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04.12.2018 14:42
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Warren Buffetts Aktienrückkauf-Strategie

Der "Buffett Put": Warren Buffetts Aktienrückkauf-Strategie | Nachricht | finanzen.net
Der "Buffett Put"
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Der Starinvestor Warren Buffett ist ein großer Fan von hervorragenden Unternehmen mit niedrigen Bewertungen an der Börse. Findet er am Markt jedoch kein Investment das zu dieser Strategie passt, kauft er auch gern einmal seine eigenen Aktien zurück.
Der Rückkauf von Aktien seines eigenen Unternehmens dient Warren Buffett als adäquates Mittel um einen Weg aus dem vorherrschenden Anlagenotstand zu finden. Hierfür lockerte die Holding des US-Starinvestors sogar einstige Rückkauflimits, welche vorsahen, dass die Käufe nur stattfinden dürfen, wenn der Preis der Aktie den intrinsischen Buchwert nicht mehr als 20 Prozent übersteigt.

"Ein deutliches Signal"

Viele Berkshire Hathaway Aktionäre begrüßen derartige Lockerungen, da sie höchstes Vertrauen gegenüber der Auffassungsgabe von Warren Buffett und seinem Vize Charlie Munger haben. "Es ist ein deutliches Signal. Denn kein Aktionär kennt den inneren Wert der Firma besser als Buffett und Munger selbst", so Henrik Muhle, der Fondsberater des Acatis Gané Value Event-Fonds.

Geld ist nicht das Problem

Geld für neue Investitionen zu organisieren, um neue Beteiligungen oder Aktienrückkäufe zu finanzieren, ist für Buffett im Gegensatz zu manchem Hedgefonds-Manager jedoch kein Problem. Allein der Gewinn der Berkshire-Tochterunternehmen beläuft sich im Jahr auf rund 20 Milliarden US-Dollar. So haben sich in den Kassen der Holding schon rund 100 Milliarden US-Dollar angesammelt.

Buffetts Rückkauf-Philosophie

"Der Aktionär, der sich heute für den Verkauf entscheidet, profitiert natürlich von jedem Käufer, unabhängig von seiner Herkunft oder seinen Motiven. Der bestehende Aktionär wird jedoch durch Rückkäufe über dem inneren Wert bestraft. Einen Dollar für 1,10 US-Dollar zu kaufen ist für die, die dabei bleiben, kein gutes Geschäft", so Buffett im Jahr 2000 in Bezug auf ein gefordertes Aktienrückkaufprogramm.

Aktienrückkäufe auf US-Rekordniveau

Allein im Jahr 2018 werden amerikanische Konzerne Aktien im Wert von rund einer Billion US-Dollar zurückkaufen und somit den bisherigen Rekord von 589 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2007 fast verdoppeln. Der Hauptgrund für solch gigantische Programme ist die US-Steuerreform, welche durch den geringeren Körperschaftssteuersatz viel Liquidität freisetzt.

Buffett ist eigentlich kein Fan von Rückkaufprogrammen

Buffett kritisiert diese Rückkaufpraxis der US-Unternehmen jedoch scharf. Denn nach der Ansicht des Starinvestors bieten solche Rückkaufprogramme nicht immer den größten Mehrwert für die Eigentümer. Die Art und Weise, wie US-Konzerne ihre eigenen Aktien zurückkaufen, hält Buffett häufig für töricht. Denn die starren Regeln für die Rückkaufprogramme, welche bei einigen Konzernen herrschen, zwingen die Manager oft dazu pauschal pro Monat eine bestimme Anzahl an Aktien zurückzukaufen. Wer seine Aktien jedoch zu jedem Preis zurücknimmt und nicht nach günstigen Konditionen Ausschau hält, läuft Gefahr sein Aktienpaket zu teuer aufzustocken.

Um solch teure Fehler zu unterbinden, geht der Starinvestor aus Omaha einen ganz anderen Weg. Buffett legt nämlich schon im Vorhinein fest, dass mögliche Rückkäufe nur bis zu gewissen Kursmarken ausgeführt werden dürfen. Um diese Obergrenze festzulegen, orientiert sich Buffett am Buchwert seiner Holding. Dementsprechend werden nur dann Aktien zurückgekauft, wenn auch die Bewertung für eine Investition spricht. Diese Vorgehensweise bietet den Anteilseignern von Berkshire Hathaway somit den größtmöglichen Mehrwert.

Ein erheblicher Steuervorteil

Für die Aktionäre von Berkshire Hathaway könnte sich ein solcher Aktienrückkauf nicht nur aus Sicht von kurskosmetischen Aspekten lohnen, sondern auch aus steuerlichen. Während bei einer Dividendenausschüttung die Kapitalertragssteuer fällig wird, kann ein Aktienrückkauf steuerfrei vereinnahmt werden.

Der "Buffett Put"

Viele Berkshire Hathaway-Aktionäre sehen in der Aktienrückkauf-Strategie des Starinvestors eine ganz besondere Absicherung, den sogenannten "Buffett Put". Sie gehen davon aus, dass Buffett die Aktie niemals unter einen bestimmen Wert fallen lassen würde, da er zuvor mit Rückkäufen für eine Preisstabilisierung sorgen würde. Der Starinvestor selbst würde dieser These jedoch mit ziemlicher Sicherheit nicht zustimmen.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Bildquellen: Daniel Zuchnik/WireImage, Paul Morigi/Getty Images for Fortune/Time Inc

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02.03.2011Berkshire Hathawa a holdStifel, Nicolaus & Co., Inc.
27.10.2010Berkshire Hathawa a equal-weightBarclays Capital
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