finanzen.net
14.02.2018 17:38
Bewerten
(3)

Weltgrößter Hedgefonds warnt: Damit müssen Anleger 2018 am Markt rechnen

Crash noch nicht überstanden: Weltgrößter Hedgefonds warnt: Damit müssen Anleger 2018 am Markt rechnen | Nachricht | finanzen.net
Crash noch nicht überstanden
DRUCKEN
Nach den Börsenturbulenzen der vergangenen Woche scheint mittlerweile wieder etwas mehr Ruhe am Markt eingekehrt zu sein. Laut dem Co-Chefinvestor des Hedgefonds Bridgewater Associates sollten sich Anleger allerdings darauf einstellen, dass das Schlimmste noch nicht überstanden ist.
Glaubt man dem Investmentstrategen Bob Prince von Bridgewater Associates, so haben Anleger in der vergangenen Woche nur einen Vorgeschmack dessen erlebt, was in den nächsten Monaten noch auf sie zukommen wird. Denn der Experte erwartet, dass die Märkte nach der konstanten Aufwärtsbewegung der letzten Monate wieder deutlich volatiler werden und weitere Einbrüche vorprogrammiert sind.

"Das Gesundschrumpfen wird nicht innerhalb von ein paar Tagen vorbei sein. Wir steuern voraussichtlich auf eine noch viel größere Erschütterung zu", sagte Prince mit Blick auf die vergangene Woche der "Financial Times". Als Grund nannte er die viele Selbstzufriedenheit, die sich in letzter Zeit an den Börsen breitgemacht habe. Diese müsse nun - offenbar im Sinne einer gesunden Korrektur - aus dem Markt abgelassen werden, was jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte.

Notenbanken nehmen Aktienmärkte an die Leine

Im vergangenen Jahr hätten die Aktienmärkte noch frei laufen können, so der Experte weiter. Mit einer bevorstehenden schnelleren Straffung der Geldpolitik sieht Prince diesen Lauf jedoch als beendet an. Die Konsequenz dürften deutlich stärkere Schwankungen und weitere Kursverluste sein, denn schon jetzt wurde der jüngste Crash von Zinsängsten ausgelöst. Im Laufe des Jahres 2018 dürften diese dann Realität werden: "Im aktuellen Jahr werden wir ein Marktumfeld erleben, in dem die Notenbanken nicht mehr nur darüber nachdenken, die Geldpolitik zu straffen, sondern es auch tatsächlich tun", so Prince. "Unter diesen neuen makroökonomischen Rahmenbedingungen werden wir viel mehr Volatilität sehen". Besonders anspruchsvoll werde die Situation laut dem Bridgewater-Experten für die Aktienmärkte, wenn die Zentralbanken damit beginnen würden, einen Teil des Geldes wieder abzuziehen, das sie in den letzten Jahren in das Finanzsystem gepumpt haben.

Anders als für die Börsen sieht Prince jedoch für die Realwirtschaft keine Gefahren durch eine Änderung der Geldpolitik. Die Inflation werde kein wirkliches Problem werden, so der Experte gegenüber der "Financial Times" und auch das globale Wachstum werde sich 2018 fortsetzen. "Im Gegensatz zu den letzten Jahren wird die Realwirtschaft in diesem Jahr besser laufen als die Finanzwirtschaft", so der Investmentstratege.

Bridgewater profitiert von einem Crash

Sollten sich die Prognosen von Bob Prince bewahrheiten, dürfte sich das für seinen Arbeitgeber, den Hedgefonds Bridgewater Associates, kräftig auszahlen. Denn der von Investmentlegende Ray Dalio gegründete und geleitete Hedgefonds, der als größter der Welt gilt, hat in den vergangenen Wochen immense Summen auf einen Crash an den Aktienmärkten gesetzt. Allein gegen Aktien europäischer Firmen hat Bridgewater laut Informationen des "Handelsblatt" zuletzt Short-Positionen im Wert von rund 14 Milliarden Dollar aufgebaut. Die Positionen des Hedgefonds gegen deutsche Aktien wurden in der vergangenen Woche sogar aufgestockt, anstatt sie - wie von Experten erwartet - nach dem Börsensturz gewinnbringend aufzulösen. Ein weiterer Absturz der Kurse wäre also durchaus im Sinne von Prince und seinen Kollegen, weshalb er diesen womöglich jetzt auch als unausweichlich propagiert.

