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13.07.2017 15:35

Analyst: Warren Buffett könnte bald eine feindliche Übernahme von Unilever starten

Angriff voraus?: Analyst: Warren Buffett könnte bald eine feindliche Übernahme von Unilever starten | Nachricht | finanzen.net
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Unilever lehnte im Februar ein Übernahmeangebot von Kraft Heinz ab. Nun könnten Warren Buffett und Jorge Paulo Lemann, die größten Eigentümer des US-Konzerns, sich auf andere Weise holen, was ihnen verwehrt blieb.
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Warren Buffett ist zurzeit wieder auf Einkaufstour. Der Value-Investor kündigte in den letzten Wochen unter anderem den Einstieg beim Stromanbieter Oncor sowie bei den Hypotheken-Finanzierern Home Capital und STORE Capital an und bereitet laut seiner Beraterin Zypora Kupferberg außerdem auch weitere Übernahmen in Deutschland vor. Buffett scheint also in bester Kauflaune zu sein - und könnte sich zusammen mit Jorge Paulo Lemann womöglich bald sogar noch einmal an der Übernahme des Lebensmittelkonzerns Unilever versuchen, bei der die beiden Investoren Anfang des Jahres gescheitert waren.

Erste Offerte stieß auf wenig Gegenliebe

Am 17. Februar hatte Kraft Heinz dem niederländisch-britischen Konzern für damals rund 143 Milliarden Dollar eine Fusion angeboten, Unilever wollte davon jedoch nichts wissen. Der Betrag sei - trotz eines kräftigen Aufschlags auf den aktuellen Aktienkurs - zu niedrig und man sehe keine Basis für weitere Diskussionen, verkündete Unilever damals brüsk. Kraft Heinz zog das Angebot daraufhin nach nur zwei Tagen - am 19. Februar 2017 - zurück, obwohl der US-Konzern zuvor erklärt hatte, man wolle weiter auf einen Zusammenschluss drängen. Ein plötzlicher Sinneswandel also? Ein Analyst glaubt das nicht. Er denkt, dass die Übernahme für Buffett und Lemann nur aufgeschoben und nicht abgehakt ist - und dass sich Kraft Heinz schon im August mit einem feindlichen Übernahmeangebot direkt an die Aktionäre von Unilever wenden könnte.

Buffett und Lemann hielten sich 2017 bisher zurück

Laut Analyst Pablo Zuanic von der Investmentfirma Susquehanna International Group ist es auffällig, dass sich Kraft Heinz nach der gescheiterten Übernahme von Unilever nicht nach einem anderen, übernahmewilligeren Nahrungsmittelkonzern umgesehen hat. Denn offenbar gibt es Pläne für eine Erweiterung des Geschäftsfeldes und entsprechende finanzielle Mittel, wie das Angebot an Unilever gezeigt hat.
Hinzu kommt, dass die beiden Männer hinter Kraft Heinz - Warren Buffett und Jorge Paulo Lemann halten über ihre Investmentgesellschaften Berkshire Hathaway und 3G Capital zusammen mehr als 50 Prozent der Firmenanteile - bisher immer alle zwei Jahre einen gemeinsamen Deal in der Nahrungsmittelbranche abgeschlossen haben. 2013 hatten Buffett und Lemann den Ketchuphersteller Heinz übernommen und ihn 2015 mit Kraft Foods fusioniert. Rein rechnerisch wäre also 2017 das nächste Geschäft fällig - und Anfang des Jahres sah es mit dem Angebot für Unilever auch ganz danach aus, als würden die beiden Milliardäre diesen Rhythmus beibehalten.

Da bislang kein anderes Geschäft für dieses Jahr in Sicht ist, hält der Susquehanna-Analyst daher eine feindliche Übernahme von Unilever für wahrscheinlich - und der richtige Zeitpunkt dafür könnte nun bald kommen.

Zeit für neues Angebot rückt näher

Da es sich bei Unilever um einen niederländisch-britischen Konzern handelt, der seinen zweiten Hauptsitz auch im Vereinigten Königreich hat, unterliegt der Nahrungsmittelriese auch dem britischen Recht. Das besagt, dass eine Firma nach einer gescheiterten Übernahme mindestens sechs Monate warten muss, bevor sie ein neues Angebot für das gleiche Unternehmen vorlegen darf. Da Kraft Heinz sein Angebot am 19. Februar zurückgezogen hatte, würde diese Frist also am 19. August ablaufen. Die Tür für einen neuen Anlauf - dieses Mal mit weniger freundlichen Mitteln - wäre dann geöffnet.

Laut dem Susquehanna-Analysten liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es Kraft Heinz ein zweites Mal bei Unilever versucht, bei mehr als 75 Prozent. Eine Übernahme würde sich laut Zuanic für Kraft Heinz immer noch lohnen, auch wenn der US-Konzern nun deutlich mehr Geld in die Hand nehmen müsste, denn das erste Übernahmeangebot hatte der Unilever-Aktie im Februar zu einem kräftigen Kurssprung verholfen. Obwohl keine Fusion zu Stande kam, konnte sie ihr Kursplus in der Folge noch weiter ausbauen. Heute notiert das Papier rund 20 Prozent höher als noch zu Beginn des Jahres. Statt 143 Milliarden Dollar müssten Buffett und Lemann daher laut Experten nun wohl rund 200 Milliarden Dollar in die Hand nehmen, um Unilever aufzukaufen. Sollten sie nun für den höheren Preis tatsächlich eine feindliche Übernahme in die Wege leiten, könnten sie aber wohl darauf vertrauen, dass sie bei den Aktionären auf mehr Gegenliebe stoßen würden als bei der Konzernspitze. Denn die Unilever-Aktionäre hatten ja schon das Angebot im Februar mit einem Freudensprung quittiert.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: JOHN THYS/AFP/Getty Images, Michael Buckner/Getty Images

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