finanzen.net
26.09.2019 18:20
Bewerten
(1)

Handelsstreit belastet: Auf Asiens Wirtschaft kommen schwierige Zeiten zu

ADB im Fokus: Handelsstreit belastet: Auf Asiens Wirtschaft kommen schwierige Zeiten zu | Nachricht | finanzen.net
ADB im Fokus
Inmitten von Handelskonflikten und weiteren Belastungsfaktoren senkte die Asiatische Entwicklungsbank jüngst ihre Wachstumsprognose für die Wirtschaft in Fernost. Es scheint, es würden einige Turbulenzen auf den Kontinent zukommen.
• Asiatische Entwicklungsbank senkt Wachstumsausblick
• Börsen in Fernost geben ab
• Hauptgrund: US-chinesischer Handelsstreit

Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) wird bezüglich des Wirtschaftswachstums für dieses sowie das kommende Jahr pessimistischer. So senkte die Bank jüngst den Ausblick für das Wirtschaftswachstum in Asien von 5,7 auf 5,4 Prozent für das Jahr 2019 und von 5,6 Prozent auf 5,5 Prozent für das Jahr 2020. Zwar stellt die Anpassung nur eine kleine Korrektur nach unten dar, sie reichte aber aus, um die asiatischen Indizes zur Wochenmitte zum Handelsschluss abwärts zu schicken. Während der Shanghai Composite in China 1,00 Prozent auf 2.955,43 Zähler abgab, verlor der Hang Seng in Hongkong 1,28 Prozent auf 25.945,35 Einheiten. Auch der KOSPI in Südkorea gab 1,32 Prozent auf 2.073,39 Punkte ab. In Indien büßte der BSE SENSEX 1,29 Prozent auf 38.593,52 Zählern ein.

Sino-US-amerikanischer Handelsstreit belastet Asiens Wirtschaft

Zwar gab es mehrere Gründe für die Anpassung nach unten, insbesondere wurde jedoch die nicht enden wollende Zollspirale zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten von Amerika als Ursache hervorgehoben. Diese würde nicht nur in dem Land der Mitte, sondern in der gesamten Region Wellen schlagen, wie es in dem zugehörigen aktualisierten Wachstumsausblick der ADB heißt. Daneben geht die Bank auch nicht davon aus, dass der Streit bald beigelegt werden könnte, sondern nimmt vielmehr an, dass der Zwist sowie die daraus resultierenden Konsequenzen in 2020, wenn nicht sogar länger anhalten werden.

Der sino-US-amerikanische Handelsdisput würde auch schon jetzt dazu führen, dass sich Zulieferketten im asiatischen Raum verschieben würden. Dies wäre beispielsweise von China in Vietnam und Bangladesch zu beobachten. Auf der anderen Seite würden die Exporte von asiatischen Schwellenländern, die Zulieferer von China sind schon jetzt aufgrund des Handelsstreits zurückgehen. Dies würde den Halbleitersektor, der ohnehin unter einer sinkenden Nachfrage leide, besonders hart treffen. Dies würde verschärft durch die Versuche seitens den USA chinesische Unternehmen wie beispielsweise Huawei zu torpedieren.

Gesetzgeber gefragt

"Ein abnehmender dynamischer Handel sowie sinkende Investitionen in Asien sind große Sorgen", gibt ADB-Chefvolkswirt Yasuyuki Sawada auf der bankeigenen Webseite darüber hinaus zu bedenken und weiter: "Dies sind Probleme, die Gesetzgeber scharf im Auge behalten müssen". Daneben würden auch die weiter anhaltenden Handelsspannungen zwischen Japan und Südkorea die Region wahrscheinlich auch noch im nächsten Jahr belasten.

Auch bei ausländischen Investitionen sein ein rückläufiger Trend bemerkbar wie es seitens der Entwicklungsbank heißt. Die anhaltende Unsicherheit, drohe darüber hinaus die Finanzmärkte in Fernost weiter zu destabilisieren. "Wir beobachten steigende Privatschulden in asiatischen Entwicklungsländern, wachsende Unternehmensschulden in China und anziehende Verbraucherschulden in Südkorea, Malaysia und Thailand", so Sawada in einem Interview mit der TIME.

Dennoch sollte angesichts der genannten Belastungsfaktoren nicht in Panik verfallen werden: "Trotz einer allgemeinen Verlangsamung der asiatischen Volkswirtschaften scheint die Wachstumsrate noch immer robust und stabil", fasst Sawada zusammen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: WIANGYA / Shutterstock.com, Lightspring / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX tief im Minus -- Kein Testat für singapurische Wirecard-Tochter -- Lufthansa-Schlichtung geplatzt -- Rheinmetall, Daimler, Uber, Merck im Fokus

Intesa und Nexi wollen enger kooperieren. Dermapharm mit Umsatzsprung. Hunderte Continental-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau. Apple Music steigt ins Streaming für Geschäftskunden ein. Alibaba will bei Börsengang in Hongkong 11 Milliarden Dollar einnehmen. Commerzbank verlangt wohl zum Teil Minuszinsen ab 1 Euro.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Hohe Ausgaben
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2019
Das Schwarzbuch 2019
Wo 2019 sinnlos Steuern verbrannt wurden
Die wertvollsten Marken der Welt 2019
Diese Unternehmen sind vorne mit dabei
Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier arbeiten die Deutschen am liebsten
Die Performance der TecDAX-Werte im Oktober 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wo sehen Sie den Bitcoin-Kurs Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
NEL ASAA0B733
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Aurora Cannabis IncA12GS7
CommerzbankCBK100
EVOTEC SE566480
BASFBASF11
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
K+S AGKSAG88
Microsoft Corp.870747
Amazon906866
Plug Power Inc.A1JA81