Bob Prince ist allerdings nicht der einzige, der an eine weitere Talfahrt glaubt. Auch Analyst Brian Levine von der Investmentbank Goldman Sachs äußerte sich gegenüber der "Financial Times" ähnlich. Er sei erstaunt, wie gering der Ausverkauf in der vergangenen Woche ausgefallen sei, so Levine. Denn historisch gesehen würden Schocks von diesem Ausmaß zu kräftigeren Panikverkäufen führen. Gut möglich also, dass ein solcher, noch heftigerer Panikverkauf den Märkten erst noch bevorsteht. Anleger sollten daher 2018 besonders auf der Hut sein.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Chanthanee / Shutterstock.com, Mikael Damkier / Shutterstock.com, albund / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldman Sachs

  • Relevant
    3
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Goldman Sachs

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
10.09.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
18.07.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
17.07.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
12.06.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
17.04.2018Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
10.09.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
18.07.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
17.07.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
12.06.2018Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
15.03.2018Goldman Sachs kaufenJP Morgan Chase & Co.
17.04.2018Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
18.01.2018Goldman Sachs Equal WeightBarclays Capital
11.08.2017Goldman Sachs HoldHSBC
24.07.2017Goldman Sachs NeutralUBS AG
19.04.2017Goldman Sachs NeutralCitigroup Corp.
19.10.2017Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)
24.02.2017Goldman Sachs SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Goldman Sachs SellCitigroup Corp.
06.05.2016Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)
01.03.2016Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Goldman Sachs nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Technologie-Werte im Fokus

Tesla, Apple, Amazon, Alphabet und Co. - welche Technologieinvestments lohnen sich derzeit besonders und wie partizipieren Sie als Anleger langfristig von Tech-Werten? Die Antworten gibt Stefan Waldhauser heute Abend um 18 Uhr.
Jetzt kostenlos anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX nach XETRA-Störung leichter -- Asiens Börsen schließen schwächer -- Aareal Bank peilt Zukäufe an -- RWE bereitet sich auf Stellenabbau vor -- Ceconomy, Siemens im Fokus

Siemens Healthineers-Aktie im Aufwind: Analyst sieht Kaufchance. Sears stellt Insolvenzantrag. Irland-Streit durchkreuzt Brexit-Einigung vorerst. Italiens Vize-Regierungschef schließt Euro-Austritt aus. Daimler bietet ab 2022 alle Fahrzeuge auch mit Wasserstoff an.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die lebenswertesten Städte 2018
In welcher Stadt ist die Lebensqualität am höchsten?
Deutschlands wohlhabendste Selfmade-Milliardäre
Das sind die reichsten Selfmade-Milliardäre in Deutschland
Die Dauerkartenpreise der Fußball-Bundesliga 2018/2019
Wo gibt es die günstigsten Dauerkarten?
So viel verdienen die reichsten Amerikaner pro Stunde
Wer ist an der Spitze?
Das sind die kreativsten Unternehmen der Welt
Welcher Global Player ist vorne mit dabei?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass Angela Merkel Anfang Dezember auf dem Parteitag der CDU als Parteichefin wiedergewählt wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Amazon906866
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
Aurora Cannabis IncA12GS7
BASFBASF11
Allianz840400
Scout24 AGA12DM8
Siemens AG723610
EVOTEC AG566480
Siemens Healthineers AGSHL100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99