019) dürfte dann "über das Frühjahr" (2020) werden, prognostizieren sie.

Selbst eine Wiederaufnahme der quantitativen Lockerung wollen die Experten von Morgan Stanley nicht ausschließen. Antonucci, Kozak, und Almeida weisen darauf hin, dass die EZB nur das Emissionslimit der Staatsanleihen mit erstrangiger Bonität von 33 auf 50 Prozent anheben müsste, um ihre Bilanz um weitere 1.500 Milliarden Euro zu vergrößern. Bei einem Ankauftempo von monatlich 60 bis 80 Milliarden Euro würde das allerdings nicht ewig reichen, geben die Experten zu bedenken.

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Gordon Bell / Shutterstock.com, Michael Gottschalk/Photothek via Getty Images

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banka Kovanica1,45%
Rietumu Bank1,45%
Banca Progetto1,45%
Banca Sistema1,45%
Banco BNI Europa1,45%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Wall Street im Feiertag --Wirecard: Ermittlungen gegen FT-Journalist -- Deutsche Bank-Aktionär HNA senkt Anteil -- Vapiano-Zahlen enttäuschen --PATRIZIA, Autowerte im Fokus

Bertrandt-Aktien schwach - H&A: Preisdruck und steigende Personalkosten. Commerzbank: Orphanides-Regel spricht gegen EZB-Zinserhöhung 2019. thyssenkrupptrotz EU-Bedenken optimistisch für Stahl-JV mit Tata Steel. Airbus droht mit "German-Free-Products". Arbeitslosenzahlen in Deutschland weiter gesunken. ifo: US-Sonderzölle könnten deutsche Auto-Exporte fast halbieren.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Sind Sie in Cannabis-Aktien investiert?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Apple Inc.865985
Aurora Cannabis IncA12GS7
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
TUI AGTUAG00
Infineon AG623100
SteinhoffA14XB9