Warum die Ölpreise etwas steigen

20.01.2026 15:27:39

Die Ölpreise haben am Dienstag etwas zugelegt.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März stieg auf 64,17 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg um 35 Cent auf 59,79 Dollar.

Wie bereits am Montag hielten sich die Kursbewegungen in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Noch habe der Markt keine Eskalation des Grönlandstreits mit gegenseitigen Zöllen eingepreist, heißt es von Marktbeobachtern. Beim Weltwirtschaftsforum in Schweizerischen Davos werden zahlreiche führende Politiker aus den USA und der EU erwartet, die bei verschiedenen Treffen zu einer Entspannung der Lage beitragen könnten.

Generell stehen die Ölpreise derzeit unter Druck, weil am Markt ein Überangebot befürchtet wird. Zuletzt hatte unter anderem die Internationale Energieagentur mehrfach ein zu hohes Angebot in diesem Jahr prognostiziert.

Gestützt wurden die Ölpreise hingegen durch die jüngste Kurschwäche des US-Dollars, der zuletzt auch wegen des Grönlandstreits zu anderen wichtigen Währungen unter Druck stand. Da Rohöl auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine schwächere amerikanische Währung den Rohstoff günstiger, was die Nachfrage verstärkt.

Commerzbank-Experte Carsten Fritsch verweist zudem auf anhaltende Produktionsausfälle in Kasachstan. Die Ölproduktion im größten Ölfeld des Landes, Tengiz, sei nach einem Feuer bei der Stromversorgung unterbrochen worden. "Die Ölproduktion Kasachstans dürfte daher auch im Januar unter dem im OPEC+-Abkommen vereinbarten Niveau liegen", schreibt Fritsch.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

Bildquelle: Anton Watman / Shutterstock.com

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