Barclays-Chef muss mit Gehaltseinbuße für Schnüffeleien büßen

Weil er den Verfasser eines anonymen Beschwerdebriefs mit allzu großer Akribie aufspüren wollte, wird dem Chef der britischen Großbank Barclays das Gehalt gekürzt.
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"Der Verwaltungsrat ist der Auffassung, dass die Reaktion im Verhältnis zur Ernsthaftigkeit des Themas stehen muss", erklärte Barclays am Montag in einer Mitteilung. Bankchef Jes Staley werde eine formale Rüge erhalten und müsse mit einer "sehr deutlichen Gehaltskorrektur" bei seinem Bonus rechnen. Über die genaue Höhe werde der Verwaltungsrat entschieden, wenn die Untersuchung abgeschlossen sei. In den Fall hat sich auch britische Finanzaufsicht eingeschaltet.
Nach Angaben der Bank hatten Mitglieder des Verwaltungsrats sowie ein Manager im Juni 2016 anonyme Briefe erhalten, die sich über eine frisch eingestellte Führungskraft ausließen. Bankchef Staley erfuhr demnach davon und wollte mit Hilfe der Konzernsicherheit den Verfasser herausfinden. Dies habe Staley zwar nach bestem Wissen getan, es sei aber dennoch falsch gewesen, erklärte der Verwaltungsrat. Er habe Fehler gemacht, räumte der Bankchef ein. Er werde die Konsequenzen tragen. Der Verfasser des Briefs wurde nie gefunden./das/stk/stb
LONDON (dpa-AFX)
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