21.07.2021 16:10

Novartis-Aktie dennoch tiefer: Erholung im zweiten Quartal von COVID-Belastungen

Erwartungen übertroffen: Novartis-Aktie dennoch tiefer: Erholung im zweiten Quartal von COVID-Belastungen | Nachricht | finanzen.net
Erwartungen übertroffen
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Der Pharmakonzern Novartis hat im zweiten Quartal mit einem deutlichen Wachstum von Umsatz und Ergebnissen besser abgeschnitten als von Experten erwartet.
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Dazu beigetragen haben Produkte wie das Schuppenflechtemittel Cosentyx und das Herzmedikament Entresto, aber auch die auf Nachahmermedikamente spezialisierte Tochter Sandoz entwickelte sich wieder besser, wie die Schweizer am Mittwoch in Basel mitteilten. Vor einem Jahr noch hatte die Covid-Pandemie die Geschäfte belastet, denn viele Menschen scheuten damals den Gang zum Arzt. Die Ziele für 2021 bestätigte das Stoxx Europe 50-Schwergewicht.

Am Aktienmarkt kamen die Zahlen gut an. Die Novartis-Aktie notiert zuletzt 1,02 Prozent tiefer bei 82,49 Franken. Überraschend hohe Umsätze und bessere Margen hätten dafür gesorgt, dass der Pharmakonzern auch beim Ergebnis je Aktie besser als gedacht abgeschnitten habe, schrieb Analyst Peter Welford von der Investmentbank Jefferies in einer Studie. Das Interesse der Investoren an der Aktie sei immer noch relativ gering, doch der Quartalsbericht könnte nun für eine leicht positive Kursreaktion sorgen.

Noch ist der Konzern aber nicht ganz auf dem Stand, das er vor der Pandemie hatte. "Ich denke, wir sind aktuell auf 80 bis 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus", sagte Finanzchef Harry Kirsch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Dabei wiesen verschiedene Therapiebereiche und auch einzelne Regionen große Unterschiede auf. Gerade im Bereich Onkologie sei der Konzern noch etwas deutlicher von der Geschäftsaktivität entfernt, die er vor dem Ausbruch der Pandemie gesehen habe.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 14 Prozent auf knapp 13 Milliarden Dollar (rund zwölf Mrd Euro) zu, zu konstanten Währungen betrug das Plus neun Prozent. Den Löwenanteil zum Quartalsumsatz steuerte die Pharmasparte bei, die die Verkäufe im zweiten Jahresviertel um 15 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar steigerte. Hierzu trug vor allem ein anhaltend starker Absatz des Herzmittels Entresto, des Schuppenflechtemittels Cosentyx und der Genersatztherapie Zolgensma bei.

Bei der auf Nachahmermedikamente (Generika) spezialisierten Sparte Sandoz stand mit 2,4 Milliarden Dollar ein Umsatzplus von elf Prozent zu Buche. Die Geschäfte dort hätten begonnen, sich zu stabilisieren, hieß es. Einem Umsatzwachstum in Europa stand jedoch ein klarer Rückgang in den USA gegenüber. Dieses Minus auf dem US-Markt sei vor allem auf das Geschäft mit im Einzelhandel verkauften Mitteln zurückzuführen, wobei insbesondere die oral verabreichten Arzneien stockten.

Das operative Ergebnis von Novartis legte im zweiten Quartal um 48 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu, unter dem Strich verdiente der Konzern mit 2,9 Milliarden Dollar rund 55 Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu trugen neben höheren Umsätzen auch Veräußerungsgewinne bei. 2021 peilt Novartis weiterhin einen Anstieg des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich an. Der bereinigte operative Gewinn soll stärker als der Umsatz und im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

Novartis plant weiter Herstellung des CureVac-Impfstoffs dieses Jahr

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis geht weiter davon aus, den Covid-19-Impfstoff des deutschen Biotechunternehmens CureVac herzustellen.

"Wir haben die Produktion wie geplant gestartet. Wir planen, dieses Jahr 50 Millionen Dosen auszuliefern", sagte Novartis-Finanzchef Harry Kirsch am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs oder der Wahrscheinlichkeit einer Zulassung könne sich Novartis nicht äußern. Wenn es Bedarf für zusätzliche Produktionskapazitäten gebe, etwa von BioNTech/Pfizer oder anderen, könne Novartis diese weiter ausbauen. "Wir sind nicht auf den einen oder anderen beschränkt."

Novartis unterstützt bereits Biontech/Pfizer bei der Produktion ihres Impfstoffs. Das Vakzin von CureVac soll im österreichischen Werk Kundl von Novartis hergestellt werden. Der Impfstoff erzielte in der entscheidenden klinischen Studie nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent. CureVac hofft trotz der enttäuschenden Studienergebnisse aber weiter auf eine Verwendung durch die Europäische Union.

BASEL (dpa-AFX) /Frankfurt (Reuters)

Bildquellen: lucarista / Shutterstock.com

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